Schwanger trotz Mirena, mein Erfahrungsbericht

Schreibe uns hier Deine Erfahrungen mit der Hormonspirale.

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Nina262
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Schwanger trotz Mirena, mein Erfahrungsbericht

Beitragvon Nina262 » 15.07.2011, 12:39

Hallo,
ich bin heute durch Zufall auf dieses Forum gestossen, weil ich momentan im Besitz einer Mirena, mit dem Gedanken spiele, mir sie ziehen zu lassen, da ich einige Nebenwirkungen vermute. Allerdings ist das nicht der Grund meines Schreibens, sondern ich möchte hier auch mal einen kleinen Einblick in meine vorherigen Erfahrungen mit der Mirena geben.
Ich habe mir die Mirena das erste Mal nach der Geburt meiner zweiten Tochter legen lassen, da war ich 22. In meinen Augen ging das bis auf ein wenig Zwicken beim Einsetzen problemlos und ich kann auch nicht behaupten, dass ich mir über irgendwelche Nebenwirkungen bewusst gewesen bin. Mit knapp 27 beschlossen wir, dass unsere Familienplanung doch noch nicht abgeschlossen ist und noch jemand fehlt, um unser Glück komplett zu machen. Also ließ ich mir die Mirena ziehen und war prompt keine 3 Wochen später schwanger. Nachdem dann unsere Tochter, die dritte im Bunde 9 Monate später geboren wurde, habe ich mir ohne groß nachzudenken, direkt wieder die Mirena legen lassen, weil ich einfach von der Wirkung und Einfachheit überzeugt war.
ca.9 Monate nach der Schwangerschaft war ich dann über Wochen immer wieder krank, Erkältungen folgten Magenverstimmungen etc. Ich selber war zwar nur noch genervt, habe mir aber nicht groß was gedacht, bis jemand im Freundeskreis scherzeshalber meinte, ich wäre garantiert schwanger. Diese Aussage hat mich damals so verunsichert, dass ich mir abends einen Test gekauft habe, um auf der sicheren Seite zu sein und den direkt am nächsten Morgen gemacht habe.
Ja, was soll ich sagen, der war sowas von eindeutig und direkt positiv, da hats mich echt aus den Latschem gehauen.
Ich habe direkt einen Termin beim FA gemacht, am selben Tag natürlich und bin dann auch direkt los. Der fragte, wie es mir geht und ich sähe etwas mitgenommen aus und dann habe ich ihn dann damit konfrontiert, dass ich einen Test gemacht habe und der positiv war. Er lachte nur und meinte, dass das überhaupt gar nicht sein kann. Er würde die Mirena seit über 10 Jahren einsetzen und es sei nie irgendwas passiert. Wir würden einfach nachgucken. Ja, am direkten Wechsel seiner Gesichtsfarbe während des Guckens, wurde mir dann bewusst, es ist tatsächlich so. Nummer 4 ist unterwegs. Klar, es war ein Schock und absolut ungeplant. Aber wir haben uns beide von Anfang an trotzdem gefreut. Es kamen zwar noch einige Hürden, wie neues Auto , Hausumbau etc., aber nichts, was wir zusammen nicht schaffen würden.
Auf meine Frage, was denn nun mit der Spirale passiert, bekam ich die Antwort, diese Entscheidung läge bei uns. Es würden keine genauen Erfahrungen vorliegen, was genau passiert, wenn man sie drin lässt und wenn sie gezogen würde, bestünde halt die Möglichkeit, dass man eine Fehlgeburt auslöst. Nach einigem Überlegen, haben wir uns entschieden, sie drin zu lassen und zu gucken wie sich das entwickelt. Die ersten 4-5 Monate war sie auf dem Ultraschall auch immer wieder zu sehen. Das Baby entwickelte sich super, bis zur 22. Woche, da wurde mein FA mal stutzig weil er meinte, was komisches gesehen zu haben. Da stand dann der Verdacht auf Mongolismus im Raum, eine gute Woche, bis wir einen Termin in einer Spezialpraxis bekamen. Gott sei Dank war aller Wirbel, alle Angst und Aufregung umsonst, denn es war alles, so wie es sein sollte.
Obwohl wir das Geschlecht nicht wissen wollten, stand dann plötzlich nach einer Ultraschalluntersuchung das männliche Zeichen im Mutterpass. Das war natürlich die Krönung des Ganzen, nach drei superlieben Mädels.
Meine Hebamme meinte damals immer, dass die Spirale nach der Geburt mit der Nachgeburt wieder rauskommt, denn nach dem 5.Monat konnte man sie auf dem Ultraschall nicht mehr sehen. Tja, nur kam sie nach der Geburt nicht raus und war auch auf dem Ultraschall direkt nach der Geburt und auch Tage später nirgendwo zu sehen. Ich wurde dann 2 Monate von einem zum anderen Arzt geschickt, Röntenbilder etc. bis dann schließlich eine MRT Aufnahme zeigte, die Mirena ist noch da..........irgendwo in meinem Bauchraum. Also 3 Monate nach der Geburt Bauchspiegelung und die Mirena wurde eingewachsen im Fettgewebe zwischen Magen und Darm gefunden, rausgeschnitten und steht nun in einer schicken Dose in der Wohnzimmervitrine.
Bei der Op habe ich mich direkt sterilisieren lassen, da für uns Beide feststand, ein fünftes wollen wir wirklich nicht. Der Arzt meinte damals allerdings ganz belustigt, dass die Sterilisation eine Sicherheit von 1 Schwangerschaft bei 100 Sterilisierten bietet und ich da ja bei der Spirale die 1 von 1000 gewesen wäre. Für mich also doch wieder irgendwie ständig Angst.
Da sich meine Periode immer schmerzhafter und stärker entwickelte und ich auch so einige Probleme hatte, empfahl mir mein Arzt, mir die Mirena wieder einzusetzen, um das alles mal etwas zu lindern. Gesagt getan, seit einem jahr habe ich die nun.
Und jetzt zu dem, was ich vermute: Ich habe den Eindruck, ich nehme seitdem immer ein wenig zu. Hatte sonst immer 59-60kg und nun seit Monaten, trotz kompletter Ernährungsumstellung und viel Sport pendelt das bis zu 65kg. Und das kotzt mich am allermeisten an. Ich war noch nie ein guter Esser, esse nie riesige Portionen und wie gesagt, seit einigen Monaten wirklich bewusst gesund und kalorienarm, aber Gewichtsmäßig klappt da einfach nichts mit Abnehmen. Also überlege ich, ob ich das Teil nicht wieder rausnehmen lasse.
Das schonmal zu meinen Erfahrungen:-)
Nina

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