Mirena und Krebsvorstufe

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Francy
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Mirena und Krebsvorstufe

Beitragvon Francy » 30.09.2004, 12:16

:evil:
Hallo nun mal zu meiner Geschichte
Ich habe mir die Mirena genau wie viele andere hier auf anraten meines Frauenarztes setzen lassen...hatte ja immer viel Menstruationsprobleme
alles war so wunderschön und für mich nahezu unglaublich was die Mirena ja so bewirkt.
Ich hatte die Mirena knapp 4,5 Jahre in mir und bin laufend zum Arzt gerannt...blutungen non stop der sagte nur wird schonwieder und ich müsse geduld haben
hatte ich auch ..leider viel zu lange
regelmäßige untersuchungen beim FA alles ok...leichte entzündung am gebärmutterhals durch die mirena....gibt sich wieder
so ging das über jahre hinaus immer war alles ok nichts um sich sorgen zu machen
mir ging es immer schlechter sexuell war absolute stille eingetreten mein partner zweifelte schon an sich und auch an mir was ich heute vollkommen verstehen kann
ich habe dann eine junge frau kennen gelernt die schwärmte von der 3 monats-spritze und sagte ich solle die doch probieren mein frauenarzt war nicht begeistert was besseres als die mirena gibt es nicht und er wollte noch abwarten ich dummes schaf ging auch ohne auf ein entfernen zu bestehen...mir ging es weiter schlecht blutungen migräne stimmungsschwankungen selbstzweifel .....ich hab geheult ohne zu wissen wieso usw.
ein viertel jahr später wieder untersuchung abstrich usw.
ich bestand auf ein entfernen und er schlug mir vor das während der periode zu machen und die spritze gleich danach zu setzen da ich ja immer blutungen hatte wars beinahe egal wann aber ich sollte warten bis sie stärker sind
2 wochen später war es dann soweit ich bin mit der spritze in der hand dorthin gelaufen
er zog sie mir...wies mich auf eine entzündung hin die ich immernoch oder wieder...keine ahnung....hatte
die spritze bekam ich an diesem tag auch....in dem moment wo ich die praxis verließ war ich sowas von erleichtert...das kann sich kaum einer vorstellen mir ging es richtig gut und ich dachte mir...geschafft jetzt geht es aufwärts....
ca. eine woche nach dem entfernen bekam ich einen anruf bitte sofort melden mein abstrich habe entzündliche ergebnisse aufgewiesen
ich habe mir auch nichts weiter gedacht nur eben naja entzündet nimmst halt tabletten gegen damit das besser wird
mit guter laune bin ich in diese praxis gegangen wollte noch berichten das die blutungen verschwunden sind usw.und es mir gut gehe
dann die nachricht krebs....
10 tage später muss ich zur op (am 06.10.04) konisation wegschneiden des kranken gewebes...das wird untersucht..er vermutet die spirale sei schuld...krebs...ich bin aus der praxis raus und fast zusammen gebrochen muss alles unbedingt sein....aber liegt an der spirale sagt er...schlechter pap-wert es muss mindestens 4 sein...ansonsten operieren die noch nicht
ich habe panische angst bin auch auf gyn.de durchs forum und habe eine frau kennen gelernt die es genauso geht wie mir krebs mit 26 was kann kommen total-op??? in meinem alter??? ich kann nur jedem raten laßt die finger von der mirena
ich habe keine ahnung wie ich nächste woche die op schaffe und vor allem die zeit bis das gewebe untersucht wurde bzw. der zylinder den die entnehmen ich habe tierische angst 2 kleine kinder usw....
weiss nicht wie ich die zeit noch schaffen soll aber es bestärkt mich zu wissen das es weitere frauen gibt die auch an gebärmutterhalskrebs erkrankten durch die mirena
Francy
ps entschuldigt meine schreibweise... :cry:

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Buergi
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Re: Mirena und Krebsvorstufe

Beitragvon Buergi » 30.09.2004, 12:41

Hallo Francy,

dein Bericht hat mich echt erschüttert. Ich habe die Spirale "nur" 18 Monate getragen. Aber auch mein Arzt verneinte, dass meine Nebenwirkungen (u. a. diverse Zysten) vor der Mirena kamen. Auch ich habe sie auf Anraten meines Arztes mit Hinblick auf meine immer starken und schmerzhaften Blutungen einlegen lassen. Die Blutungen waren zwar nicht mehr so stark, dafür war ich dann die meiste Zeit am Bluten; auch hatte ich viel Unterleibsschmerzen in der Zeit.

Ich finde es auch ein starkes Stück von deinem FA, dass er der Mirena nie die Schuld für deine Probleme gegeben hat, aber jetzt, nachdem Krebsverdacht besteht, ihr plötzlich doch die Schuld zuschreibt.

Ich wünsche dir auf alle Fälle viel Kraft das ganze durchzustehen und alles Gute für die OP. Du hast dich die letzten Jahren nicht unterkriegen lassen, halte bitte weiter durch! Die Mirena bist du jetzt losgeworden, die Nebenwirkungen werden auch nach und nach verschwinden (meine ist jetzt 3 Monate draußen) und den Rest schaffst du auch noch!

Alles alles Gute!

Liebe Grüße
Tanja

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a.
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Mach dir nicht zu große Sorgen!

Beitragvon a. » 30.09.2004, 13:01

Hallo erstmal!

Ich habe mit 25 das auch durchgemacht. Damals gab´s noch keine Mirena.
Ich hatte einen KupferIUP. Und vier kleine Kinder.
Mir ging´s wahrscheinlich gleich wie dir jetzt.

Aber bitte lass den Kopf nicht hängen, eine Koni ist nicht schlimm.
Es besteht zwar die Gefahr einer Nachblutung, aber wenn die OP ordentlich durchgeführt wird, ist das Gewebe wirklich weg, und du bist "geheilt".

Meistens sind die HPV (Papillomaviren=Warzen) an diesen Abstrichergebnissen schuld.


Falls du noch Fragen hast, oder wenn zum Reden brauchst, melde dich noch mal!
:arrow:
Alles Gute
Zela

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Francy
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Hallo

Beitragvon Francy » 04.10.2004, 11:04

:x
war heute zur op-vorbesprechung....
Die drückten mir gleich sämtliche Papiere in die Hand Bitte ausfüllen

Naja ich hab das dann auch gemacht und als ich zu der Schwester vorging erklärte ich ihr erstmal meine Zweifel an dem ganzen.
Sie suchte dann meinen Befund....und man staune keiner da.
Die wollten von mir meinen wert wissen brauchen die ja um mir erklären zu können inwieweit der eingriff nötig ist usw.
nun ich hab denen alles erzählt auch das ich eine menge gelesen habe im internet zu dem ganzen
die konnten über den ausspruch gewebeprobe von meinem frauenarzt nicht fertig werden , da es ja eine krebsop ist usw.
nachdem ich mit denen hin und her diskutiert habe haben die beschlossen erst weiter zu machen wenn ich den befund habe
ich kann mir nun nen plan machen wie es weiter geht
mein arzt hat am quartalsanfang immer geschlossen und macht erst morgen 15 uhr wieder auf
muss ich mich sputen das ich den befund hole und dann nach schönebeck (30km weit weg) rasen um den dort durchzusprechen
kann sein das die nix machen müssen aber auch andersrum der arzt zu dem ich wegen der op gehe hält nichts von übereilten op´s usw.
kommt drauf an was ich für einen wert habe .....den weiss ich ja nun auch nicht
dann sagten die wegen infektionen und so....hatte ich ja laufend aber mir wurde immer gesagt ich seh nichts muss nicht behandelt werden....absolute frechheit sagte die schwester
sollte mein wert schlecht sein werde ich die op am mittwoch machen steht fest....und ich sag dir der trottel sieht mich nie wieder
sie sagten nämlich das so ein schlechter wert nicht einfach so entsteht muss schon seit längerem zumindest eine auffälligkeit dagewesen sein und die hätte man mit tabletten behandeln müssen
nun sitz ich wieder hier weiss nicht soll ich mich freuen oder nicht und muss bis morgen abend warten was passiert
wenn bin ich mittwoch gegen 13-.14 uhr dran und nur 2 stunden dauert das ganze dann kann ich abhaun
soviel mal dazu toll oder? ich weiss das ich nach dem ganzen jetzt und auch das was ich bei meinen beiden schwangerschaften durch habe auf die schulmedizin sch***** lieber gehe ich zum homäophaten oder heilpraktiker...kann nicht sein komme mir komplett verarscht vor und ob die angst allein nicht schon reicht kommt sowas nun auch noch dazu
ich fühle mich absolut verunsichert und weiss nun gar nichts mehr am liebsten würde ich die letzten tage aus meinem gedächtnis löschen und verschwinden :cry:

Zela

Beitragvon Zela » 04.10.2004, 11:17

Hallo!

Nur ruhig, das stehst du schon durch, nicht die Nerven verlieren!

Ich kann nur von mir erzählen,; bei mir wurde 2 Wochen vor der OP eine Biopsie(Gewebeprobe) entnommen, um zu klären, ob eine Konisation überhaupt notwendig ist.

Später- bei der Aufnahme zur Koni- erklärte mir der Operateur, dass eigentlich keine Biopsie notwendig gewesen wäre, sondern dass die Konisation sowieso von Vorteil ist, und man erspart sich die zusätzliche Schnipselei.

Der Nachteil der Biopsie: Wieder langes Warten auf das Ergebnis
Der Vorteil: Bei negativem Befund ersparst du dir die OP


Also Kopf hoch. Vielleicht kannst du dich ja mit deinem FA noch darüber unterhalten.

Liebe Grüße
Zela

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Francy
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Endlich von der Angst befreit

Beitragvon Francy » 20.10.2004, 14:41

Hallo an alle die während der Zeit so lieb geposted haben

Ich möchte mich entschuldigen das ich mich einen geraumen zeitraum hier nicht gemeldet habe
mein ergebnis nach der konisation hieß alles im gesunden entfernt und ja es war eine Krebsvorstufe...ähnlich wie bei Melllie die ihre geschichte unter *nach mirena * geschrieben hat
ich kann mich dem ganzen nur anschließen und hoffe auch damit endlich alles ausgestanden zu haben....
trotz allem schwirren in mir gedanken rum....ich verstehe nicht wie es sein kann das eine spirale die solche massiven nebenwirkungen wie dauerblutungen depressionen infektionen usw. auslöst so lange bei mir knapp 5 jahre im körper eine frau bleibt und ärzte einen immer nur vertrösten das sei halt nun mal so und bei einem wirkt die so bei einem anderen so
wieso um himmels willen wird so ein störenfried nicht entfernt???
und wir vor allem kann man andere frauen vor der mirena warnen ?? komisch das man nichts gegen dieses *gift* tun kann

liebe grüsse frances

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