nächtliches Schwitzen, Depressionen, Libidoverlust.

Benutzeravatar
Tine
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 1
Registriert: 07.02.2004, 13:59
Wohnort: Mecklenburg-Vorpommern

nächtliches Schwitzen, Depressionen, Libidoverlust.

Beitragvon Tine » 07.02.2004, 14:43

Hallo liebe Leidensschwestern,

ich freue mich sehr, dieses Forum entdeckt zu haben!
Seit Juni 2003 bin ich unzufriedene Trägerin der Mirena. In puncto Verhütung hatte ich bis dahin fast alles ausprobiert, was so auf dem Markt ist: Schaumzäpfchen, Diaphragma mit und ohne Verhütungscreme, Pille, Kupferspirale und zuletzt benutzte ich den Cyclotest-Minicomputer zur Bestimmung meiner fruchtbaren Tage. Mit dieser sehr natürlichen Methode war ich acht Jahre lang zufrieden und erfolgreich, bis ich an offenbar sehr langlebige Spermien geriet und im Mai 2003 schwanger wurde. Ich war zu diesem zeitpunkt 40 Jahre alt, Mutter von 4 Kindern und steckte mitten in einer Umschulung zur Altenpflegerin. Ein weiteres Kind kam für mich nicht in Frage. Dank der sanften Abtreibungspille Mifegyne, ging der Schwangerschaftsabbruch ohne Komplikationen von statten, ich wollte jedoch danach was die Verhütung anbetraf kein Risiko mehr eingehen und entschied mich für die Mirena.
Die äußerst geringe Hormonmenge schien mir von allen "sicheren" Verhütungsmethoden das geringste Übel zu sein.
Tja, und heute bräuchte ich eigentlich gar kein Verhütungsmittel mehr! Meine Lust auf Sexualität ist auf dem Nullpunkt angekommen. Man könnte mir Brad Pitt auf den Bauch binden und es würde nicht viel passieren. Abgesehen von starkem Schwitzen, nächtlichen Schweißausbrüchen und depressiven verstimmungen fehlt mir außerdem unsagbar - meine Regelblutung.
Früher konnte ich fast auf den tag genau sagen, an welchem Punkt im Zyklus ich mich gerade befand, spürte meinen Eisprung, wartete mal mit Bangen, mal ganz entspannt auf das Ziehen im Unterleib, was die beginnende Menstruation ankündigte.
Ich hatte meinen Termin beim FA schon gemacht, bevor ich dieses Forum entdeckte, aber ich wollte eigentlich nur mit ihm über meine Probleme mit der Mirena sprechen und dann noch bis Juni durchhalten, damit ich es wenigstens ein Jahr geschafft habe.
Jetzt allerdings, nachdem ich eure Beiträge gelesen habe, bin ich entschlossen, die Spirale gleich ziehen zu lassen. Auch, wenn eine geringe Chance besteht, dass meine Beschwerden sich noch bessern - die Sorge, dass ich meinem Körper Schaden zufüge, wiegt schwerer - 250 Euro Einbaugebühr hin oder her!
Danke euch allen für eure aufschlussreichen Beiträge! Sie haben mir meine Entscheidung erleichtert!

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 11 Gäste