Meine Mirena Tragezeit

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laurea
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Meine Mirena Tragezeit

Beitragvon laurea » 14.02.2012, 18:05

Hallo ihr Lieben,

Da ich ganz neu in diesem Forum bin hoffe ich, dass dieser Eintrag nicht unter einer falschen Kategorie eingeordnet ist.

Zu mir:

Ich bin 25 Jahre alt und habe die Mirena seit Februar 2007, also die vollen 5 Jahre.
Nächsten Montag ist der Termin, an dem sie herausgenommen wird.

Ich bekam die Mirena mit 20 Jahren, sie wurde mir von meiner Frauenärztin vorgeschlagen, da ich unter sehr starken Regelblutungen und Krämpfen litt und mit der Einnahme der Pille meine Probleme hatte (ich war eher vergesslich und nahm die Pille zudem zu dem Zeitpunkt nur wegen der Regelschmerzen, daher vergaß ich sie immer wieder zu nehmen, das wollte ich meinem Körper dann nicht mehr antun, dieses Hormon-Durcheinander).
Mir wurde die Mirena als gut verträgliches Verhütungsmittel "verkauft", das sehr sicher und sehr angenehm sei, außerdem würde es nur lokal wirken und dadurch besser für den Körper sein als die Pille. Auch ich bekam, wie viele andere hier im Forum, keinen Beipackzettel, sondern nur das Werbeheft überreicht und von weiteren NW, als die dort aufgeführten, wurde mir nichts erzählt.

Das Einsetzen

Das Einsetzen der Mirena merkte ich kaum. Nachdem sie eingesetzt wurde, sagte meine Frauenärztin nun würde jeder Untersuchungstermin zusätzlich 20 Euro kosten, angeblich durch den Mehraufwand. Von diesen Kosten wurde mir vorher nichts erzählt, ich hielt es schon damals für eine unzulässige Geldmache und ging nie wieder zu dieser Frauenärztin (und musste auch nie irgendwo anders mehr als die Praxisgebühr bezahlen!).
Nach dem Einsetzen kam direkt ein Wochenende und dieses Wochenende war das schlimmste meines bisherigen Lebens, ich fühlte permanent den Fremdkörper in mir und war in einer schrecklichen psychischen Verfassung (düstere Gedanken, eine sehr pessimistische Grundstimmung, wirklich ein schlimmes Gefühl, das ich nicht gut beschreiben kann). Wirkliche körperliche Schmerzen hatte ich nicht, dafür aber seelische.
Nach dem Wochenende waren diese seelischen Schmerzen verschwunden und ich schob sie darauf, dass mein Körper sich ja erstmal an den Fremdkörper hatte gewöhnen müssen.



Probleme in der Zeit mit der Mirena

Bei folgenden Erscheinungen bin mich mir sicher, dass sie entweder von der Mirena ausgelöst, verstärkt oder auf eine andere Weise beeinflusst worden

psychisch/seelisch

-negative Grundstimmung
-oft Ängste vor dem Tod, vor einer Eileiterschwangerschaft oder vorm Verrutschen der Mirena
-weniger lebensfroh, weniger spontan
-starke stimmungsschwankungen (vorher war ich sehr "stabil")
-egal-gefühl (vorher hatte ich zu allen dingen eine meinung, die worte "ist mir egal" oder "weiß nicht" kamen mir vorher nicht über die lippen)
-weniger lust auf sex

physisch/körperlich

-3-4 mal innerhalb der zeit starke krämpfe (lage der mirena wurde dann geprüft-alles ok, wurde von den FÄ dann auf die verdauung oder stress geschoben)
-oft trockener intimbereich, dadurch manchmal schmerzen beim sex
-häufig vaginalpilze (sicher 8-10 mal innerhalb der 5 Jahre)
-starke gewichtszunahme, trotz gesunder und ausgewogener ernährung und sport

Mein Fazit

Nachdem ich mich nun ausführlich informiert habe, ist mir klar, dass ich in Zukunft nicht wieder hormonell verhüten werde. Ich bin sehr enttäuscht von fast allen FÄ, die ich in dieser Zeit aufgesucht habe, denn niemand brachte mich auf den Gedanken, dass es mir aufgrund der Mirena schlecht gehen könnte. Niemand äußerte Bedenken daran, dass ich sie schon mit 20 Jahren gelegt bekam. Am meisten enttäuscht und entsetzt bin ich jedoch davon, wie bewusst die FÄ scheinbar versuchen zu vertuschen, was die Mirena anrichtig, wie sie vielen Frauen als die beste Verhütung überhaupt angepriesen wird.
Nächste Woche wird sie mir gezogen und nun bin ich vorallem gespannt darauf, wie das wird. Ob ich dabei Schmerzen haben werde, aber vorallem: Wie die Zeit nach der Mirena wird. Ich hoffe, dass mein Körper trotz der jahrelangen Einwirkung der Hormone sein natürliches Gleichgewicht zurückerlangt und ich dann auch psychisch wieder die werde, die ich früher war.

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