7 Jahre (2 x) Mirena und Myome

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suedlicht
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7 Jahre (2 x) Mirena und Myome

Beitragvon suedlicht » 07.02.2004, 14:54

Hallo an alle Leidensgenossinnen,
ich bin 46 und habe mir vor 1.5 Jahren die 2. Mirena einsetzen lassen, weil ich diese Art von Verhütung einfach ideal für mich fand und keinerlei Nebenwirkungen außer Schmierblutungen, die immer länger anhielten, hatte. Anlässlich einer Routineuntersuchung im Nov. 03 wurden bei mir einige sehr schnellwachsende Myome festgestellt und ich ging mit einem OP-Termin nach Haus. Dementsprechend fühlte ich mich. Ich gab nicht auf, suchte einen von der Frauenärztin meiner Schwester empfohlenen Homöopathen auf (diese Frauenärztin behauptet, es gäbe kein einziges Verhütungsmittel ohne massive Nebenwirkungen und gerade bei Myomen hätte die Homöopathie gute Erfolge aufzuweien) und dieser legte mir dringendst ans Herz, die Mirena ziehen zu lassen, sie wäre der Grund für meine Myome, mein Hormonhaushalt in der Gebärmutter sei aufgrund des lokalen Gelbkörperhormonüberhanges massiv gestört, mein Körper produziere selbst genug Hormone. Na Homöopathen sind ja auch einseitig, irgendwie traute ich meinem Frauenarzt aufgrund seiner Fachausbildung mehr - und DER behauptete ja gerade das Gegenteil!!! Meine Schmierblutungen wurden immer länger .... meine Myome sind nach einer Vermessung im Jänner wieder weitergewachsen. Hat jemand so wie ich (ich bin eine der ersten Frauen, die vor 7 Jahren in Österreich die Mirena gelegt bekam, sagt mein FA) die Mirena schon über so einen langen Zeitraum und auch Myome????
Ich wäre für jede Antwort dankbar!!!
suedlicht

Gast

Re:

Beitragvon Gast » 07.02.2004, 17:23

Liebes Südlicht ! ;-)

ist es nicht offensichtlich was die Mirena dir für einen Schaden zufügt ?
Ist Dir eine Verhütungsmethode echt mehr wert als Deine Gebärmutter ??

Ich hätte sie schon lange gezogen mit Deinem Kenntnisstand.

Gruss Maria

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suedlicht
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Re:

Beitragvon suedlicht » 07.02.2004, 18:56

Hallo Maria,
JA, um Gottes Willen, ICH BIN ERWACHT! NUR - ich war doch 7 jahre glücklich, eine (wie ich glaubte!) einfache, für mich unschädliche verhütung gefunden zu haben! mein frauenarzt ist HEUTE noch überzeugt davon oder gibt es zumindest vor! ich habe mir vor 3 Tagen meine 2. Spirale ziehen lassen (nach 1 Jahr Liegezeit), weil ich letztendlich doch alles versuche, einer gebärmutterentfernung zu entkommen! je länger ich hier in diesem forum lese, desto sicherer werde ich, daß meine kreuzschmerzen, die ich vor jahren hatte und deren untersuchung keinen defekt in der wirbelsäule ergab, auch von der mirena kamen! letztendlich machte man mir glaubhaft, daß meine muskeln sich wie ein panzer um meinen körper spannen und ich ein mittel gegen panikattacken nehmen muß, weil ich panikattacken hätte!! niemals wäre ich auf die idee gekommen, daß diese panikattacken von meiner spirale kommen könnten!!! ich hab sowas vorher nie gehabt und ich bin 46!! NUR MIR GEHT ERST JETZT EIN LICHT AUF, WEIL ICH DA IN DIESEM FORUM LESE, DASS ES VIELEN FRAUEN AUCH SO GEHT. schau, man reimt sich soviel zusammen, wenn man etwas hat: die berufstätigkeit, der haushalt, das kind, die doppelbelastung, vererbung, alter ... wir kennen das doch oder?? ich verdanke ALLES der frauenärztin meiner schwester (die leider 3 autostunden von mir entfernt ist), die mich zu MEINEM homöopathen schickte und mir ausrichten ließ, daß die homöopathie bei myomen gute bis sehr gute erfolge hätte. DIESER HOMÖOPATH sagte mir nach 5 minuten, die mirena müsse weg, ich tat es nicht, weil ich sie liebte und er kein frauenarzt ist ... nach 2 monaten waren meine myome gewachsen und ich hatte wieder einen termin bei ihm, mein frauenarzt hat in der zwischenzeit festgestellt, daß meine myome weiterwachsen und daß "die homöopathie bei hormonen nicht mitreden kann, weil das hormonthema ein sehr komplexes ist und sie keine fachleute wären (leuchtete mir auch ein)", also beim 2. termin beim homöopathen wurde dieser laut (entschuldigte sich nachher wieder) und sagte mir auf den kopf zu, daß die mirena "noch diese woche" raus müsse, WEIL ER MIR SONST NICHT HELFEN KÖNNE. ich war noch immer überzeugt, sie nicht herzugeben. meine schmierblutungen hörten nicht auf (wie schon seit jahren), dann las ich in diesem forum ... und am dienstag lies ich SIE mir (schweren herzens) ziehen .... je mehr ich lese, desto sicherer bin ich, die richtige entscheidung getroffen zu haben ......
liebe grüße!
suedlicht

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suedlicht
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Re: AHA !

Beitragvon suedlicht » 07.02.2004, 19:48

ja katja,
ich war so blauäugig!
leider!
trotz meines alters!
ich danke dir von ganzem herzen für dieses forum - im berufsleben bin ich nicht so gutgläubig, glaubs mir! mein frauenarzt hatte einfach mein grenzenloses vertrauen! und die spirale hat mir ja (heute sehe ich es anders) keine probleme gemacht! meine schwester trägt sie auch schon einige jahre ohne probleme (bis jetzt, ich hab ihr schon ins gewissen geredet).
liebe grüße!
ich werde weiter von mir berichten!
suedlicht

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Vendetta1
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Beitragvon Vendetta1 » 09.02.2004, 09:09

Hallo suedlicht,

ich hatte auch Angszustände, im Nachhinein weiss ich, dass sie von der Mirena kamen. Ich bin in in dieser Zeit (fast 2 Jahre,) exzessiv geschwommen, 4-5 mal die woche um meine Angst und Depris in den Griff zu kriegen. Ich bin richtig zu einer Art Leistungsschwimmerin geworden, weil ich dadurch die Entspannung und Erleichterung fand um meine Depris in den Griff zu kriegen. Die Mirena ist seit November raus und ich habe keine Angstzustände mehr. Ich schwimme aber weiter, weil es mir eben gut tut, und auch der Figur zuträglich ist. Jetzt weiss ich aber warum ich zu diesem Leistungssport kam.

Ich kann mittlerweile nur jeder Frau von der Einnahme von Hormonen zur Verhütung abraten. Was sie über längere Zeit im Körper anrichten, kann keiner absehen. Die Mirena ist sowas wie ein Wolf im Schafspelz, einhellig angepriesen als extremst niedrig dosiertes Verhütungsmittel.

Generell von FAs verharmloste Nebenwirkungen, die Frauen werden nicht ernst genommen mit ihren Berichten über Nebenwirkungen, vieles wird als Einbildung abgetan. Das ist es, was mich am meisten aufbringt, diese Mißachtung!!!! Und sie erfolgt solidarisch von Ärzten und der Pharmalobby, weil es eben ein Geschäft ist, und zwar ein sehr gutes.......

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