Mirena - schleichender Alptraum

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Shannon
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Mirena - schleichender Alptraum

Beitragvon Shannon » 12.07.2012, 18:12

Nachdem ich viel hier still mitgelesen habe (vielen Dank für dieses hilfreiche Forum!) möchte ich hier auch mal meinen Erfahrungsbericht einstellen. Ich bin 43, ließ mir die Mirena 3 Monate nach der Geburt meines Kindes im Juli 2007 legen und hatte sie fast die vollen 5 Jahre. Ich hatte lange Zeit tatsächlich keine Probleme bis auf eine erhöhte Infektanfälligkeit. Bei mir kamen die NW schleichend ab ca. 3,5 Jahren, massiv mit 4 Jahren Tragezeit.
Meine Symptome:
- Abgeschlagenheit, gepaart mit einem ständig vernebelten Gefühl und Unkonzentriertheit
- Schwindel
- Laktose- und Sorbitintoleranz (die mag aber unerkannt schon länger bestanden haben)
- ganz plötzlich diverse Nahrungsmittelallergien
- Herzstolpern
- Unruhe, Nervosität bis hin zu massiven Angst- und Panikzuständen
- hoher Blutdruck
- Haarausfall
- (nach dem Ziehen) sehr schlechte Hormonwerte, Östrogen und Progesteron niedrig außerhalb der Norm. Totales Zykluschaos (viel zu kurz/19 Tage im Schnitt)
- allgemein schlechter Zustand ("du siehst aber schlecht aus")
- Libidoverlust
- Depression

Ich hatte immer das Gefühl, dass in mir irgendwas nicht stimmt. Erst musste ein unschuldiger Zahn rausfliegen, den ich in Verdacht hatte, bis ich endlich einen Zusammenhang zu Mirena hergestellt habe. Die erst schleichend auftretenden NW sind vielleicht mit das Heimtückischste an diesem Ding. Die Gyn, die die Mirena legte, weigerte sich übrigens, einen Hormonstatus zu machen (aus Angst vor Konsequenzen? Über die NW wurde ich nicht schriftlich informiert, was sie zu der Zeit wohl schon hätte machen müssen) und begnügte sich mit einem Ihr Blutdruck ist aber viel zu hoch für Ihr Alter, nachdem ich eine Latte weiterer Symptome genannt hatte. Super. :evil: Habe inzwischen gewechselt. Auch Gyn 2, zwar zugänglicher, nimmt aber nicht an, dass die Mirena schuld ist, aber die Erfahrung haben die meisten von Euch offenbar ja auch gemacht.
Ich wünschte, ich hätte sie niemals einsetzen lassen und hätte mich besser informiert. :oops: Jetzt versuche ich, irgendwie zu funktionieren in der Hoffnung, dass es irgendwann besser wird. Einige Symptome haben sich nach dem Ziehen aber auch bereits gelegt. Geholfen hat mir Zink und Magnesium, v.a. wg. des Herzstolperns. Ein Versuch mit Estrevia Gel und Utrogest hat mich nicht überzeugt, versuche es jetzt mit Mönchspfeffer. Für Tipps, was Euch geholfen hat und wie lange Ihr gebraucht habt, bis Ihr Euch wieder "normal" gefühlt habt, wäre ich sehr dankbar.
Wer hier mitliest und noch überlegt, ob die Mirena eine gute Idee ist - bitte Finger weg!! Ich weiß nicht genau, was bei ihr das Problem ist, aber sie macht offenbar aus gesunden Frauen in einigen Fällen sehr kranke.
Alles Gute für alle, Shannon

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