Mirena gegen Dauerblutung!

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korni07
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Mirena gegen Dauerblutung!

Beitragvon korni07 » 18.02.2013, 19:42

Bei mir hat die Mirena gegen eine Dauerblutung geholfen, die sich über einen Zeitraum von fast 2 (!) Jahren hinzog und mich fast in die Klapse gebracht hat!
Nach meinem 2. Kind hatte ich 10 Monate keine Periode, da ich voll gestillt habe. Aber dann: ich kann mich noch sehr gut an den Gang zur Toilette erinnern. Es war so schlimm, dass ich dachte, ich hätte gerade eine Fehlgeburt erlitten! Also direkt zum FA, der mich untersuchte und meinte, es sei ja nach einer solch langen Zeit ohne Blutung völlig normal, dass da einiges abbluten müsse. Ich war zunächst beruhigt nichtsahnend, was da noch auf mich zukommen sollte.
Die Blutung wollte einfach nicht aufhören. Nach über 2 Wochen dachte ich mir, dass da etwas nicht stimmen kann; das konnte keine normale Regelblutung sein. Also besuchte ich meinen FA erneut, der bei der Untersuchung per Ultraschall sehen konnte, dass meine Gebärmutterschleimhaut trotz der Blutung immer noch sehr hoch aufgebaut war. Er empfahl mir zunächst, die Minipille zu nehmen, die würde das Problem lösen. Obwohl ich eigentlich keine Hormone mehr einnehmen wollte, stimmte ich etwas ratlos zu. Ich sollte nach 3 Monaten Einnahme einen erneuten Termin machen.

In der darauffolgenden Zeit hatte sich, was die Blutungen betraf, nichts zum Positiven verändert - im Gegenteil: diese verstärkten sich zeitweise noch, so dass ich mich an manchen Tagen kaum aus dem Haus traute. Ich versuchte tapfer zu sein, was mir allerdings nicht immer gelang: 1 Schulkind, 1 Baby, 1 arbeitender Ehemann, den ich kaum zu Gesicht bekam. So langsam ging es mir an die Substanz. Nach 2 1/2 Monaten besuchte ich dann erneut meinen FA. Er war ziemlich erstaunt, dass die Untersuchung wieder eine voll aufgebaute Schleimhaut zeigte. Das nächste, stärkere Hormonpräparat sollte Abhilfe schaffen. Zusätzlich bekam ich ein Eisenpräparat in der höchsten Dosierung. Damit die Hormone ihre volle Wirkung entfalten konnten, sollte ich diese für mindestens 3 Monate einnehmen, danach wieder einen neuen Termin bei meinem Gynäkologen vereinbaren.

So sollte es dann noch mindestens 3 Mal ablaufen: Termin bei meinem Freund, dem Gyn., neues Hormonpräparat, 3 Monate warten usw. Mittlerweile ging es mir schon ziemlich bescheiden. Ich weiß nicht, wie oft ich mich ins Schlafzimmer verkrochen habe, um meine Strophen "runterzuheulen", damit meine Kinder nichts mitbekommen. Die vielen Hormone hatten ihre Spuren hinterlassen und ich war völlig lustlos, gereizt und depressiv. Die Dauerblutung hatte sowieso an meinen Kräften gezehrt. Die blieb - in guten Monaten hatte ich bis zu 4 Tage "frei". Das war dann schon toll. Mein FA war mittlerweile selbst schon fast verzweifelt angesichts der vielen Misserfolge und riet mir zwischendrin schon zu einem dritten Kind, da mein Körper extrem viel Östrogene produziere und dies sozusagen nach einem Kind "schreie". Das würde das Problem wahrscheinlich ganz ohne Medikamente lösen. Allerdings hatte ich bisher noch nichts von Selbstbefruchtung gehört, denn an GV war unter diesen Umständen gar nicht zu denken...

So kam es, dass ich mich eines Tages wieder in der Praxis meines FA befand und ich ihn heulenderweise darum bat, mich in die Klinik zu überweisen, um mir die Gebärmutter zu entfernen. Ich war einfach am Ende meiner Kräfte. Zu diesem Zeitpunkt war ich 38. Zu diesem Zeitpunkt kam das Thema Mirena wieder zur Sprache: viele begeisterte Frauen, keine Periode mehr usw. Da mir mittlerweile alles egal war, griff ich dann doch zu diesem "Strohhalm".

Fazit:
Als großes Plus muss ich sagen, dass sich nach einer Eingewöhnungszeit von ca. 1/2 Jahr die Dauerblutung erledigt hat, allerdings gibt es auch einige Nachteile, die mich mehr und mehr stören:

- unregelmäßige Blutungen (mal 4 Wochen keine, dann wieder alle 2 Wochen oder gar keine - schwanger oder nicht?!)
- sehr starke Unterleibsschmerzen jeden Monat vor und während der Periode, auch wenn gar keine eintritt
- Hautbild hat sich nachteilig verändert (viele Pickel, eher schon Knötchen)
- plötzlich starke Köperbehaarung an den unmöglichsten Stellen (Schenkelinnenseiten, Brust!).

So fühle ich mich jetzt nach ca. 3 Jahren Tragezeit in der Überzeugung bestätigt, dass zusätzliche Hormone für meinen Körper nichts sind und das Ding doch wieder raus sollte. Ich denke, ich gehe das in den nächsten Monaten an.

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