Mirena Alptraum

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daimio
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Mirena Alptraum

Beitragvon daimio » 09.03.2013, 17:13

Hallo,

ich habe im Mai 2011 mir auf Anraten meiner Frauenärztin die Mirena einsetzen lassen. Das Einsetzen war sehr schmerzhaft, aber nach sechs Wochen hatte ich keine Zwischenblutungen und Unterleibschmerzen mehr. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, dass die Spirale viel gesünder und besser sei als alle anderen Verhütungsmittel. Nach 16 Monaten ging es mit dem Alptraum los.
Im September 2012 traten folgende Symptome auf:

- Rückenschmerzen (vom linken Schulterblatt bis vor zum Rippenbogen)
- Brustschmerzen
- Herzrasen
- Kribbeln und Taubheitsgefühl vom Kopf bis zu den Füßen
- schwere akute Magenschleimhautentzündungen (festgestellt durch Magenspieglung)
- Augenmigräne
- Panikattacken
- Angstzustände
- trockene Haut
- Haarausfall
- Behaarung an den Oberschenkeln
- Zyste am rechten Eierstock
- Zyste an der Leber
- Zyste im Unterkiefer (wurde operativ entfernt)

Ich war von September bis November krankgeschrieben. Ich war dreimal im Krankenhaus und bei verschiedenen Ärzten in Behandlung, Internisten, Allgemeinmediziner, Frauenarzt, Orthopäde, Chirurg und Neurologe. Man nahm mir neunmal Blut für ein großes Blutbild ab und alle Werte waren in Ordnung. Aber ich sagte den Ärzten immer wieder, dass etwas mit mir nicht stimmt und das ich mich noch nie so elend gefühlt habe. Man sagte mir, dass ich nervlich angegriffen wäre und unter Burn Out leide. Ich sollte mit meiner Arbeit kürzer treten und mehr für mich tun. Ich verstand die Welt nicht mehr. Ich war fast 2 Monate krankgeschrieben und habe mich dann Mitte November auf Arbeit gequält, da ich keine Vertretung habe.
Durch die Magenschleimhautentzündung habe ich in innerhalb 3 Wochen 16 kg abgenommen, ich konnte nichts mehr essen und habe dann auch noch Blut gespuckt. Ich hatte keine Lust mehr und ich spielte mit dem Gedanken mir das Leben zu nehmen. Meine Eltern haben mich den ganzen Tag betreut, da ich nur noch Kreislaufprobleme hatte und öfters zusammenbrach.
Ich ging Mitte November zum Heilpraktiker und er sagte mir, dass das Kribbeln mit B Vitaminmangel zusammenhängen könnte. Ich sollte zu einem Arzt gehen und mir B12 spritzen lassen. Ich fragte mein Arzt, aber er meinte, dass es niemals B12 Mangel sein konnte, es könnte auch Multiple Sklerose sein. Ich sollte nächsten Tag nochmal vorbei kommen und da würde er nochmal Blut abnehmen. Ich bin nicht hingegangen.
Meine Freundin hat sich im Juni 12 auch die Mirena einsetzen lassen. Sie litt sofort unter Panikattacken, Bluthochdruck und auch dieses ständige Kribbeln im Körper. Ihre Leberwerte verschlechtern sich von Monat zu Monat. Sie war für drei Wochen krankgeschrieben und ihr war von Anfang an klar, dass es nur an der Spirale liegen muss. Sie informierte sich im Internet über die Nebenwirkungen der Mirena und so las sie dann die vielen Berichte von den betroffenen Frauen. Sie rief mich sofort an und gab mir die Seiten durch. Als ich die vielen Berichte las, bin ich erst mal zusammengebrochen. Ich hatte so eine Wut auf meine Frauenärztin, denn die Rote Liste war auch ihr bekannt und all die Symptome die da aufgeführt sind trafen ja auf mich zu.
Ich bin sofort nächsten Tag zu einem Frauenarzt gegangen und bat ihn, dass er mir sofort die Spirale ziehen soll. Er entfernte sie mir, aber er meinte, dass es niemals an der Spirale liegen kann und er wollte mir gleich ein neues Verhütungsmittel wie die Pille verschreiben. Ich sagte ihm nur, dass ich nie wieder Hormone zu mir nehmen würde und das ich das Vertrauen in die Ärzte verloren habe.
Das war am 17.12.12 und zwei Wochen später ging es mir schon viel besser.
Heute habe ich manchmal noch Schmerzen in der Schulter und am Rippenbogen und Augenmigräne. Kann mir vielleicht jemand einen Tipp geben, was man gegen diese Rippenschmerzen machen kann? Ich nehme manchmal noch Magnesium, B12 Vitasprint und B Komplex zu mir.
Ich hoffe, dass ich einigen Frauen mit meinem Erfahrungsbericht helfen kann.

Viele Grüße

1974 geboren und einen Sohn 18 Jahre

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