depressive Angstzustände, Innere Gefühlskälte, Gedankenrasen

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inderkrise
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depressive Angstzustände, Innere Gefühlskälte, Gedankenrasen

Beitragvon inderkrise » 05.11.2004, 10:09

Hallo ihr lieben!

mein benutzername sagt glaub ich eh schon alles und ich hab ihn auch schon in einem anderen forum benutzt, indem es um psychische probleme geht. is das nicht der hit, dass ich schon so weit war, mir zu überlegen, ob ich psychologische hilfe brauche?
meine leidensgeschichte ist folgende:
ich bin jetzt knapp 28 jahre alt, seit 5 jahren verheiratet und vor etwas über 3 jahren kam unser wunschkind auf die welt. ich bin noch immer studentin und da dacht ich mir, dass is doch die beste zeit zum kinder bekommen, mein mann verdient gut und auch so brauch ich mir dank meiner eltern keine sorgen wegen geld zu machen. ich war auch die schwangerschaft über sehr glücklich und auch nach der geburt liebte ich mein baby. wir waren einfach eine glückliche kleine familie ohne sorgen. das einzige kleine problem war die verhütung und da hat mir mein arzt mirena als das einzig wahre für mich empfohlen, nach einer geburt sei das das beste und es is ja alles so toll mit diesem ding. ich war gleich begeistert und hab mir nach durchsicht des "hochglanzprospekts" auch das ding einsetzen lassen. ich hatte nie größere probleme mit dem zyklus, mit hormonen oder in der schwangerschaft und so war das ding dann ca. 8 wochen nach der geburt drinn. ich hab den kleinen 8 monate gestillt, da gings mir - bis auf den nächtlichen schlafentzug - noch relativ gut, erst gegen ende der stillzeit, als ich es immer mehr reduziert habe, fingen meine probleme an. am schlimmsten sind für mich die depressiven angstzustände, die versagensangst, die innere gefühlskälte, die gednkenraserei, das dauernde schlechte gewissen allen und jedem gegenüber, der libidoverlust (mein mann und ich schlafen vielleicht 1x im monat miteinander), schmierblutungen so ca. die hälfte des monats, die rückenprobleme, die schlechte haut, die immer wiederkehrenden gelenksschmerzen. diese symptome sind der reihe nach langsam immer stärker aufgetreten.
anfangs schob ich das noch auch so eine art post-natale depression, aber jetzt is der kleine mittlerweil über 3 und es geht mir net besser.
ich bin also bald nach dem abstillen wieder zum frauenarzt und der hat mir dann mönchspfeffer verschrieben, der half aber nicht. ich hatte mit dem kleinen immer mehr stress, ich wurde mit meinem leben nimmer fertig und tu es bis heut net. im juni traf ich dann den entschluss, es kann nur an der hormonspirale liegen und ging zum fraunarzt. der erklärte mich an ort und stelle zum hypochonder und sagte ich solle mehr sport treiben. zu allem übel verkaufte und verschrieb er mir sauteure medikamente, die ich aber nach einem monat ohne jede wirkung selbst wieder absetzte. ich ging nicht mehr hin.
am aller, aller schlimmsten ist aber, dass ich mich vor lauter schlechtem gefühl und depression ständig frage, warum ich mir das kind "angetan" hab. wenn es die hormonspirale net is, muss es der kleine sein, denn sonst hat sich in meinem leben nix verändert. is das net furchtbar...ich fühl mich dann gleich wieder wie der letzte dreck und mit dem kleinen bin ich dementsprechend ungeduldig. ich liebe ihn, dass weiss ich, aber diese gedanken krieg ich net raus. und vor allem das gefühl, dass ich die schlechteste mutter auf der welt bin und ganz allein mit meinem problem.
vor einigen tagen hatte ich dann mit meinem mann wieder die leidige "ich hab keinen bock auf sex" diskussion und da ist auch die mirena wieder das thema gewesen. am nächsten tag ruft er mich von der arbeit an und sagt mir, ich soll mal bei diesem forum vorbei schaun und da is es mir wie schuppen von den augen gefallen. ich hab gestern eine neue fraunärztin angerufen und hab am 19. 11. den termin zur entfernung der spirale. ich hab panische angst davor, weil das einsetzten bei mir auch die hölle war...ich kannte schmerzen, da ich grad eine geburt hinter mir hatte, und im anschluss an das legen hatte ich arge kreislaufprobleme. ich habe auch ein komisches gefühl wie die ärztin wohl reagieren wird. ich würde mir gern was zur überbrückung des hormonverlustes verschreiben lassen.
na auf alle fälle hat euer/dein forum mit all den schrecklichen berichten bewirkt, dass mein mann erstmals über eine von ihm bis jetzt strikt abgelehnte vasektomie nachdenkt. ich und er wollen meinem körper nie mehr hormone von aussen antun!
ich dank euch fürs zuhörn und hoff auf ein paar hilfestellungen!
in der krise

ps: sorry das es so lang geworden is!!!

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dieSonja
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Beitragvon dieSonja » 05.11.2004, 10:53

Hallo,

Hab keine Angst vor dem Entfernen. Das ist echt nur ein kurzes Pieksen und schon bist Du das Ding los. Mit dem Einsetzen ist es überhaupt nicht vergleichbar!

Wenn Du mit der FA nicht diskutieren willst, sag doch einfach die Mirena soll raus, weil Du wieder in Kind möchtest. Du brauchst dich doch vor ihr nicht zu rechtfertigen!

Alles Liebe,

sonja

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Beitragvon Cookie » 05.11.2004, 13:21

hallo inderkrise!

kopf hoch, kopf hoch, kopf hoch!!!!!!!!!!

bei mir war es ähnlich mit den kindern: meint gott war ich immer ungeduldig bis sie endlich im bett lagen :(

in der ersten woche nach der mirena sind hier auch wunder passiert-
ich habe abends (wieder) vorgelesen wie ein weltmeister und zwar mit spaß daran, weil ich die RUHE dazu wieder hatte.

ein tolles gefühl:

ich finde es übrigens sehr wichtig, daß sich die partner hier auch durchlesen- denn die haben ja auch viel mitgemacht, mit uns "hormonfehlgesteuerten" und wenn sie dann mal lesen, daß ihre frau nicht die einzige ist, die "spinnt" ( ich drücke es jetzt mal etwas übersptzt aus), dann tut das der beziehung auch wieder gut!

wir werden es alle schaffen!
(und der tag an dem das ding vom markt geht, wird für mich der höchste feiertag hinter weihnachten :twisted: )

liebe grüße
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Ira
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Beitragvon Ira » 08.11.2004, 16:56

Hallo Inderkrise! :arrow:
Bei dem Namen bekomme ich ja auch Depressionen, nur vom Lesen.
Hast Du vielleicht auch schon einmal daran gedacht, daß der Körper nach einer Entbindung ziemlich ausgemärgelt ist? Dann kommt noch das Stillen dazu, man vergißt meistens selber zu essen....
Mit dem ersten Kind ändert sich doch einfach alles! Ich kenne das auch, daß mein Nervenkostüm nicht mehr das Beste war und ich war immer sehr ausgeglichen. Denk man z.B. an Vitamin-B-Mangel. Ich bin wahrlich kein Wunderprediger, aber ich habe es am eigenen Leib erlebt. Mittlerweile habe ich einen selbständigen Mann (nie zuhause) und 3 Kinder im Alter von 8, 3 und 2 Jahren. Zusätzlich zu meinen Kindern arbeite ich noch, hatte einen Pflegefall zu betreuen, im Moment reißen wir ein Haus ab und bauen anschließend auch noch. Trotz des ganzen Trubels bin ich superglücklich und bin, denke ich, eine super Mutter geworden. Meine Kinder sind auch sehr glücklich und wirklich pflegeleicht meiner Ansicht nach. Mein Empfinden überträgt sich natürlich auf die Kinder. Du kannst mir wirklich glauben, ich nehme seit gut einem Jahr Nahrungsmittelergänzungen pflanzlicher Natur, vor dieser Zeit war ich manchmal wie angestochen. Vitamin B macht unwahrscheinlich viel aus!
Gib doch nicht so schnell auf! Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute. Ira. :D

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