Mein Leiden - Mein Leben

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MIA1508
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Mein Leiden - Mein Leben

Beitragvon MIA1508 » 24.05.2013, 13:26

Hallo erst mal ich bin Mia, bald 38 Jahre, habe 2 Kinder (13 + 10 Jahre).

Zu meiner Vorgeschichte: Ich hatte immer sehr starke Monatsblutungen, schon von Beginn meiner ersten Regel an, daher wurde mir auch mit 16 Jahren schon die Pille verschrieben (Minulet), aber die Schmerzen, die Kreislaufprobleme und auch alles andere blieb. Im Jahr 1998 dann wurde mir geraten zu Wechseln, da die Schmerzen und Blutungen immer schlimmer wurden und ich teilweise für zwei Wochen ausser Gefecht war, zudem kamen starke Gewichtszunahme, depressive Verstimmungen, Angst- und Panikattacken, Gereiztheit, Abgeschlagenheit, Müdigkeit usw. usw. Ich wechselte also (MonoStep) und wurde trotz dieser Pille schwanger. Meine Tochter kam im April 2000 auf die Welt.
Mein FA empfahl mir damals sofort die Lovelle, da ich bei der Geburt und auch danach unter extrem starken Blutungen litt und ich damit alles besser in den Griff kriegen sollte.
Gesagt, getan, aber es ging mit damit zunehmend schlechter. Ich fühlte mich total überfordert, hatte Panik- und Angstzustände, war ein nervliches Frack.
Mir wurde dann das Implanon empfohlen, dieses ließ ich mir einsetzen und damit fing der ganze Horror erst richtig an, ich hatte Dauerblutungen, mein Eisenwert war auf dem Nullpunkt und ich kippte regelmäßig um.
Ein Hormontest zeigte dann, dass bei mir alles durcheinander geworfen war und mir wurde das Implanon sofort wieder entfernt, der Betrag wurde zum Glück zurück erstattet. Nach dieser Zeit hatte ich weiterhin die Nebenwirkungen, was ich heute auf den Entzug zurückführe.

Da wir damals dann erst einmal mit Kondomen verhüteten um meinem Körper eine Chance zu geben wieder einen normalen Hormonspiegel zu bekommen, kam es wie es kommen musste. Ich wurde schwanger, aber wie schon in der ersten Schwangerschaft ging es mir zunehmend besser und ich war so frei und aktiv wie nie zuvor.
Im Juni 2003 kam mein Sohn zur Welt.
Auch bei dessen Geburt und kurz danach, hatte ich wieder sehr starke Blutungen, man riet mir wieder zur Lovelle die ich aber ablehnte. Ich bekam erst einmal die MonoStep, danach die NovaStep, doch die Schmerzen und Blutungen blieben gleich. Man riet mir zum NuvaRing, diesen bekam ich aber auch damit wurde es nicht besser.
Da meine FA langsam aber sicher total verzweifelt und empfahl mir im Jahr 2008 die "Mirena", weil sie der Meinung war ich sei mit 33 Jahren noch zu jung für eine OP.
Das einsetzen tat nicht weh und die Blutungen hörten schlagartig auf, auch die Schmerzen waren wie weggeblasen. Ich fühlte mich vorerst befreit. Aber die Nebenwirkungen die ich durch all die anderen Präparate vorher schon hatte, wurden noch verstärkt. Ich fühle mich nun nach fünf Jahren Mirena immer noch wie ein körperliches und seelisches Wrack.
In all den Jahren bin ich von Arzt zu Arzt gelaufen, wurde als Hypochonder und Simulant abgetan. Ich kann/konnte an manchen Tagen nicht mal aufstehen.

Nebenwirkungen bis heute:

-Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten
-starke Stimmungsschwankungen
-Angst und Panikattacken
-Schmerzen, Kribbeln in Armen und Beinen
-drei Bandscheibenvorfälle
-Gewichtszunahme (15 Kg)
-Haarausfall
-fettige Haare
-Pickel in Gesicht und am Rücken
-Gereiztheit bis hin zu Wutanfällen
-Schilddrüsenfunktionsstörungen (derzeit Überfunktion)

Im August soll sie gezogen werden. Ich war gestern beim FA und habe eine Überweisung ins KH bekommen da ich definitiv keinen Kinderwunsch mehr habe und ich auch durch meine komplette Vorgeschichte keine Lust und Nerven mehr habe. Ich werde mir eine OP machen lassen, ob nun Ablation m. zusätzlicher Sterilisation oder Entfernung steht noch nicht fest.
Ich bin aber definitiv sicher, dass alles was ich seit meinem 16 LJ, an psychischen und körperlichen Dingen mit mir rumschleppe nur auf die Hormone in all den bisher eingenommenen Präparaten zurückzuführen sind. Da viele von Ihnen auch als Wirkstoff Levonorgestrel oder sogar noch stärkeres haben.

Eines weiß ich definitiv, nachdem ich lange recherchiert habe, ich werde keine Hormone mehr nehmen.

LG Mia

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