10 Jahre Horror - Finger weg von der Mirena !!!

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Kooper
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10 Jahre Horror - Finger weg von der Mirena !!!

Beitragvon Kooper » 03.11.2013, 14:26

Liebe Forumsgründerinnen,

ich möchte Euch zunächst meinen tief empfundenen Dank aussprechen, denn ohne Euch wäre ich NIEMALS darauf gekommen, dass zumindest ein Teil meines Elends aus dem in meinem Bauch befindlichen "Untermieter" resultieren könnte.

Ich habe lange gezögert, diesen Beitrag (den ersten in einem Forum !) zu schreiben, aber wenn ich auch nur eine einzige Frau vor dem Leid, das dieses Teufelsding erzeugt, bewahren kann, dann hat es sich gelohnt.

Meine Geschichte (lang, denn es geht um 10 Jahre):

Erste Pille mit 18 (Synphasec). Ich hatte dauernd Zwischenblutungen. Die Frauenärztin fand nichts dabei und versorgte mich weiter umsonst mit den in ihrem Schrank gelagerten Pillen.

Zweite Pille "Cilest". U. a. Schlechte Verträglichkeit der Kontaktlinsen.

In der Pillenpause 1999 den besten Mann der Welt kennen gelernt.

Kurzzeitig andere Pille verschrieben bekommen, Name nicht mehr bekannt. Keine langfristige Lösung, da starke Raucherin.

Wechsel zur Kupferspirale. Fortan 2 von 4 Wochen geblutet wie ein abgestochenes Schwein, extreme Schmerzen.

Frühjahr 2003: Der Frauenarzt pries mir den "super verträglichen, nur lokal wirkenden Mercedes unter den Verhütungsmitteln" an. Ich vertraute ihm. Vom ersten Tag an bekam ich meine Periode nicht mehr. Das fand ich toll ! Dass gleichzeitig auch alles andere an mir abgeschaltet wurde, habe ich erst nach Entfernung am 25.03.2013 gemerkt.

Sommer 2003: Ich wurde mit den Anforderungen im Beruf nicht mehr fertig. Alles wurde mir zu viel, ich litt unter der kleinsten Kritik und unvorhergesehenen Ereignissen. Bis dahin war Urlaub im Süden das Schönste auf der Welt für mich, im Herbst 2003 hatte ich dort plötzlich Ängste und Grübelzwänge. Zudem wurden aus den feinen blonden Haaren an meinen Unterschenkeln, die ich nie rasieren musste, dicke schwarze borstige Exemplare, die ich spätestens jeden 2. Tag entfernen musste. Und ich hatte den ganzen Rücken voller Pickel (die begleiteten mich 10 Jahre lang - jetzt sind sie weg). Nach Hause zurückgekehrt, wechselte ich im November 2003 den Arbeitgeber, versprach mir davon Besserung. Ich bin immer ein Mensch gewesen, der sich noch Extra-Arbeiten aufgehalst hat, sich aber deswegen auch als "besonders gute Mitarbeiterin" gefühlt hat. Ich hatte Abitur. War Handlungsbevollmächtigte. Seit dem Sommer 2003 fühlte ich mich nur noch wertlos, und sah dies auch allenthalben bestätigt. Ich ruderte immer schneller. Und auch der Stellenwechsel änderte nichts daran. Ich wurde immer unruhiger, schaffte immer weniger, kontrollierte alles x-mal und war nur noch unzufrieden mit mir, meinem Aussehen, meiner (selbst als nicht vorhanden wahrgenommenen) Leistung. Ich war nur noch froh, wenn man mir meine Ruhe ließ.

Anfang 2005: der erste massive Zusammenbruch. 2 Wochen krankgeschrieben, Empfehlung: psychosomatische Kur. Ich entschied, dass ich noch ein bisschen durchhalten könnte. Schließlich fehlte mir ja nichts, und ich "müsste mich einfach nur mal ein bisschen zusammenreißen".

Ab Mitte 2006 nahm ich Antidepressiva, da ich auch weiter eine Kur ablehnte, so aber auch kaum noch durchhielt.

Im Februar 2007 suchte ich mir eine Therapeutin mit dem Ziel, mir bei der Raucherentwöhnung zu helfen. Dies hatte man mir glaubhaft als Wurzel allen Übels eingeredet. Das Erstgespräch ergab, dass das Rauchen mein kleinstes Problem wäre. Wir begannen mit der Arbeit an mir, die sich inzwischen als Quelle eines weiteren Elends herausgestellt hat, denn wenn man nur lange genug an sich selbst arbeitet, weiß man irgendwann nicht mehr, wer oder was man ist.

Im Mai 2007 spitzte sich die Lage in der Firma zu. Ich schlief längst keine Nacht mehr durch, hatte Durchfall und Verstopfung im Wechsel, meine Schultern waren dauerverspannt (lassen sich bis heute nicht lockern), meine Rückenschmerzen quälten mich. Nun sollte ich ohne Extra-Bezahlung eine weitere Aufgabe übernehmen, für die ich nicht ausgebildet war (nicht zum ersten Mal), und ich schaffte doch meine Arbeit eh kaum noch und fuhr, wenn es ganz arg wurde, sogar nachts in die Firma, um der Berge Herr zu werden !

Ich wehrte mich nun nicht mehr und ließ mich darauf ein, eine psychosomatische Kur zu beantragen. Das halbe Jahr bis zur Aufnahme war die Hölle, der Ärztin dauerte es zu lange und sie versuchte mich ohne Absprache, woanders unterzubringen, und von allen Seiten wurde mir vermittelt, dass ich doch eigentlich nichts hätte, es anderen viel schlechter gehen würde und ich wohl einfach zu faul zum Arbeiten wäre. In meinem Elend fing ich immer mehr an, mich zu bestrafen. Ich zerstörte Dinge, an denen ich hing, und hatte so wenigstens einen Grund, mich schlecht zu fühlen.

Ende 2007 erfolgte der erste stationäre Aufenthalt. Ich arbeitete das Programm dort ab, denn was mir gut tat, wusste ich längst nicht mehr. Mein Körper war eine tote Hülle, die nur noch Schmerz wahrnehmen konnte. Ich nahm auch die Tabletten, die man mir dort gab, ohne selbst zu recherchieren (1. sie enthielten einen Wirkstoff, gegen den ich allergisch bin (was ich auch angegeben hatte), 2. die Mitarbeiterin der Herstellerfirma hat sich umgebracht, als sie das Zeug absetzen wollte, 3. "macht nicht dick" hat mir weitere 10 Kilo beschert und 4. "macht nicht abhängig" konnte ich durch die Höllenqualen, unter denen ich das Zeug später eigenmächtig abgesetzt habe, widerlegen. Seither prüfe ich übrigens ALLES, was man mir aufschreibt.) Kurz vor Ende brach ich dort zusammen, denn es ging mir trotz aller Bemühungen nicht besser, und ich war doch mit dem Ziel hingegangen, wieder voll arbeitsfähig zu werden ! Entlassen wurde ich u. a. mit den Diagnosen Burn-Out und Depression (und "chronischer Nikotinabusus" :mrgreen: ).

Ich wurde weiter krankgeschrieben, nahm auch weiter die Tabletten. Der Druck von außen wuchs, denn "eigentlich" fehlte mir ja nichts, und ich hatte ja Zeit ! Es müsste mir doch gut gehen ! Dass ich mit nichts mehr fertig wurde, auch der Haushalt und jegliche Termine/Verabredungen zu unüberwindlichen Hindernissen wurden, ich zudem weitere Zwänge, Grübeleien und Süchte entwickelte, konnte ich nie so recht glaubhaft in Worte fassen. Inzwischen zerstörte ich nicht nur Dinge und Bindungen, an denen mir eigentlich etwas lag, sondern schlug in Krisenzeiten auf mich ein, bevorzugt auf meinen Kopf.

Anfang 2008 wurden meine Darmbeschwerden so schlimm, dass meine Schwester mich nachts in die Notaufnahme fuhr. Dort wurde ich belächelt, ich hätte nichts. Ich glaubte es und hielt weiter aus, bis meine Ärztin mich im Mai 2008 zu einem Proktologen nötigte. Ergebnis: Notfalleinweisung, Operation am nächsten Tag, Entlassung mit 4 Befunden und den Worten, dass es kein Wunder wäre, dass ich Schmerzen gehabt hätte.

Mitte 2008 setzte ich eigenmächtig die Tabletten ab, denn 2 verschiedene Präparate hatten mir NICHTS gebracht. Diese Zeit wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht (oder doch, dem schon :mrgreen: ). Da es mir nicht besser ging, wurde ein zweiter stationärer Aufenthalt anberaumt, der Anfang 2009 stattfand und mir ein richtig fettes Trauma durch einen Mitpatienten bescherte.

Die Mirena hatte ich da schon fast 6 Jahre, und ich war länger nicht beim Frauenarzt, der sich zuletzt abwertend über meinen Körper geäußert hatte. Ich hatte inzwischen so viele Ängste, dass es unmöglich war, mich allen zu stellen. Jede Angst, der ich mich stellte, eröffnete mir nur eine Fülle von weiteren, denen ich mich einfach nicht mehr stellen konnte. Ich tat mein Bestes und war trotzdem grundsätzlich unzufrieden mit mir.

Ob es die nachlassende Wirkung der Mirena, das Absetzen der Tabletten oder der strikte Verzicht auf Alkohol war: ich nahm innerhalb von 12 Wochen fast 20 Kilo ab und war damit bei meinem Ausgangsgewicht (+/- 60 kg bei 1,80m). Wenigstens hasste ich mich nun nicht mehr wegen meines Fettes (das sich ausschließlich an Bauch und Hüften angesammelt, mir eine "adipöse Bauchdecke" beschert hat und Kommentare, ich würde wohl einfach zu viel fressen).

Am 17. März wurde ich mit der weiteren Diagnose "Borderline" entlassen. Am 6. April suchte ich eine andere Frauenärztin auf, der ich von den Klinikaufenthalten und den Diagnosen berichtete, die mir empfahl, "meine Nerven besser in den Griff zu bekommen" und mir dann ohne Betäubung ("das halten Sie schon aus !") die Mirena wechselte, das Geld kassierte und mir einen Termin zur Nachkontrolle gab. Den nahm ich noch wahr. Und ging dann nicht mehr zum Frauenarzt. Etwaige aus dieser Unterlassung resultierende Folgen verdrängte ich (und hatte, was das anging, auch wirklich Glück !).

Trotz diverser Therapiestunden, Seminare, alternativer Medizin, Akupunktur, Selbsthilfebücher - es ging mir nicht besser. Unter größten Seelenqualen gab ich nach und nach meine Hobbies und das Autofahren auf, denn ich traute mir nichts mehr zu und ich schaffte auch nichts mehr. Von jedem aus dem Weg geräumten Steinchen erhoffte ich mir Besserung, die sich aber nicht einstellte.

2011 suchte ich eine Heilpraktikerin auf. Auf einem langen Anamnesebogen erwähnte ich auch die Spirale. Ein halbes Jahr hörte ich, dass ich ja eigentlich "fit" sei. Die inzwischen immer wiederkehrenden Schwindelanfälle und die Herzrhythmusstörungen schob sie auf mein "neurotisches Verhalten". Nachdem ich das ein halbes Jahr durchgezogen und für den Mist auch noch bezahlt hatte (nicht zu knapp) brach ich ab.

Diese Erfahrung darf ich seit der Borderline-Diagnose übrigens überall machen: Ob es bei mir weh tut, brennt oder juckt: "es ist alles psychisch" oder: "das ist der Stress". Vernünftige medizinische Versorgung findet nicht mehr statt.

Im Februar 2012 gab ich dann meine letzte Krücke her: ich hörte mit dem Rauchen auf. Von bis zu 60 Zigaretten am Tag ohne Hilfsmittel auf 0, denn ich konnte nicht mehr. Mir war dauerschwindelig, ich hatte nur noch Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, morgens kam ich kaum aus dem Bett, weil sich meine Sehnen verkürzt anfühlten, Lärm und andere Menschen konnte ich überhaupt nicht mehr ertragen, meine Zähne verschoben sich, seelisch war ich ein Wrack. In den folgenden Wochen redete ich mir glaubhaft ein, dass der Rauchstopp das Elend beseitigt hätte. Die Herzrhythmusstörungen wurden auch tatsächlich erst mal besser.

Letztlich änderte aber auch das nichts. Von außen wollte man sich nicht mehr daran erinnern, dass man mir jahrelang eingeredet hat, wenn ich nur endlich das Rauchen aufgäbe, würde alles prima. Es ging mir auch nicht besser. Im Gegenteil: ich wurde immer fetter, hatte bei gleichbleibender Ernährung (vegetarisch mit Tee und Wasser) alle paar Monate richtige Gewichtssprünge, konnte das Essen auch einstellen und nahm trotzdem zu. Außerdem war mir nun auch noch täglich übel, ich konnte gar nicht so viel schlafen, wie ich müde war, ich wurde mir und anderen gegenüber immer aggressiver, hatte Sehstörungen und Schmerzen in den Extremitäten, das Fett drückte auf meine Blase, mit entsprechenden Auswirkungen.

Im Februar 2013 sprach ich meine Ärztin darauf an, dass es körperliche Ursachen für mein Elend geben müsste. Ich hatte ALLES versucht, lebte in einer schönen Wohnung, hatte einen tollen Partner, hatte einen Minijob angenommen und durfte dort wirklich positive Erfahrungen sammeln - und es ging mir einfach nur scheixxe ! Natürlich wurde ich belächelt. Da wäre nichts. Das wäre alles psychisch. Und der Stress (welcher ??????????????).

Anfang März 2013 setze sich in meinem von Grübelzwängen geplagten Hirn der Gedanke fest, dass ich ja schwanger sein könnte (ein Alptraum, so wertlos, wie ich mich fühlte !), und ich fing an zu googeln. Und traf SOFORT auf Eure Seite.

Ich habe hunderte von Berichten gelesen, nahm allen Mut zusammen und machte bei meinem "alten" Frauenarzt einen Termin für den 25.03.2013 zum Ziehen. Mein Blutdruck, der früher immer zu niedrig war, befand sich nun in besorgniserregenden Höhen. Den Zusammenhang meiner Beschwerden mit Mirena stritt er ab und erst als ich von meinen Dauer-Hitzewallungen berichtete, zog er sie mir. Ein Myom hatte ich nun auch noch. Er bat mich, nach 3 Monaten wiederzukommen, sofern ich bis dahin meine Periode nicht hätte, denn dann hätte ich kein Östrogen und das würde auch meinen desolaten Zustand erklären.

ENDLICH !!!!! Man nahm mich ernst ! Beschwingt verließ ich die Praxis, und es ging mir wirklich SOFORT besser. Das erste Mal seit 10 Jahren durfte ich wieder wahrnehmen, dass Frühling ist ! Ich roch und schmeckte besser, ich lachte wieder. Nur: meine Periode bekam ich nicht. Und nach 3 wirklich guten Monaten ging es wieder los mit der seelischen Abwärtsspirale. Im Juni 2013 schlug ich erstmals wieder auf meinen Kopf ein, weil ich mir anders nicht mehr zu helfen wusste.

Ich machte also im Juli wie abgesprochen einen Termin beim Frauenarzt. Was dort passierte, würde ich anderen nicht glauben, wenn sie es mir erzählen würden: Er begrüßte mich mit den Worten, dass ich ja die Mirena hätte ("äh nein, die haben SIE mir doch gezogen"). Wie ich denn jetzt verhüten würde. Auf meine Antwort hat er mich schallend ausgelacht. Als ich auf dem Stuhl lag, hat er sich über meinen "Waschbärbauch" ausgelassen, ich würde da wohl was falsch machen und zu viel essen. Beim anschließenden Gespräch hat er mir dann eröffnet, dass ich keine Probleme hätte, wenn ich die Mirena noch hätte. Und dass sie das Beste wäre, was auf dem Markt wäre. An den "Östrogenmangel" erinnerte er sich auch nicht mehr. Er wollte mir nun unbedingt Blut abnehmen, um Defekte an meiner Schilddrüse nachzuweisen. Nach all diesem Gelaber habe ich mich aber geweigert. Ich wollte keine weitere Diagnose ! Keine weiteren Tabletten schlucken ! Kein weiteres "was an mir alles scheixxe ist" hören ! Als ich noch wagte, das Diabetes- und Osteoporose-Risiko zu erwähnen, warf er mich aus der Praxis. Ich bin seither zu keinem Frauenarzt und auch zu keinem anderen Arzt mehr gegangen.

Mein Vertrauen ist erloschen. Ich habe immer noch 15 Kilo zu viel auf den Rippen, mein Bauch und meine Taille sind so dick, dass ich mich kaum noch nach unten bücken kann. Wenn ich mich im Spiegel angucke, ist da nur noch Hass. Ein weiterer Heilpraktiker nahm im Sommer 2013 eine Irisdiagnose vor, und riet mir dringend, mein Gewicht zu reduzieren. Dass ich schon alles probiert hatte, wollte er mir nicht glauben und diktierte mir einen Eiweiß-Diätplan, mit dem andere laut Internet 5 Kilo die Woche abnehmen. Ich habe nach 10 Tagen gerade mal 700 Gramm verloren, und mein Serotonin-Spiegel ging täglich weiter nach unten. Nach 12 Tagen schlug ich mir so sehr gegen den Kopf, dass ich Gedächtnisstörungen bekam. Ich konnte an nichts anderes mehr denken, als dass man mir ja doch wieder nicht glauben würde.

In den über 7 Monaten seit Mirena-Entfernung habe ich ein einziges Mal meine Periode bekommen. An den ersten 3 Tagen ging es mir trotz Schmerzen und Blutens so gut wie seit Jahren nicht. Das war im August. Seither kann ich beobachten, dass es mir dauer-mies geht, und jedes Mal, wenn die Periode fällig wäre, geht es noch ein Stück weiter abwärts. Erholungsphasen habe ich überhaupt nicht mehr und frage mich an den meisten Tagen, wozu ich überhaupt noch lebe. Ich empfinde mich selbst als Zumutung für meine Umwelt. Der dauernd vorhandene Selbsthass führt dazu, dass ich Menschen verletze, an denen mir etwas liegt. Eine Entschuldigung hat von keiner Seite stattgefunden, und ich habe es geprüft: ich habe die Spirale ÜBERALL angegeben.

10 Jahre haben Spuren in mir hinterlassen . Ich bin knapp 43 und habe Angst, mich nie wieder zu erholen.

Im Nachhinein scheint es schier unglaublich, dass ich in all den Jahren nicht ein einziges Mal geprüft habe, was man mir da eigentlich eingepflanzt hat ! Dass ich in all den Jahren alle Schuld bei mir suchte ! Dass ich immer noch mehr ruderte und jede Kritik an mir willig annahm ! Dass ich von Autogenem Training über Hypnose bis PME wirklich JEDE Entspannungstechnik kenne, und mir einreden ließ, dass ich mich einfach nicht genug anstrengen würde, sonst würde das schon wirken !

Ich möchte diesen wirklich langen Bericht auch dazu nutzen, meinem Partner meinen tief empfundenen Dank auszusprechen. Der wirklich beste Mann und Mensch der Welt hat immer zu mir gehalten. Hat mir trotz Schichtarbeit nie das Gefühl vermittelt, ich wäre "eine faule Sau". Und mich mit Gewichtsschwankungen von 20 kg immer lieb gehabt und mir immer das Gefühl gegeben, dass ich für ihn attraktiv bin. Zudem hat er lange Phasen meiner absolut toten Libido ausgehalten. Und mich und meine Stimmungen ertragen und erträgt sie bis heute.

Man hat mir lange eingeredet, dass "ein Borderliner ja nicht zu Beziehungen fähig wäre". Das stimmt nicht, und seit Entfernung der Mirena weiß ich das auch.

Danke mein Schatz, ich liebe Dich sehr, und das kann gerne jeder lesen !
Kooper, Baujahr 1970, in Partnerschaft, keine Kinder
1. Mirena 2003 - 2009, 2. Mirena 2009 - 2013


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a) die Gesundheit b) der Tod.
Drum hält der Arzt, auf daß ER lebe,
Uns zwischen beiden in der Schwebe.
Eugen Roth

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