Am Ende meiner Kräfte! Update!

Schreibe uns hier Deine Erfahrungen mit der Hormonspirale.

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Ise
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Am Ende meiner Kräfte! Update!

Beitragvon Ise » 28.01.2015, 14:25

Hallo,

heute möchte ich meine Erfahrungen zur HS weitergeben. Ich habe mir die HS im Oktober 2013 einsetzen lassen, aufgrund starker Mens den daraus folgenden Beschwerden. Schwäche Antriebslos, Änemie usw. Mein Hausarzt, als auch der FA haben mir eindringlich dazu geraten. Ich habe mir dann noch eine dritte Meinung bei einem anderen FA eingeholt der dem auch zugestimmt hat und gesagt hat „die starke Blutung bekommen wir nur mit Hormonen in den Griff“ So kam ich dazu.

Das einsetzen war etwas schmerzhaft, aber alles im allem auszuhalten. Nach ca. 8 Wochen bekam ich einen komischen Schwindel...ab zum Hausarzt.... HNO....Augenarzt... alles ok. Schließlich meinte der Orthopäde es käme von der Halswirbelsäule und ich bekam Massagen verordnet, auf Empfehlung einer Freundin wendete ich mich an einen homöopathisch angehauchten Hausarzt der mir Globuli gegen den Schwindel gab. Nach kurzer Zeit verschwand der Schwindel und ich fühlte mich im Frühling 2014 zusehends besser.
Das Beste war natürlich, dass ich keine Mens mehr hatte. Abgesehen von ein paar Schmierblutungen. Auch hatte ich langsam wieder das Gefühl, das ich mehr Energie bekam.

Im Sommer 2014 (ca. 8 bis 10 Monate nach dem einsetzen) fühlte ich mich allerdings nicht mehr so gut, ich empfand vieles als anstrengend, selbst das packen für den Sommerurlaub war mir zu viel. Ich wurde zunehmend übellauniger, auch nach dem Urlaub wurde es nicht besser. Ich war unzufrieden mit mir und der Welt, über alles und jeden machte ich mir Gedanken. (Ist mir erst hinterher nach dem lesen der Berichte hier aufgefallen, dass es wahrscheinlich auch von der Spirale kam, dieses Gedankenkreisen)
Eigentlich hätte ich hier schon hellhörig werden müssen....doch man schiebt es dann auf den Stress mit zwei Kindern, Haushalt, Garten....usw.

Im November 2014 1(13 Monate nach einsetzen) bekam ich auf einmal Herzrasen und Atemnot. Hä?? Was war das bitte? Ab zum Hausarzt..Schilddrüse...nein..Werte alle in Ordnung. Weiter zum Kardiologen, Internisten, Lungenfacharzt usw. ...“alles okay, sie sind gesund“ Ende November kam die erste Paniktatakten, per Rettungswagen ins KKH, nach drei Stunden ohne Befund entlassen. Anfang Dezember kam dann der totale Zusammenbruch, ich war fix und fertig, hatte Angst- und Panikattacken, Herzrasen, innere Unruhe, es war nicht auszuhalten. Wieder zum Hausarzt...das ist psychisch, Stressbedingt?! Hä?

Okay, dachte ich, vielleicht ist es das.... es gab in den letzten Jahren schon viele familiäre Probleme in meiner Herkunftsfamilie, aber mein Mann und ich und die Kinder, das war alles perfekt. Überweisung zum Psychotherapeuten...okay dann halt Psychotherapie. Gleichzeitig habe ich mir eine CD zum entspannen besorgt „Progressive Muskelentspannung“, welche ich fast jeden Tag mache.

Für Weihnachten 2014 und Silvester haben wir alles abgesagt und quasi auf der Couch verbracht. So viel Ruhe wie möglich...doch es hat sich nichts gebessert.
Morgens um fünf wache ich mit Herzrasen auf bin innerlich total angespannt, nervös und unruhig, als wenn ich morgen das Abitur schreiben würde. Meistens wird es zum Abend hin besser. Aber ich bin kaum in der Lage meinen Alltag mit den Kindern zu bewältigen. Ich habe Angst durch zudrehen.

Mitte Januar2015 wieder zum Hausarzt, am Ende meiner Kräfte. Antidepressivum und weiter zur Therapie. Kurz darauf fiel mir aus irgendeinem Grund wieder die Spirale ein. Ich fing an im Netz zu recherchieren und bin hier gelandet.... Ich habe darauf hin am 20 Januar2015 die Spirale ziehen lassen, was bei mir absolut schmerzlos war. Am nächsten Tag bin ich gleich zur Heilpraktikerin gegangen und habe Akupunktur machen lassen. Am zweiten Tag nach dem ziehen habe ich eine Abbruchblutung bekommen diese hielt ca. vier Tage an. Ich habe mich gut bzw. besser dabei gefühlt bis gestern, siebenter Tag nach dem ziehen, da bekam ich auf einmal wieder Unruhe, etwas Herzrasen und heute morgen bin ich wieder damit aufgewacht. Ich weis einfach nicht mehr weiter...ich hoffe so sehr das es besser wird.

Ich habe in den letzten Tagen viel im Netz recherchiert und gelesen zu Hormonen usw. In unserer Bücherei fiel mir zufällig ein Buch in die Hand „ Die Hormonkur „ von Sara Gottfried. Sehr interessant und aufschlussreich. Verdeutlicht viele Hormonelle-zusammenhänge.

Ich will mein Leben zurück!!

Viele Grüße

Ise

P.S: Zufällig habe ich vor ein paar Tagen mit einer Mutter im Kiga gesprochen, die ebenfalls Beschwerden mit der Mirena hatte und sich diese nach einem Jahr ziehen lies.
Ich möchte nicht wissen wie hoch hier die Dunkelziffer der geschädigten Patientinnen ist und wie viele Frauen Beschwerden haben ohne dass sie einen Zusammenhang mit der HS sehen bzw. dieses medizinisch festgestellt wird.

1. Update fast 6 Wochen nach dem Ziehen!

Mir geht es besser, noch nicht wieder gut, aber doch besser! :) Viele Beschwerden haben sich gebessert!

Mein Herzflattern ist so gut wie weg. Nur selten stolpert mein Herz nochmal. Ich habe wieder Lust auf meinen Mann :) Meine Haut hat sich zu 100% verbessert! Die innere Unruhe ist weniger geworden ich schaffe wieder den Alltag mit meinen beiden Kiddies :D Zwar bin ich am Ende der Woche noch ziemlich erschöpft und froh wenn Wochenende ist und mein Mann mir wieder etwas mit den Kiddies helfen kann. Aber ich bin nicht mehr so nervös. Es ist einfach insgesamt besser geworden. Ängste kommen immer mal wieder hoch, aber es war nie wieder so schlimm, wie mit der Spirale oder unmittelbar nachdem ziehen.

Ich habe über die Hormonselbsthilfe / Frau Buchner eine Heilpraktikerin in Hamburg gefunden die sich mit diesem ganzen Thema auskennt und habe dort wertvolle Hilfe erhalten.

Ich mache zur Zeit eine Ausleitkur mit " Schüssler Salzen" und nehme div. versch. Vitamine, Mineralien usw. (Alles hier genannte wie z.B. Vit. B6, B12, Magnesium usw.) Zudem versuche ich viel zu trinken und mich von frischen Obst und Gemüse zu ernähren. Ich hoffe das mein Körper bald wieder in der Spur ist und ich das Kapitel Mirena aus meinem Leben streichen kann. Es war bzw. ist eine ganz schlimme Erfahrung gewesen.

Ich hoffe ich kann aus dieser Krise, dass gute für mich mitnehmen, wie z.B. sich mehr Zeit für sich und seinen Körper nehmen und öffter mal den Alltag und Streß vor der Tür lassen! Morgen ist auch noch ein Tag. :mrgreen:

Viele Grüße

Ise

P.S. Ich werde weiter berichten!
Mama (36J) von 2 Kindern (6J und 2J), Mirena von Okt.13 bis Jan.15

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