Unter'm Strich: Besser nicht!

Schreibe uns hier Deine Erfahrungen mit der Hormonspirale.

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beverena
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Unter'm Strich: Besser nicht!

Beitragvon beverena » 23.02.2015, 19:27

Obwohl es schon so viele Jahre besteht, habe ich dieses Forum erst heute (!) entdeckt und möchte allen Frauen, die darin über ihre Erfahrungen berichten, für diese Offenheit danken. In Sachen Mirena gleichen sich die Berichte trotz aller Unterschiedlichkeit in einigen wesentlichen Punkten, die auch ich bestätigen kann: Diese HS wird ärztlicherseits als mild (da nur lokal wirkend), gut verträglich und ausgleichend (z.B. bei starken, unregelmäßigen oder schmerzhaften Blutungen) empfohlen. Ganz unwahr ist das nicht, und viele Frauen entscheiden sich dann auch leichten Herzens dafür - in dem Glauben, gut und kompetent beraten worden zu sein.

Der erste "Dämpfer" tritt mitunter allerdings schon beim Legen von Mirena auf, das je nach individueller Schmerzempfindlichkeit sowie Kompetenz des/der FA als mehr oder weniger "schlimm" empfunden wird. Ich selbst habe diese Erfahrung inzwischen zweimal bei jeweils unterschiedlichen Ärztinnen erlebt: Einmal wirklich nur als kurzes, heftiges Ziehen (anziehen konnte ich mich danach noch, heimfahren jedoch nicht mehr selbständig); zuhause folgten dann zwei Tage Bettruhe mit üblen "Bauchschmerzen". Beim zweiten Mal gab es zwar keine Folge-Beschwerden, jedoch war das Legen selbst äußerst schmerzhaft - hier empfindet, wie gesagt, sicher jeder anders. Körperlich vertragen habe ich die Spiralen jeweils recht gut - dachte ich jedenfalls bis heute.

Keine Reizbarkeit mehr vor "den Tagen" und nach einigen Wochen sogar völliges Ausbleiben der Regelblutung, was von vielen ja als sehr angenehm empfunden wird. (In diesem Zusammenhang stellt sich allerdings doch die Frage, wie stark solch ein Hormon-Präparat wohl wirken muss, wenn es einen so tief verwurzelten, natürlichen (und sogar reinigenden) körperlichen Ablauf wie die Menstruation komplett auszuhebeln vermag.) Allerdings bekam ich über die Jahre eine sehr auffällige, unschöne, stark entzündete Gesichtshaut sowie starke Depressionen in immer kürzer werdenden Abständen - von einer kontinuierlichen Gewichtszunahme (inzwischen immerhin 20 kg bei nicht geänderten Alltagsbedingungen) und dem Gefühl völliger sozialer Isolation einmal ganz abgesehen.

Trotz Abratens meiner FA, die hier keinen Zusammenhang sieht und von der Wirksamkeit des Produkts vollkommen überzeugt ist, habe ich mich vor diesem Hintergrund nun für das vorzeitige Entfernen meiner zweiten Mirena entschieden und hoffe, auf diese Weise mein seelisches wie körperliches Gleichgewicht nach und nach wiederherstellen zu können. "Beweisen" lassen sich diese Zusammenhänge natürlich nicht - aber die vielen gleichartigen Beiträge in diesem Forum lassen einen doch hellhörig werden und gleichzeitig aufatmen, weil es einem plötzlich "wie Schuppen von den Augen" fällt. Daher lautet mein Fazit: Unter'm Strich lohnt sich diese Art der Empfängnisverhütung bzw. "Hormontherapie" eher nicht.

Alles Gute von beverena, Mitte Vierzig, ein Kind

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