Mal überwiegend PRO-Mirena. - UPDATE: Jetzt ist sie weg.

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Ahsoka
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Mal überwiegend PRO-Mirena. - UPDATE: Jetzt ist sie weg.

Beitragvon Ahsoka » 18.04.2015, 08:28

Guten Morgen.
Nachdem ich zunehmend verunsichert war ob es sein kann, dass sooo viele Frauen Probleme mit der Mirena haben, nur ICH nicht, und täglich mehr daran gezweifelt habe, dass meine "kleinen" Veränderungen wirklich NICHT von der HS her rühren, habe ich sie mir am 20.5. ziehen lassen.

Letztlich - ging es mir zwar gut, während der 6 Monate mit, aber die Veränderungen waren dann doch deutlich und mir suspekt weil... ich in vielem so wenig mehr ich selber war: absolut niedriger Energielevel, vorher war ich eher hyperaktiv, jetzt fast ein Bewegungsmuffel, keine Lust mehr auf Laufen, abends nur noch ab ins Bett, zwar auch sehr ausgeglichen, aber SO ruhig, dass ich mich nicht mal mehr groß über irgend etwas aufregen konnte, also fast - emotionslos, würde ich sagen.

Seit Mittwoch Abend habe ich eine mega starke Blutung, ich frage mich, wo das ganze Blut herkommen kann, sorgt doch die HS dafür, dass sich die Gebärmutterschleimhaut gar nicht richtig aufbauen kann?! Zuletzt hatte ich meine Tage ja GAR nicht mehr. Und bin mit dem Gefühl fast - geplatzt. Ich freu' mich, dass "es läuft" :-) Direkt am nächsten Tag - hatte ich endlich auch mal wieder LUST zu laufen! Und siehe da, es lief.... Leicht und locker... und nicht gequält jeder Schritt wie die letzten Monate. Außerdem tat mir hinterher nicht, wie seit der HS, der Hintern/die Knochen weh!!!! GANZ erstaunlich... Ich war jetzt ohne Motivations- oder andere Probleme gleich 3 Tage nacheinander joggen!!! Vor 7 Wochen ist mein rechtes Knie schmerzhaft geworden, Verdacht auf Außenmeniskus-Schaden. Ich bin gespannt, ob sich hier auch etwas tut... Ich war seit der Mirena morgens immer um 5 wach, was ich auf meinen neuen Job geschoben habe, innere Uhr halt, der Wecker geht um 5:15. Prompt am 1. Tag ohne Mirena: bis 7 durchgeschlafen :lol: Und das hält grade an (ok 3 Tage sind nicht sehr aussagekräftig).
Verwundert bin ich, auch wenn es erst 3 Tage her ist, dass ich so - appetitlos bin... Ich kehre zurück zu meinen "Gelüsten" VOR der Mirena: jede Menge Obst... Das war im letzten halben Jahr völlig anders, Äpfel habe ich da so gut wie nie gegessen, war plötzlich nicht mehr Meins ... :shock:
Insgesamt fühle ich mich, wie ich es hier auch schon gelesen habe, leichter. ErLEICHTert ... schwer zu beschreiben. Ich warte mal ab und berichte. Absolut froh bin ich, dass ich nicht mehr ständig überlegen brauche, ob ich nun so bin, wie ich bin, oder durch die Mirena verändert. Da haben natürlich die ganzen negativen Erfahrungsberichte zu bei getragen, und ich bekenne mich dazu, leicht hypochondrisch veranlagt zu sein. Wenn mein Kopf zweifelt... ist jeder Versuch zwecklos.

Wirklich, ich habe der Mirena eine Chance gegeben, evver et jeeht nit. Spätestens vor 4 Wochen, als ich dann auch noch ständige Rückenschmerzen im Becken-/Ledenbereich bekam (ich habe mein Leben lang noch NIE Rückenbeschwerden gehabt!), war's vorbei mit Geduld und Zuversicht.

Das ist mein letzter Hormon-Versuch gewesen, ein sehr teurer, doch die Entscheidung - auch, wenn es mir jetzt nicht so RICHTIG RICHTIG schlecht ging - allein dafür, dass mein Kopf Ruhe gibt - war goldrichtig.
Allen alles Gute!
Ahsoka.

Ach nochwas: ich hatte in den Monaten seit Mirena zunehmend das Gefühl, dass mein HIRN aufweicht!!! Ich konnte keinen komplizierten zusammenhängenden Gedanken mehr fassen! Nur noch in kleinen Zeitabständen denken und planen!! Ständig - Dinge vergessen, völlig überfordert mit z.B. sowas stink normalem wie Kindergeburtstags-Geschenke, oder auch mit der Zettelflut aus zwei Schulen, Termine koordinieren, NIXXXX ging mehr, was vorher ging. DA bin ich sehr gespannt, ob mein Kopf wieder klar wird, und ob das tatsächlich an dieser ach-so-niedrigen Hormondosis in meiner Gebärmutter lag.
_______________________________________________________________________________________ :D



Guten Morgen, ich bin 41, habe zwei Kinder, hatte nach Jahren mit der Kupferspirale immer viel zu starke Blutungen und Schmerzen und habe nach ca. 6 Monaten ohne Verhütung mir die Mirena einsetzen lassen. Trotz Bedenken, im web finden sich ja fast ausschließlich negative Berichte. Einzig meine Nachbarin machte mir Mut und sagte "Jederzeit wieder, beste Entscheidung ever."

Das Einsetzen fand ich sehr schmerzhhaft.
Die ersten 3 Tage war mir kotzübel als wäre ich schwanger und ich war kurz davor, sie mir direkt wieder ziehen zu lassen, trotz der horrenden Kosten. Meine Nachbarin machte mir wiederum Mut und riet zum Durchhalten, und siehe da, nach Tag 4 war die Übelkeit verschwunden. Bei der ersten Kontrolle nach Einsetzen berichtete ich darüber meiner Frauenärztin, die sehr verwundert war, denn von solch starker Übelkeit hatte sie noch nie gehört. Dazu muss ich sagen dass ich wohl auch sehr empfindlich bin, was Hormone angeht, weswegen ich eiiiigentlich nie wieder hormonell verhüten wollte. Vielleicht hat da mein Kopf auch rebelliert, ich bin so 'ne Psychotante.

Ich hatte ca. 3 Monate lang schmierige Zwischenblutungen, kein richtiges Blut aber mehrere Tage am Stück. Danach - nicht mehr. Zwischenschmier komplett weg. Allerdings auch die normale Scheidenfeuchtigkeit; früher merkte ich meinen Eisprung immer sehr deutlich am Vaginalschleim und bin eigentlich nie ohne Slipeinlagen ausgekommen.

Heute, knapp 6 Monate später, geht es mir gut, finde ich. Ja, es gibt Veränderungen, die aber auch anderweitig bedingt sein können, da ich ziemlich zeitgleich meinen Job gewechselt habe und sich VIEL verändert hat. Es gibt so viele Faktoren, die sich gegenseitig beeinflussen könnten, ich finde es wichtig, nicht einfach alles auf die Hormonspirale zu schieben. Und sich nicht durch die vielen Schreckensberichten im Netz verunsichern zu lassen... Google mal nach Kopfschmerzen, da haste gleich nen Hirnturmor! Jeder Körper ist anders, und vor allem wird Frust viel schneller öffentlich gemacht als positive Erfahrungen!!!

Im Großen und Ganzen lässt sich meine Veränderung so beschreiben: ich bin viel viel viel ruhiger, gelassener, entspannter, müder, ausgeglichener, humorvoller ... geworden. Viel weniger Stimmungsschwankungen. Keine Hochs, keine Tiefs. Gleichbleibendes Level. War ich früher vor meinen Tagen 3-4 Tage unausstehlich und ständig genervt von den Kids, ist es heute maximal noch 1 Tag. Und das auch nur sehr sehr leicht. Da ich so ne Psycho-Tante bin und immer viel mit psychosomatischen Problemen zu tun hatte, sehe ich diese Veränderung für mich positiv. Ich bin nicht mehr so hibbelig, ich kriege keine Höhenflüge mehr, keine Mega-Depris, gehe viel - entspannter, tatsächlich durch's Leben. Meine Tage habe ich noch immer, auch sehr regelmäßig, und was mir super gefällt ist, dass sie ganz schwach sind, ich komme mit Slipeinlagen durch statt alle zwei Stunden den Tampon wechseln zu müssen.
Trotzdem gibt es Punkte, die mich durchaus nachdenklich machen:

- leichte Gewichtszunahme, bzw. sagen wir, Körperveränderung, denn mehr als 2-3kg sind das sicher nicht. Vor allem am Bauch, ich hatte nie Bauch *grummel*, bin ich runder geworden, Po+Hüfte. Allerdings habe ich auch mehr Appetit und gebe dem auch nach (ohne schlechtes Gewissen, das ist bei mir auch eine positive Veränderung 8) , mache weniger Sport, immer diese Quälerei ist ja auch nix auf Dauer :P
- ich habe das Gefühl, ich bin müder als zuvor. DAS mag aber auch am neuen Job liegen, der im Gegensatz zu dem davor mich auch körperlich fordert.
- Sport fällt mir viel viel schwerer. Ich bin passionierte Joggerin und es gab früher kaum Tage, an denen ich keine Lust hatte, laufen zu gehen, eher im Gegenteil. Ich war bis kurz nach Einsetzen der Mirena auch ziemlich fit, gutes Tempo, super Kondition. Das hat sich geändert: der Bewegungs-Drang ist weg. Laufen ist viel schwerer und anstrengender geworden. Mir tun auch nach jedem Lauf die Knochen im Po weh, also kein Muskelkater, sondern richtig - die Knochen. Das hatte ich noch nie vorher, Ursache dafür kann natürlich auch einfach der deutlich geringere Trainingsumfang sein, oder andere Laufschuhe, oder mehr Gewicht, oder mehr Bewegung im Job, oder oder ... Gewichtszunahme kann natürlich auch auf viel weniger Sport zurück zu führen sein, siehe oben.
- auch ohne Partner fällt mir auf, dass ich kaum Lust auf Sex habe. Das war ohne Verhütung bzw. auch unter der Kupferspirale anders.

Die Veränderung im Sport nervt mich am meisten. Zumal ... damit ja auch viel figürliches/Gewicht zusammen hängt... Wobei auch DAS an sooo vielem anderen liegen kann ...

Derzeit überwiegen noch die positiven Aspekte. Und natürlich die Tatsache, dass ich zusätzlich zum Preis der Mirena noch fast 200 Euro für's Einsetzen bezahlt habe (ja, ich weiß, Wucher, erkundigt euch ruhig bei verschiedenen Gyns nach dem Behandlungspreis!). Mal eben knapp 400 Euro in die Tonne kloppen will ich mir doch gut überlegen.

Also. Ich find's wichtig, dem Körper (und mir) Zeit für so eine hormonelle Umstellung zu geben, die durchaus 6 Monate dauern kann. Und auch zu gucken, wie es bei MIR ist, denn ich bin ja nicht die anderen :shock:

Lasst's euch gut gehen,
Grüße,
Elke

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