Herzrasen, steter Unruhe, Schlaflosigkeit gekrönt von Panikattacken

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Herzrasen, steter Unruhe, Schlaflosigkeit gekrönt von Panikattacken

Beitragvon registriert » 19.02.2016, 14:02

Hallo,
Ich habe mich entschlossen mal meine Mirena Geschichte hier einzustellen, da ich der Meinung bin das ich als Langzeitträgerin mich hier objektiv äußern kann.
Den genauen Zeitpunkt weiß ich heute nicht mehr genau, aber ich weiß das es so zwischen meinem 30igsten und 35 Geburtststag gewesen sein musste als ich meine erste Mirena gelegt bekommen habe.

Ich erinnere mich schmerzlich an diese Zeit, die ja eigentlich die beste in einem Frauenleben sein sollte. Doch ich war in dieser Zeit geplagt von Herzrasen, steter Unruhe, Schlaflosigkeit gekrönt von Panikattacken. Das ganze zog sich eigentlich durch meine 30iger Jahre doch ganz massiv war es zwischen 30 und 32. Ich war verheiratet und hatte eine kleine liebe Tochter und einen guten Mann.
Nach etlichen Arztbesuchen mit EKG's, CT von Kopf und Organen, Blutuntersuchungen ect. war mein Hausarzt am Ende seines Lateins und verordnete mir Betablocker damit wenigstens mein Herzrasen in normale Frequenzen gelenkt wurde. Von diesen bekam ich aber Herzstolpern und somit noch mehr Angst. Ich erinnere mich an eine besonders schlimme Panikattacke, die versetzte mich in solch eine Todesangst das ich wie ein Tiger im Käfig nur noch durch die Wohnung strich. Mir wurde schwindelig und der Boden unter meinen Füßen schwamm.
Ich ging zu meiner Mutter die in der Wohnung nebenan wohnte und drückte ihr das Babyfon in die Hand.
Meine Tochter die zu dieser Zeit so 2 oder 3 Jahre gewesen sein musste, hielt gerade ihren Mittagsschlaf.
Ich gab also meiner Mutter das Babyfon und fuhr, überzeugt davon schwer krank zu sein, zu meinem Gynäkologen. Ich wusste mir irgendwie keinen Rat mehr und dachte das er mir vielleicht helfen könnte.
Angekommen in der Praxis strich ich zwischen dem Wartezimmer und der Empfangstheke hin und her. Es war die
Hölle! Mein Arzt erkannte direkt meine Not und fragte mich nach familieren Problemen.
Keiner kann sich vorstellen, der so etwas noch nie hatte, wie man sich fühlt in solch einer Attacke. Wenn man unter einer Angststörung leidet dann zermartert man sich das Hirn nach Gründen für diesen miesen Zustand. Man greift in solchen Situationen nach jedem Strohhalm, sprich Grund, der einem helfen könnte. Bei mir wares viele vermeidliche Gründe, die sich leztendlich, aber zum Glück alle als falsch erwiesen haben.
Mal war es Kaliummangel :?: dann war es ein Hirntumor :?: dann war es das Herz :?: oder Vitaminmangel :?: oder...oder...oder... Tja und nun war ich bei der Pille angelangt, die ich bis dato nahm :idea: Ich sprach dann meinen Arzt auf diesen möglichen Zusammenhang an, und da ich zu diesem Zeitpunkt auch starke Raucherin war riet er mir zu der Mirena.
Als ich nun diese Spirale hatte ging es mir weder besser noch schlechter.
Was ich damit sagen will, ist das wenn ich die Mirena vor meinen Angstzuständen schon gehabt hätte, wäre das natürlich auch ein Grung für mich gewesen, so war es die Pille, die aber in meinem Fall, als starke Raucherin natürlich wirklich nicht mehr das Mittel der Wahl war.
Irgendwann hatte ich meinen Zustand so satt, das ich mir dann mal eine andere Strategie überlegte. Ich dachte was wäre wenn es gar keinen organischen Grund für meinen Zustand gab :idea: als ich mich mit diesem Gedanken angefreundet hatte, fing ich an zu recherchieren. Damals bei weitem nicht so einfach wie heute, im Zeitalter des www.
Ich ging in den Buchhandel und besorgte mir einschlägige Literatur. Ich fing an einiges auszuprobieren, Sport wie zum Beispiel Laufen oder Aerobic Kurse, und langsam merkte ich das alleine diese Beschäftigung mit dieser Thematik mich von meinen eigentlichen Problem ablenkte. Letzendlich habe ich durch Entspannungstechniken und einfach nur die Einsicht das dass sich alles nur in meinem Kopf abspielt, gelernt mit dieser Krankheit bzw Störung zu leben.
Heute kriecht immer mal wieder diese Angst ans Tageslicht, das signalisiert mir dann das ich vielleicht etwas kürzer treten sollte, oder auch in meinem Leben etwas ändern sollte. Das muss nichts großes sein. Manchmal reicht es schon z.b. einen Kochkurs oder einen neue Sportart anzufangen egal was, einfach etwas mit dem man sich positiv beschäftigen kann/will.
Aber auf keinen Fall sollte man nach Strohhalme greifen die es nicht gibt.
Ich habe nun die vierte Mirena seit letztem Frühjahr liegen und ich hatte zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Nebenwirkungen, außer diese üblichen halt ein paar Krämpfe nach dem Einsetzen oder auch leichte Blutungen ein paar Tage danach.
Ich war und bin weder übergewichtig, habe keine chronischen Erkrankungen und habe auch nach 30jähriger Partnerschaft, immer mit dem selben Partner, ein erfülltes Liebesleben.

Fazid- Ich kann nur jedem die Mirena empfehen.
:wink:

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