1,5 Jahre Jaydess, von Zwischenblutungen und Stimmungsschwankungen

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Emy_Flausch
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1,5 Jahre Jaydess, von Zwischenblutungen und Stimmungsschwankungen

Beitragvon Emy_Flausch » 13.12.2016, 14:27

Hallo Mädels,

hier eine Zusammenfassung meiner Erfahrungen mit Jaydess und hormonellen Verhütungsmitteln allgemein.
Vorab: ich bin 31, habe noch keine Kinder.
Seit meinem 15 Lebensjahr habe ich für ca. 7 Jahre mit der Pille Belara verhütet. Gegen Ende dieser Zeit habe ich regelmäßig Zwischenblutungen bekommen und dann auf Anraten meines Frauenarztes zur Yasmin gewechselt. Soweit ich mich erinnere, sind beide Pillen mit einem hohen Östrogenanteil (der Haut wegen).
Dann kam eine Zeit ohne Verhütung (es ging mir blendend, sowohl was meinen Zyklus betraf, als auch was die Stimmung anging).
Mit einer neuen Partnerschaft habe ich dann nach ca. 3 Jahren Pause wieder mit der Yasmin begonnen. Während der Einnahmepause von 7 Tagen hatte ich IMMER starke Kopfschmerzen bishin zu Migräne, so dass ich vereinzelte Tage arbeitsunfähig war. Auch die Zwischenblutungen kamen wieder. Gekrönt wurde das Ganze von leichten Panikattacken Sonntagnachmittag auf der Couch (also ohne wirklichen Auslöser an einem völlig entspannten Wochenende).

Meine Frauenärztin riet mir dann zur Jaydess. Auf dem Papier klingt das auch alles angenehm und sorgenfrei. Eventuell drohende Pickel, etc. wurden gern in Kauf genommen, wenn nur die Kopfschmerzen mal aufhören. Also habe ich mir die Jaydess im Juni 2015 einsetzen lassen. Die erste Periode mit Jaydess war begleitet von starken Krämpfen (wenigstens keine Migräne) kurz vor der Blutung. Das waren aber auch die einzigen Schmerzen im Zusammenhang mit der Spirale. Nach ca. 6 Monaten war ich dann auch die unregelmäßigen Zwischenblutungen los. Es blieb allerdings bei regelmäßigen Zwischeblutungen kurz nach dem Eisprung und grauenvoller Laune kurz vor der Periode. Irgendwie akzeptabel - für ein paar Monate.

Im Verlauf der Zeit und inzwischen existierendem Kinderwunsch wurde ich aber dennoch etwas unruhig und habe mir die Spirale nun Anfang Dezember ziehen lassen - seit dem habe ich mehr oder wenige starke Blutungen obwohl meine Periode erst diese Woche einsetzen sollte. Nun ja - bleibt abzuwarten ob das irgendwann aufhört...

Meine Hauptbedenken sind aktuell, ob mit meinen Hormonen wirklich alles stimmt. Rückblickend hätte ich mich gern eher gegen hormonelle Verhütung entschieden. Warum? Eine Zykluslänge von 26 Tagen, Zwischenblutungen, ein erhöhter TSH-Wert der auf eine latente Schilddrüsenunterfunktion hindeutet.
Während der Pille lag der TSH-Wert sogar bei knapp 6. Internist und Allgemeinmediziner haben mir einen Zusammenhang zwischen Pille und Schilddrüse nie bestätigen wollen, ich will das für mich aber nicht einfach so akzeptieren. Das Internet ist voll mit Halbwissen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sämtliche Vorgänge im Körper von einem derartigen Eingriff in den Hormonhaushalt unbeeinflusst bleiben.

Am Ende muss jede Frau selbst entscheiden wie und ob sie zu Hormonen greift. Ich habe für mich entschieden, dass meine Hormone mich schon so gut genug im Griff haben, dass ich nicht noch mehr Einfluss darauf nehmen will. ;)
Meine Erfahrungen sind als weder überschwänglich negativ noch positiv.

In diesem Sinne freue ich mich auf den ersten Zyklus OHNE Jaydess und ein baldiges Einpendeln des selbigen. :)

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