Ende in Sicht?

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apo
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Ende in Sicht?

Beitragvon apo » 27.02.2017, 20:38

Hallo Zusammen

Ich bin schockiert, wenn ich alle diese Beiträge lese.. und gleichzeitig auch etwas erleichtert zu sehen, dass ich nicht die Einzige bin. Ich bin 31 Jahre alt und habe seit ich 15 bin Pillen und Spiralen "konsumiert".. Diane 35, Yasmin, Mirena und dann Jaydess.. Mir ging es auf künstlichen Hormonen immer sehr gut (auch psychisch), bis ich gegen Ablauf von Mirena plötzlich Lagerungsschwindel bekam, sehr unangenehm. Dann liess ich mich überreden, Jaydess auszuprobieren und dann fingen die Probleme richtig an.. Schwindel, angeschwollene Schleimhäute in der Nase.. Ich schob zunächst alles auf den Heuschnupfen (welchen ich übrigens mit Mirena praktisch nicht hatte). Als mir nach 8 Mt. Jaydess plötzlich immer übel mit Zittern wurde (so alle zwei Wochen), liess ich die Jaydess ziehen, weil ich wusste, dass ich sonst nichts anderes geändert hatte. Dann fing der Höllentrip so richtig an: übelste Schwindelanfälle, Gewichtsverlust (ich dachte ich sei nun definitiv krank; mein ganzes Leben war ich im Glauben ich dürfte nicht viel essen, weil ich eher Mühe hatte, an Gewicht zu verlieren; nach dem Absetzen musste ich mich dazu zwingen zu essen), Kopfschmerzen, Kieferschmerzen, Angstzustände, Panik, Übelkeit, wieder Lagerungsschwindel, Zahnschmerzen... und das eben immer schubweise. Auch ich habe eine Ärtzeodysee hinter mir.. Ich weiss eigentlich nur, dass ich viel Eisen verloren habe, da ich meine Mens ziemlich schnell und sehr stark bekam (musste ich übrigens selber herausfinden). Ausserdem habe ich zu wenig Östrogen (im Vergleich zu anderen Frauen beim Eisprung). Mein Leben hat sich total verändert und das leider erst nach dem Absetzen: Früher habe ich intensiv Sport betrieben, war begeisterte Autofahrerin, jetzt traue ich mich kaum mehr wohin, da ich Angst vor der Angst/Schwindel/Übelkeit habe.. und man weiss nie, wann es kommt. Man verliert sein Körpergefühl und v.a. Vertrauen total. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass es zyklusabhängig ist. Leider habe ich vielleicht 4 gute Tage im Monat wo ich mich wie früher fühle.

Nun ist es 1,5 Jahre her.. Mir geht es zwar besser, aber so ganz die Alte bin ich immer noch nicht. Ich bin sogar kurz davor, mir wieder die Mirena setzen zu lassen. Ich kläre momentan noch ab, ob ich vielleicht einen Progesteronmangel habe. Help yourself! Die Ärzte sind wirklich keine grosse Hilfe... Man fühlt sich allein gelassen. Zum Glück hat meine Mutter genügend Kapazität mich "aufzupeppeln", denn sonst hätte ich mich wohl auch einliefern müssen. Ich konnte mir nie vorstellen, dass man so einen Zustand erleben kann/muss.

Schlussendlich denke ich, dass diese Pillen und auch Spiralen nicht verkauft werden sollten, oder aber zumindest massgeschneidert sein müssten wie ein Anzug, da wir alle individuell sind. Ich hoffe, ich schaffe es noch ohne diese künstlichen Hormone ein normales Leben zu führen. Schliesslich bin ich damit aufgewachsen.. Hätte ich das mit 15 nur gewusst.

Einen Tipp zum Ende habe ich noch: Seit ich das ayurvedische "shatavari" (Spargel) täglich nehme, geht es mir einiges besser. Unbedingt bestellen!

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