Schlimme Schindelattacken durch MIrena

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schwindlerin
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Schlimme Schindelattacken durch MIrena

Beitragvon schwindlerin » 04.03.2017, 15:07

Hallo ihr Lieben,
zuerst einmal, danke, denn durch diese Seite und eure Erfahrungsberichte bin ich überhaupt erst darauf gekommen, dass meine Hormonspirale schuld sein könnte, für meine schlimmen Schwindelanfälle, aber langsam und eins nach dem anderen:
Ich bin 39, gesund putzmunter, rauche nicht ernähre mich sehr gesund , treibe schon immer Sport und habe zwei inzwischen große Mädchen (17,14). Nach der Geburt meiner zweiten Tochter (2002) Habe ich mir die Hormonspirale einsetzen lassen und jahrelang nie irgendwelche Probleme gehabt. Ich war begeistert, von der Verhütungsmethode und habe das auch jederzeit fleißig propagiert. 2012 habe ich mir ganz normal turnusmäßig eine neue einsetzen lassen. Genau in die Zeit fiel auch die Trennung von meinem Mann und so habe ich die nächtlichen sehr starken Schweißausbrüche nicht weiter beachtet und auf den Stress geschoben, den ich zweifellos hatte. Ich habe mein Leben auf den Kopf gestellt, bin mit meinen Mädchen aus dem Haus ausgezogen, habe meinen Job gewechselt und sogar die Branche und hatte sehr viel Trubel in meinem Leben, bis ich Ende 2015 das Gefühl hatte, wieder alles voll im Griff zu haben und glücklich und zufrieden zu sein. Die nächtlichen Schweißausbrüche waren auch nicht konstant und wurden deutlich weniger , so dass ich mir bis heute nicht sicher bin, ob sie tatsächlich vom Stress kamen , oder aber von der Spirale . Fakt ist aber, seit Anfang2016 bekam ich plötzlich Schwindelattacken. Sie begannen wenig spektakulär und ich habe zuerst gar nicht viel Bedeutung beigemessen, habe mich auf den Boden gelegt, die Füße hoch und dachte, nur, huch, naja, wirst dich wohl übernommen haben, oder den Nacken verrenkt oder sowas,... geht schon wieder weg. Gingen sie aber nicht, sie wurden schlimmer , kamen wöchentlich, alles drehte sich von einer auf die andere Sekunde, ohne Vorankündigung. sie dauerten ca. min und ich musste mich schließlich übergeben, hatte kalte Schweißausbrüche. Da ich nie wusste , wann sie mich überfielen, hat es mich das ein oder andere Mal sogar auf der linken Fahrspur auf der Autobahn erwischt, was echt nicht witzig war. Ich bin natürlich zum Arzt und damit begann die Odysée. Ich versuche es kurz zu machen, nachdem erst ambulant in verschiedenen Praxen alles mögliche ausgeschlossen wurde.( Lagerungsschwindel, Orthopädische Ursachen etc.)Hat mich ein Neurologe sofort ins Krankenhaus überwiesen. Mein Herz wurde gescheckt, ich bekam ein MRT, EEG, EKG, wurde auf MS, Epilepsie, Hirntumor, Schlaganfall und weiß der Himmel was untersucht. Rannte von einem Spezialisten zum Anderen. Nichts, Kerngesund. Schließlich Schoss sich mein Hausarzt darauf ein, dass mein Herz nicht in Ordnung sein könnte. Er kam darauf, weil mehrmals wenn ich eine Schwindelattacke hatte mein Puls sehr runter ging (43) außerdem hatte man im Krankenhaus kleine Auffälligkeiten an meinem Herz entdeckt. Ich wurde zum Kardiologen überwiesen, zuerst geriet ich an ein Entschuldigung, Arschloch, der mich wie eine gelangweilte Hausfrau behandelte die ein bisschen Aufmerksamkeit braucht und mir lediglich riet, ich solle nicht weiter Autofahren, weil ich damit andere gefährden würde.Der zweite Kardiologe war sehr nett, konnte aber nach einem Langzeit- EKG (7 Tage) ausschließen , was mein Hausarzt schon befürchtet hatte, ich brauchte wohl doch keinen Herzschrittmacher. Hurra! Aber der Schwindel blieb. Nun war auch mein Hausarzt ratlos und schreib mir die Schuld an meinen Attacken selbst zu. Ich sollte meinen Stress reduzieren und lernen mit dem Schwindel umzugehen, wenn ich ihm nicht mehr so viel Beachtung schenken würde, würde er schon weggehen...wie bitte?! Ich war zuerst zutiefst beschämt und schließlich sauer. Ich spinne doch nicht! Ich will und brauche keine Aufmerksamkeit, mir geht es gut. Dennoch war ich durchaus bereit, auch eine Psychosomatische Ursache zu bedenken und bat ihn um eine Überweisung. Auf meine Frage ob er sich vorstellen könnte, dass es von der Hormonspirale kommt , lehnte er ab. Das kann es nicht sein. Also blieb mi nach kurzem Frust nur, mich um mich selbst zu kümmern. Ich ging zu meiner Gyn und sprach mit ihr. Zum Glück, war sie nicht so ablehnend. Sie konnte sich zwar nicht vorstellen, dass das alles von der Spirale kam, wollte es aber auch nicht völlig ausschließen und war sofort bereit sie mir zu ziehen. Und siehe da... Anfang November lies ich die spirale ziehen, bis dahin hatte ich wöchentlich Schwindelattacken, schon gleich wurde der Abstand größer (3 Wochen). Ich glaubte fest daran, dass ich selbst nun verantwortlich für meine Gesundheit bin und habe im Januar 5 Tage heilfasten gemacht um alle eventuellen Giftstoffe schnell aus dem Körper zu schwemmen, ich habe auch nach den 5 Tage auf sämtliche Giftstoffe verzichtet( vegan, zuckerfrei, glutenfrei, keine Zusatzstoffe, kein Alkohol, Kaffee oder ähnliches). Allerdings muss ich sagen, dass ich mich auch vorher sehr gesund ernährt habe. Und was soll ich sagen... ich bin seitdem schwindelfrei!!! Der letzte Schwindel war Anfang Januar. Ich esse inzwischen wieder normal, achte etwas mehr auf Giftstoffe und was mir nicht gut tut. Die Sache mit der Ernährung ist hier sicher nicht ursächlich für die Genesung sie hat sicher die Regeneration nur beschleunigt und meinen Körper unterstützt, sich so schnell von dem Hormonwahnsinn zu erholen. Ich schreibe erst jetzt, weil ich mit inzwischen ganz sicher bin, dass der Schwindel weg ist, Ich hatte ein paar mal noch das Gefühl, ach, da kommt er, aber dann kam nichts, mit einem Glas Wasser und frischer Luft, kam es gar nicht durch. ES WAR DIE SPIRALE! Und den Schwindel los zu sein, nachdem er ein Jahr lang wie ein Damokles Schwert über mir hing und mich in den unmöglichsten Situationen überfallend und ausgeknockt hat, ist wunderbar und einen neu gewonnene Lebensqualität. Danke euch für die Beiträge, die mir die AUgen geöffnet haben und ich hoffe, dass nun auch ich der ein oder anderen helfen kann.

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