Mirena - Panikattacken und permanente Angstzustände.

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Jubilee
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Mirena - Panikattacken und permanente Angstzustände.

Beitragvon Jubilee » 11.08.2018, 00:03

Hallo liebe Spiralenträger, Mitleidendenden und Mitlesenden.

Vor 5 Jahren habe ich mir die Mirena legen lassen und habe mit der Zeit einige Nebenwirkungen entwickelt. Ersteinmal aber zu meiner Person:
Ich bin 32 Jahre, habe 2 Kinder und studiere. Mein Alltag ist also alles andere als langweilig :)
Generell bin ich aber kerngesund: Keine chronischen Erkrankungen, nur eine Laktoseintoleranz.
Naja kurz nach dem Einlegen bekam ich Rückenschmerzen, das legte sich über die Zeit etwas, wurde erträglich und ich hab das so hingenommen. 2016 (Also nach 3 Jahren Tragezeit) kamen heftigere Beschwerden, ob sie der Mirena zuzuschreiben sind weiß ich nicht. Ich bin eines nachts aufgewacht und konnte meine rechte Körperhälfte schwer spüren, so als wäre sie eingeschlafen, das hielt bis zum übernächsten Tag an, zumindest in Arm und Hals. Es bestand der Verdacht auf HWS-Syndrom (weil ich für einen Schlaganfall zu jung sei). Es folgten Untersuchungen beim Neurologen mit MRT ohne Befund.
Die Rückenschmerzen wurden schlimmer. Physiotherapie half nicht.
Zusätzlich bemerkte ich 2017 folgende Symptome:
- Libidoverlust
- Große blaue Flecken ohne Grund
- Schmerzen ohne Zusammenhang, wie Messerstiche
- Schmerzen im Brustkorb
- Migräne ( Dezember und Januar war ich unter Dauermedikation mit Ibuprofen, doch die halfen fast gar nicht)
- Gereiztheit
- Müdigkeit
- Schlafstörungen
- Panikattacken
- Angstzustände
- Zwangsgedanken
- Gefühle einer Depression
- Alkoholunverträglichkeit

Im Januar wurde die Mirena gezogen, Hausarzt und Frauenarzt belächelten meine angeführten Nebenwirkungen, ich solle mich in Psychotherapie begeben.

Von den Nebenwirkungen sind geblieben:
- gelegentlich leichter Kopfschmerz ( ca an 2 von 30 Tagen)
- gelegentliche Rückenschmerzen
- noch immer kaum Libido
- Angstzustände, die immer weniger werden ( der März war hart, Dafür hatte ich nun 3 Wochen keine Angst mehr, seit 2 Tagen aber wieder etwas mehr)
- noch häufige Schlafstörungen

Im Januar ergab mein Blutbild einen Vitamin D und Folsäure Mangel, daran wird gearbeitet.

Meine Medikation besteht aus B-Vitaminen, Vitamin D, K2 und Magnesium. Zudem setze ich auf Lavendelpräparate und Rosenwurz gegen die Müdigkeit und Schlafstörungen, Aber auch gegen die Angst.
Für mein Wohlbefinden gehe ich mehr raus, tu mir viel Gutes (Spaziergänge, baden, Saunabesuche, frisches Obst und Gemüse) und führe ein Tagebuch .

Im Mai geht es noch einmal zum Neurologen (Kopfschmerzproblematik)
Im August geht es zum Frauenarzt ( Hormonstatus)
Im Oktober geht es zum Psychotherapeuten (wegen der Angst und den Zwangsgedanken)


Update:
11. August 2018:

Meine Kopfschmerzdiagnose lautet seit März Migräne mit Aura.
Ich war letzte Woche beim Frauenarzt - ich habe das Gefühl PMS entwickelt zu haben UND ich hab Brustsekret beidseitig ohne Schwangerschaft... Nunja, Meinung der Ärztin: alles okay, sowas kann vorkommen. Ist unproblematisch.
Ich habe nun nächste Woche einen erneuten Termin bei einer anderen Ärztin... Vielleicht schaut sie sich das ja dann auch mal an und tut das nicht so ab.

14.08.18:
Prolaktin und TSH wird überprüft

Prolaktin liegt bei 11,7 und TSH ist auf 4,08 (im November 2017 lag er bei 0,64)

17.08.18:
TSH, fT3 und fT4 wird geprüft

21.08.18:
TSH 2,73 (0,27-4,2)
fT3 3,11 (2-4.4)
fT4 1,2 (0,93-1,7)

18.09.18:
Speicheltest auf Östrogendominanz ergab einen Quotienten von 75,7:1, also Östrogendominanz.

20.09.18:
Laut "Spezialist" sind meine Probleme nicht klassifizierbar. Jedenfalls sollen meine SD Werte völlig okay sein so wie sie sind. Keine AK-Messung. Sexualhormone haben wohl keinen Einfluss auf die SD
Dafür aber kleines Blutbild mit Entzündungswerten und Leberwerten sowie AK-Messung wegen Zöliakie.

Werte (Normwerte) :

Hämoglobin 13,8 g/dl (12,0-16,0)
HK 41 o/o (36-46)
Leukozyten 6,2 /nl (4,0-10,0)
MCH 30 pg (26-32)
MCV 90 fl (77-95)
MCHC 33 g/dl (32-36)
Erythrozyten 4,6 /pl (4,2-5,4)
Thrombozyten 214 /nl (140-440)
Gamma-GT 14 U/l (7-36)
GPT 16 U/l (6-43)
TSH 1,91 mlU/l (0, 35-4,94)
CRP <4 mg/l (<5)
Endomysium AK <1.10 (<1:10)
Transglutaminase AK 1,4 U/ml (<10)

Seit Anfang Oktober zusätzlich Medikation mit Progesteron D4 Creme.


Zuletzt als neu markiert von Jubilee am 11.08.2018, 00:03.

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