Mirena -Angst, Panik, Unruhe schleichend nach 3 Jahren

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Lisa_999
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Mirena -Angst, Panik, Unruhe schleichend nach 3 Jahren

Beitragvon Lisa_999 » 26.03.2019, 10:36

Anfang 2015 habe ich mir die Spirale legen lassen. Die ersten 3 Jahre hatte ich keine Probleme und war sehr zufrieden. Nach 3 Jahren fing es schleichend an, vor der Periode litt ich plötzlich unter Kopfschmerzen, Übelkeit, Schlafstörungen, Unruhe und Angstzustände (alle Symptome erst in milder Form). Nach fast 4 Jahren Liegezeit haben sich die Symptome extrem verschlimmert. Es kamen Schweißausbrüche, Abgeschlagenheit, Müdigkeit hinzu. Die Symptome waren jetzt während des gesamten Zyklus vorhanden, vor der Periode jedoch schlimmer. Ich erinnerte mich dann an eine Reportage über die Hormonspirale im Fernsehen. Ich habe im Internet recherchiert und konnte nicht glauben, wie oft ich meine Geschichte gelesen habe. Ich bin dann zu meinem Hausarzt gegangen und habe ihm alles erzählt, dieser hat auch eine hormonelle Ursache vermutet und mich zum Gynäkologen überweisen. Der Gyn konnte meine Probleme nicht verstehen, von der Spirale kann es nicht kommen, diese wirkt nur lokal. Er hat mir dann Hormonpflaster verschrieben, um meine Beschwerden zu lindern. Ok, ich war für alles bereit, Hauptsache ich bekomme Linderung. Es handelte sich um das „Fem7 sequi“ – Pflaster (4 Pflaster die jeweils für eine Woche aufgeklebt werden). Die ersten beiden Pflaster (Wirkstoff:Estradiol) vertrug ich recht gut, dann habe ich das 3. Pflaster (Wirkstoff: Levonorgestrel) aufgeklebt. Drei Tage später bin ich total „durchgedreht“, schlimmer als bisher litt ich unter extremer Unruhe, Angstzuständen, Panikattacken, Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen. Ich bin wieder zu meinem Gyn, dieser hat mir geraten das Pflaster weiter draufzulassen, sonst würde mein Zustand sich nie besser. Mein Mann hat mich dann ins Auto gepackt und wir sind in die Gyn-Notfall Ambulanz in Krankenhaus gefahren. Dort haben wir eine junge nette Ärztin angetroffen. Sie hat mir empfohlen Spirale und Pflaster sofort zu entfernen, sie kennt mehrere Frauen, die gleiche Symptome hatten und die Spirale nicht vertagen haben. Zumal das Pflaster ja scheinbar, die Symptome verstärkt und somit ein klarer Hinweis auf die Unverträglichkeit von Levonorgestrel gegeben ist. Einige Tage nach dem Entfernen des Pflasters und der Spirale gingen Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen weg. Unruhe, Schlafstörungen, Angst und Panik gingen auch zurück, verschwanden aber nicht ganz. Mein Hausarzt hat mir Opipram gegen die Schlafstörungen, Unruhe und Ängste verschrieben, dieses nehme ich nun seit 3 Wochen (50 mg am Abend). Mir geht es wieder gut. Die Spirale ist nun 5 Wochen raus. Außerdem nehme ich Magnesium, Vitamin B-Komplex, Zink, AgnusCastus. Bei einem Psychologen habe ich auch vorgesprochen, dieser konnte keinen anderen Grund (außer Levonorgestrell) finden, der meine Unruhe und Angstzustände auslösen könnte.

Zu meiner Person: 41 Jahre , 70 kg, 178 cm, 2x pro Woche Sport, glücklich verheiratet, 1 Kind (5 Jahre), gesunde Ernährung, keine Medikamente oder Krankheiten, Schilddrüse ist ok, halbtags Berufstätig (gehe gerne zur Arbeit), fahre gerne in den Urlaub

Beschwerden waren:
- Übelkeit
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- Unruhe
- Schlafstörungen
- Angstzustände und Panik
- Schweißausbrüche
- Abgeschlagenheit
- Müdigkeit


24.04.19 kleines Update
In den letzten Wochen hatte ich Tage, da habe ich überhaupt nicht mehr an den ganzen "Mist" gedacht, obwohl ich
kurz nach dem Ziehen der Mirena nicht geglaubt habe, das ich überhaupt wieder die Alte werde.
Innere Unruhe und Angstattacken (besonders vor der Periode) plagen mich noch gelegentlich, mit denen ich aber mittlerweile besser umgehen kann und die längst nicht mehr so stark sind.
Mir hat ganz besonders viel Bewegung/Sport geholfen und Ablenkung ist ganz wichtig, sich wieder mit anderen Themen beschäftigen.
Mein Arzt wollte mich weiterhin krankschreiben, ich bin aber wieder zur Arbeit gegangen, am Anfang war es nicht einfach, aber es tat gut wieder einen normalen Alltag zu führen, auf andere Gedanken zu kommen.
Außerdem denke ich, dass ein guter Schlaf ganz wichtig ist um sich zu erholen. Ich muß dazu sagen, das ich abends immer noch 50mg Opipram nehme, ich schlafe wunderbar, dadurch kann ich wieder Kraft für den nächsten Tag tanken.

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