15 Jahre mit Mirena, 5 Jahre ohne

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anneberlin
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15 Jahre mit Mirena, 5 Jahre ohne

Beitragvon anneberlin » 11.12.2019, 11:36

Hallo liebes Forum!
Heute nach langer, langer Zeit habe ich wieder mal das Forum besucht und war ziemlich entsetzt, die vielen Meldungen zu lesen, fast noch schlimmer als vor 3 Jahren (mein letzter Besuch) :smile_sadsmile:.
Daher poste ich meine aktualisierte Mirena-Geschichte, vielleicht gibt sie etwas Hoffnung/Anregung:

- 2000-2015: drei Mirena nacheinander, die erste 6 Monate nach der Geburt meines 2. Kindes
- Alle möglichen Nebenwirkungen gehabt, die ich nie im Leben mit der Mirena in Verbindungen gesetzt hätte: damals war das Thema noch ganz neu, außerdem hat mir meine damalige FA immer eingeredet, dass es die beste Verhütung wäre, die perfekte Lösung ohne Nebenwirkungen und nur mit positiven Seiten: keine Periode mehr, absolute Sicherheit, und eben viel viel harmloser als die Pille :smile_angry:
- Die Nebenwirkungen reichten von Gewichtszunahme (+15kg :smile_thinking:) über bleiernde Müdigkeit bis hin zu Überpigmentierung der Haut, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Rücken/Gelenkschmerzen, Schleimhautentzündungen aller Art :smile_worried:, in den letzten Monaten kamen noch Angstzustände und leichte Depression hinzu.

- Seit Anfang 2015 Mirena-frei :smile_happy:
Seitdem hat sich wirklich alles wieder "eingerenkt", es ging erstaunlich schnell! Nach ein paar Wochen war alles wieder "normal", erst dann habe ich auch festgestellt, wieviel es auf die Mirena zurückzuführen war :smile_lipssealed:. Meine Periode kam nach ein paar Wochen (nach 15 Jahre "Pause"), ich bin mittlerweile 49 und, laut Aussage meiner (neuen!) FA, noch weit entfernt von der Menopause. Ich habe noch 5 kg zuviel, kann aber damit leben! Ein Besuch bei einer Internistin + einem Endokrinologen hat normale Ergebnisse geliefert.

Das Thema habe ich natürlich ausgiebig mit meiner neuen FA besprochen, die natürlich etwas differenzierter als ich darüber denkt, und meint, es hängt eben von den Frauen ab... Na ja... Was mir auf jeden Fall sehr geholfen hat, waren die täglichen Sporteinheiten (und sei es nur eine halbe Stunde flottes Fahrradfahren, um Brötchen zu holen!). Sport soll übrigens die erste Prophylaxemassnahme in Sache Brust/Gebärmutterkrebs sein. Ich habe natürlich einige Zeit noch darüber gegrübelt, meine "schönsten" Jahre mit diesem Mist vergeudet zu haben... mittlerweile habe ich einen Schlussstrich gezogen und versuche so weit es geht, das Hier und Jetzt zu genießen (was gar nicht immer so einfach ist :smile_angel:).

Ich hoffe, mein Bericht kann einige von euch aufmuntern!

Alles Gute :smile_flower:

Anne
49 Jahre alt, 2 Kinder (22,20), Mirena 2000-2015 :smile_angry:

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