4 Jahre Mirena - meine Erfahrungen

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Nadja79
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4 Jahre Mirena - meine Erfahrungen

Beitragvon Nadja79 » 24.05.2020, 18:45

Hallo ihr Lieben,

ich bin vollkommen neu hier und möchte euch an meinen Erfahrungen teilhaben lassen.

Ich kann euch nicht mehr genau sagen, weshalb ich mir im Juni 2016 die Mirena legen ließ. Wahrscheinlich war es einfach nur die Kostenersparnis, da die Pille wieder mal teurer wurde. Keine oder kaum noch Blutungen, auch das klang gut. Und ich vertraute meiner FÄ. Es gibt nur örtlich Hormone ab, aus dem Grund sehr gut verträglich - gesünder als die Pille. Hätte ich mich doch damals genauer im Netz informiert, vielleicht wäre ich auf das Forum gestoßen...

Das Einsetzen war Horror, nach wenigen Tagen war aber alles schick. Mir ging es gut. Wenn ich so zurück blicke, gibt alles einen Sinn, ich habe da jedoch nie drüber nachgedacht oder im Entferntesten die HS dafür verantwortlich gemacht.

Bereits bei der ersten Kontrolle hatten sich Zysten gebildet, die jedoch wieder weg gingen. Das wäre “normal“ bzw möglich bei der HS. Ansonsten alles schick. Im Februar 17 dann eine Bartholin Zyste. Diese wurde operativ geöffnet und entfernt. Im November das selbe Spiel nochmal. Da kam noch eine Staph-Infektion an/in der Brust dazu. Im Januar war alles wieder gut. Im Sommer 18 dann zum dritten mal die Zyste. Wieder OP. Diesmal kam sie nicht wieder.

Im Mai letzten Jahres starb meine über alles geliebte Oma. Das hat mich richtig mitgenommen. Die eine Woche später beginnenden Herzstolperer schob ich darauf. Es wurde jedoch schlimmer, Notaufnahme, da der Puls dauerhaft bei 180 lag. Medikament bekommen, alles wieder im Lot. Im Juli sollte es in Urlaub gehen-abschalten, zur Ruhe kommen. Kurz vorm Urlaub kam Fieber, Schmerzen beim Atmen im Bereich des Brustbeines. Blut ergab erhöhte Entzündungswerte, sonst nix. Es wurde auf einen wieder aufgelebten Ebstein-Barr Virus geschoben. Der Urlaub war super. Im September wieder Fieber und Schmerzen, selbe Ergebnis. Die Schübe kamen jetzt häufiger. Ibu war mein bester Freund. Im Dezember schickte meine HÄ mich zur Rheumatologin, da ein Blutwert ansprach. Ich schöpfte Hoffnung - endlich eine Diagnose... Die Rheumatologin, zu der ich, aufgrund einer Dringlichkeitsüberweisung, noch am selben Tag kommen konnte, machte ihre Tests. Zu einem richtigen Schluss kam sie nicht. Im Februar diesen Jahres sollte unsere Mutter-Kind-Kur sein, danach eine stationäre Aufnahme im Rheuma Zentrum. Dort war man sich nach drei Tagen sicher: kein Rheuma. Dafür stellte man Flüssigkeit im Herzbeutel fest. Verlegung in die Kardiologie. Wasser wurde gezogen. Herz ansonst top. Zwei Wochen später, ich hatte wieder Temperatur und die bekannten Schmerzen, wieder Klinik: Pleuraerguss. Wurde gezogen, Lunge ansonsten top. Nun halt noch zur Herzbeutelentzündung (drei Monate Schonung) eine Rippenfellentzündung. Zwei Wochen später das selbe Spiel: Temperatur, Schmerzen, Wasser. Wie es meinem Kopf ging, brauch ich wahrscheinlich nicht sagen :smile_lipssealed: mittlerweile wusste ich, das eigentlich alle Organe super sind, auch alle anderen BW waren bestens. Am 16.04.konnte ich wieder heim und hatte einen Termin bei meiner HÄ. Sie riet mir die HS entfernen zu lassen, man weiß ja nie, meinte sie.

Seit dem 20.is sie raus. Meine FÄ konnte es gar nicht verstehen. Mir ging es besser. Am WE dann wieder Temperatur. Ich war am Boden. Wieder Wasser. Einweisung in eine Uniklinik. Das Wasser wurde aber zumindest nicht mehr.

In Jena wurde ich komplett auf links gedreht. Es wurde nichts gefunden. Herz top, Lunge top, Blut gut, KEIN Wasser. Ich schöpfte Hoffnung. Am letzten Tag des Klinik Aufenthaltes besuchte mich ein Infektologe. Seine Meinung als ich ihn nach der HS fragte: ich hab schon komische Sachen gesehen, was ein solches Ding ausgelöst hat. Es ist ein Fremdkörper und jeder reagiert anders. Das war letzte Woche.

Ich bin seit ca einem Monat Fieber frei. Jedoch nicht ohne Schmerzen. Es wurden im Zuge der Untersuchungen zwei Bandscheibenvorfälle festgestellt. Einer im HWS, der andere BWS.

Mein Kopf muss nun verstehen, dass es wahrscheinlich an der HS lag. Derzeit laboriere ich noch an meiner Atmung, das Zwerchfell ist total verspannt. Zum Teil durch die Eingriffe, ein großer Teil kommt aber wahrscheinlich auch durch den Kopf :smile_worried: Morgen habe ich meinen ersten Termin bei einer Psychologin. Ich bin nicht mehr ganz so weinerlich wie noch vor 6 Wochen, auch körperlich bin ich fitter. Aber ich schlafe schlecht und hätte zu viel in mich hinein. Aber es gibt wahrscheinlich noch einiges auf zu arbeiten.

Morgen habe ich noch einen Termin bei der FÄ. Das Uniklinikum möchte gern noch einen Abstrich gemacht haben. Am Mittwoch habe ich bei einer anderen FÄ einen Termin. Ich möchte gerne eine zweite Meinung. Vielleicht kommt sie auch meiner Bitte zur Erstellung meines Hormon Status nach.

Für mich heißt es trotzdem hoffen, dass das Fieber nicht wieder kommt. Und meinen Kopf wieder davon frei zu bekommen.

So, ich hoffe, ich habe nichts vergessen. Ach ja, eine richtige Blutung hatte ich noch nicht wieder. Von meiner FÄ fühle ich mich ein bisschen im Stich gelassen oder nicht ernst genommen. Ich muss morgen mal mit ihr reden.

LG
Nadja
41 Jahre, 1 Kind, Mirena 06/16 - 04/20

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