tollen arzt gefunden

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jamie
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tollen arzt gefunden

Beitragvon jamie » 31.08.2005, 18:34

hi leute!

für alle wiener hätt ich einen tollen arzt-tipp....dr. ambros huber in der josefstätterstrasse....ist allerdings privat zu zahlen....
er ist super und total nett, ein ganz ruhiger arzt und nimmt die frau ernst....
meine vorigen zwei ärztinnen waren ein albtraum.....ich glaub, männliche fa sind zu bevorzugen...ist zumindest meine meinung..
also, wollte den tipp nur mal reinschreiben, falls wer aus wien am suchen ist...
er ist echt ein ganz ein netter!

lg jamie :arrow:

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lysistrata
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Beitragvon lysistrata » 06.09.2005, 20:27

hi jamie!

nun, ich bin bis auf weiteres von gyn´s geheilt, egal ob maennlein oder weiblein ... dachte aber, wenn ich wieder wen brauchen sollte, bevorzuge ich eine frau (war bis jetzt immer bei maennern und hab im nachhinein den eindruck, sie haben NULL ahnung von einem frauenkoerper. :cry: )

aber deine nachricht macht hoffnung, dass es "da draussen" doch noch aerzte gibt, die auf die patientin hoeren und nicht nur auf pharmavertreterInnen. :D

lg,
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pille von 18 - 25; 3MS von 25 - 35; seit 09/02 ohne hormonbeschuss und unterbunden;

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Salima
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Falsch

Beitragvon Salima » 15.08.2007, 23:24

Falsch! Der Unterschied besteht darin, daß Dein neuer Doc privat zu bezahlen ist und sich damit viel mehr Zeit für Dich nehmen darf, weil Du ihn dafür bezahlst!
Das, was ein Kassendoc bekommt ist nicht kostendeckend und eine Kassenarztpraxis ein teueres Hobby.
In der Kassenpraxis ist nur WANZ-Medizin möglich (Sozialgesetzbuch 5 Zitat: "Der Leistungserbringer darf nur diejenigen Leistungen veranlassen oder erbringen, die WIRTSCHAFTLICH, ANGEMESSEN, NOTWENDIG und ZUMUTBAR sind." - das ist der Anspruch, den ein Kassenpatient hat!)
Sorry, da steht nichts von SINNVOLL oder WÜNSCHENSWERT! Und es wird von Quartal zu Quartal immer schlimmer!

Nur in der Privatmedizin können wir noch Medizin machen und ARZT sein! Ich hab so was von die Schnauze voll! Ich würde lieber gestern als morgen meine Zulassung zurückgeben und wieder ARZT sein und nicht nur Kassensklave und Kassensparfunktionär! Nur leider gibt es bei uns kaum privat Versicherte und ich hab zu viel Schulden für die Praxis. Aber vielleicht bin ich ja bald in der Schweiz! ....wieder Arzt sein dürfen, welch ein Traum!

Ich könnte Euch noch viel erzählen! Da tönt Frau Schmidt: "Ich will keine Zweiklassen-Medizin!" Ja, sie will Einheitsmedizin auf Holzkistenniveau!

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Schildkröte
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Beitragvon Schildkröte » 16.08.2007, 14:29

Naja naja -- aber du mußt zugeben, Salima, daß es durchaus immense Unterschiede in der Gestaltung seiner Termine und dem Umgang mit den PatientenInnen gibt!!

Ich hab mal ne Weile bei einem Gynäkologen gearbeitet, der hat im 10-Min-Turnus seine Termine gemacht und meist waren es dann nachher alle 5 Min.. (wegen hoher Nachfrage manchmal sogar NOCH nen Termin dazwischen).

Ich hatte aber auch bis zu meinem Umzug einen Allgemeinarzt, der hatte alle 15 Min. einen Patienten und auch wirklich nur selten mal einen Notfall dazwischen.
Der kam finanziell auch gut über die Runden.
Frauen sind da, um geliebt, nicht, um verstanden zu werden. (O. Wilde)

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der Gynäkologe hat viel zu viel umsonst gearbeitet

Beitragvon Salima » 16.08.2007, 20:41

Der Gynäkologe, den Du beschreibst, hat viel zu viel umsonst gearbeitet.
Jede Praxis hat eine betimmte Menge an "Punkten" vorgegeben, bs zu deren Menge der Doc nur Honorar erhält. Dafür reichen beim Gyn 30 Stunden Sprechstunde in der Woche bei 4 Patienten in der Stunde und 2-3 Wochen Urlaub im Quartal gaaaanz bequem. Wenn er sich so den Arsch aufgerissen hat, um dem großen Patientenansturm gerecht zu werden, dann ist er selber blöd und Prügel wert ! Von den Patienten kriegt er eh nur einen Arschtritt! Und das für seine Gutmütigkeit, weil ihm die Praxiskosten in der Zeit, wo er keinen Umsatz macht, einfach davon laufen.
Der Hausarzt hat es richtig gemacht! Nur so viel arbeiten, wie man auch bezahlt bekommt. Und mehr Patienten werden nicht angenommen! Die Politik will es so. Nur wer Dienst nach Vorschrift macht, hat eventuell die Chance, seine Praxis auch für seine Patienten noch etwas länger vor der Insolvenz zu bewahren.

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Beitragvon Schildkröte » 17.08.2007, 07:32

Also tut man weder sich selbst (als Arzt/Ärztin), noch den Patienten/-innen einen Gefallen!!

Wer wartet schon gerne 2 Stunden, obwohl man einen Termin hat und ist dann nach 2,5 Min. wieder "draußen"?
Das weckt doch nur Unzufriedenheit.

...und der Arzt hält sich noch für einen Menschenfreund, weil er so viele drannimmt....

Vielleicht sollte es vor Praxiseröffnung eine Pflichtfortbildung geben, in der es um Patientenzufriedenheit, Organisation und Ökonomie geht. :shock:
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ja, die unzufriedenen Patienten bleiben draußen....

Beitragvon Salima » 17.08.2007, 14:57

Ja, und die unzufriedenen Patienten bleiben draußen und finden erst gar keinen Arzt, der bereit ist, sie überhaupt noch als Patient aufzunehmen!
Dieser Zustand wird eintreten und ist nicht mehr fern. Spätestens 2011 ist das geschafft!

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Beitragvon Schildkröte » 17.08.2007, 15:12

Wenn ich mir das Ärzteblatt anschaue und dreiviertel der Zeitung sind Stellenanzeigen glaub ich das fast. :?
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das kannst Du auch glauben

Beitragvon Salima » 18.08.2007, 14:58

Das kannst Du auch glauben.
Im Ärzteblatt sind nur die Krankenhausstellen erfaßt.
Meine Kollegen können inzwischen ihre Praxen nicht mal mehr verschenken, weil keiner sie geschenkt haben möchte.
In den letzten 4 Jahren haben 12 500 Ärzte Deutschland auf Nimmerwiedersehen verlassen. Es gibt in ganz Deutschland 120 000 niedergelassene Ärzte.
Auch die Ostimporte klappen nicht mehr. In meiner Nähe hatte ein polnischer Kinderarzt eine Praxis übernommen. nach 2 Wochen war er verschwunden und wurde nicht mehr gesehen.
Obwohl ich selber eine Praxis habe, allerdings im Osten, habe ich schriftliche schmackhafte Stellenangebote aus dem "Wessi-Land" bekommen...lach...
Es gibt schon langsam Krankenhäuser, die Dometscher einstellen müssen, damit die Patienten ihre behandelnden Ärzte verstehen. Ist doch geil - oder?

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