Sind die Hormone dieselben???

Allgemeine Themen zur Verhütung & Smalltalk.

WS

Sind die Hormone dieselben???

Beitragvon WS » 19.04.2004, 20:55

Hallo, habe bereits im Forum meine Erfahrung mit Mirena und mein augenblickliches "Nichtwissen" beschrieben.
Jetzt gerade stellt sich mir noch die Frage, ob dieses Implanon die gleichen Nebenwirkungen haben wird / kann, wie die Mirena (z. B. Akne, Schlafstörungen etc.).

Man weiß bald echt nicht mehr, was man am besten nehmen soll.
Das dieses Problem aber auch immer uns Frauen überlassen bleibt.......zumindest in den meisten Partnerschaften!

LG Steffi

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Deanna
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aus einem alten Buch

Beitragvon Deanna » 30.05.2005, 07:24

Symptome, die auf zu starke Östrogenwirkung schliessen lassen

Scheidenausfluss
Übelkeit
Schwindelgefühl
Aufgedunsen-Gefühl
Wassereinlagerung - Gewicht
Brustspannen
Gereiztheit

-> Gestagenbetonte Pillen versuchen. Geringstmögliche Östrogendosis mit relativ mehr Gestagen

***

Symptome, die auf zu starke Gestagenwirkung schliessen lassen


Depression
Libidoverlust
Trockenheit d. Scheide
Haarwuchs
Fettes Haar
Akne

--> auf Östrogenbetontere Pille oder Dreisufenpräparat.

Pille mit dem Gestagen Desogestrel kann bessern (Marvelon)
oder Cyproteronazetat (Diane)

***

das Seltsame ist, dass ich aus beiden Richtungen NW habe, die bei zu hohem Östrogen aber mehr ins Gewicht fallen. Deshalb hab ich eher Minulet (Gestoden) vertragen.

Im Allgemeinen ist noch zu sagen, das Buch stammt von 1992, an den Präparaten hat sich seit damals nichts geändert.

Eine Östrogenüberdosis macht dann Probleme, wenn der Gestagenspiegel nicht miterhöht wird, da es ein Regelkreis ist.

lg
Deanna

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Salima
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eher schlimmer

Beitragvon Salima » 06.08.2006, 13:28

Wenn du unter der Mirena trotz der sehr geringen Hormondosis Probleme hast, dann kommst Du mit Implanon vom Regen in die Traufe!
Implanon ist östrogenfrei, hat damit keine Zykluskontrolle. Das bedeutet ein großes Risko für Blutungsstörungen aller Art. Größtenteils wird der eigene Zyklus ausgeschaltet, also Östrogenmangel.
Unter der Mirena läuft der normale Zyklus in 99% ungestört.
Wenn Du da Pickel kriegst, dann kriegst du sie auch ohne Verhütung. Das Periodenpickel ist eh normal.

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Beitragvon Heidelbeere2 » 06.08.2006, 18:34

Beide Verhütungsmittel enthalten Gestagen, aber es sind verschiedene Sorten Gestagen. Ob Du das Implanon verträgt, kannst du mit der Pille Cerazette testen. Diese enthält das Gestagen des Implanons.

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Salima
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stimmt

Beitragvon Salima » 06.08.2006, 19:05

Stimmt, Heidelbeere hat Recht. Probiere erst einmal die Cerazette. Wenn Du damit gut klar kommst, dann kannst Du Dich für Implanon entscheiden. Aber teste bitte in jedem Fall!

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lila.lilie
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Beitragvon lila.lilie » 11.08.2006, 11:34

hallo,
also ich hatte das Implanon drei Jahre(wie auch gedacht) und hielt es eigentlich für ein sehr praktisches Verhütungsmittel, da man sich eben auf Dauer um nichts kümmern muss.
Die ersten zwei Jahre hatte ich auch keine Probleme damit, meine erste Regel nach dem Einsetzen kam mit 6Wochen Verspätung, die zweite, die schon deutlich schwächer war ebenfalls. Danach hatte ich meine Regel eineinhalb Jahre garnicht mehr, was natürlich augenscheinlich sehr praktisch ist.
Im dritten Jahr fingen dann leider die Probleme an :roll: , ich hatte meine Regel sehr unregelmäßig(blödes Wortspiel), dauernd Zwischenblutungen und dann, eine Blutung, die ganze drei!! Monate dauerte...Natürlich war ich mehr als genervt.....Mit Hormontabletten habe ich das ganze in dann in den Griff bekommen und kurz danach musste das Stäbchen dann sowieso raus, da die Zeit abgelaufen war....
Was für mich aber weitaus schlimmer war: ich hatte schon vor Implanon leichte Depressionen (hätte es mir vielleicht deshalb nie einsetzen lassen dürfen-aber hinterher ist man immer schlauer), die sich während der "Tragezeit"zu einer schweren Depression entwickelt haben...ich habe dies eigentlich nie auf das Implanon geschoben, aber wenn ich mir hier so die Nebenwirkungen hormoneller Verhütung durchlese kann es gut sein, dass das Stäbchen seinen Anteil daran hatte...Achja, meine Libido ließ auch stark nach, ob nun aber aufgrund der Depression, oder wegen Implanon, kann ich nichtmehr beurteilen.
Mein Fazit zu Implanon: Es ist zwar superpraktisch, aber wenn ich nochmal vor der Entscheidung stünde, würde ich es mir nichtmehr legen lassen. Auch meine Frauenärztin meinte, dass sie fast nur Patientinnen hätte, die sich das Stäbchen aufgrund der Probleme vorzeitig entfernen ließen. Es ist natürlich deine Entscheidung, kann auch sein, dass du damit gut zurechtkommst (ich will es dir nicht schlechtreden), aber vielleicht kann dir meine Erfahrung ein bisschen helfen. Die Nebenwirkungen sind auf jeden Fall ähnlich wie bei anderen hormonellen Verhütungsmitteln...

Liebe Grüße, :arrow:

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