Unentschlossen-welche Verhütung die geeigneteste?

Allgemeine Themen zur Verhütung & Smalltalk.

Benutzeravatar
Mondi
Moderatorin
Beiträge: 1039
Registriert: 07.04.2005, 22:09

Re: Unentschlossen-welche Verhütung die geeigneteste?

Beitragvon Mondi » 28.04.2012, 13:08

Und von Unfruchtbarkeit habe ich ernsthaft noch nie gehört. Wenns so wäre wurden die Frauenärzte auch nicht mehr verdienen! Das Implanon ist seit 2000 auf dem deutschen Markt. Davor war es in Amerika schon einige Jahre verkauft worden. In ganz Europa wird es mittlerweile verkauft. In England hat eine Freundin von mir es sogar umsonst bekommen, weil Sie dort wohnte und dort gemeldet war zu dem Zeitpunkt. In Deutschland müssen wir selber Zahlen.
Hast du danach gegoogelt ? Und da draußen rennen genügend Frauen rum, die KEINE ihrer Beschwerden mit ihrem Verhütungsmittel in Verbindung bringen, es gibt dazu aber zig Studien von unabhängigen Forschungseinrichtugen (hier hast du eine geballte Sammlung: http://www.hormonspirale-forum.de/viewt ... =23&t=4147 ).
Achso...weil etwas jahrelang verkauft wird, ist es also gut ? Komisch, Yasminelle etc. wo es zu sovielen schweren Zwischenfällen wie Embolien,Thrombosen und sogar Todesfällen kam, wird auch noch verkauft und das auch seit geraumer Zeit...das is also ein Indiz dafür,dass etwas gut is ???
Deine Freundin hat das in England nich umsosnt bekommen,weil es so toll ist,sondern weils da soviele Teenagerschwangerschaften gibt, was daran liegt, dass die Briten ihre Kids nicht aufklären- die haben dafür auch ne üble Rate an Geschlechtskrankheiten und die kriegt man da quasi auch umsonst ;-)
Und noch mal zu der angeblich hohen Dosierung die das Implanon abgeben soll. Wenn ich ne Pille Schluck dann müssen die Hormone erstmal meine Organe wie Magen, Leber etc. Überleben um ins Blut zu kommen und dann zu wirken. Heißt in der Pille sind erstmal mehr Hormone drin! Das Implanon gibt gleichmäßig eine geringe Dosis direkt in den Blutkreislauf ab. Theoretisch kann man sich ja mal hormontests über einen gewissen Zeitraum unterziehen um das zu prüfen. Ich denke das es schon schlaue Leute vor uns gemacht haben... Sonst hätten ja einige ne Überdosis Gestagen. Also das halte ich für übertrieben zu behaupten, dass es mal zu viel mal zu wenig Hormone abgibt.
Achso..und wenn ein Stück PLASTIK (wo du mir jetzt nicht erzählen kannst,dass man da steuern kann,wieviel Hormon täglich abgegeben wird- sonst hätte die Firma Tupper sicher längst das "intelligente Plastik" vermarktet ;-) ) in einem Gewebe liegt, dann braucht man nicht soviel Hormon,weil das einfacher aufgenommen wird ?? Muss ich dich leider enttäuschen. so super wird das auch nicht absorbiert, wenn man Spritzen gibt, gibt man sie gern in den Muskel,weil sie dann vom Organismus besser aufgenommen werden, als wenn man sie nur unter die Haut spritzt-aber das Implanon legt man nicht in den Muskel ;-)

auf http://www.kompendium.ch kannst du selber in der Packungsbeilage (die du ja hoffentlich sowieso von deinem verantwortungsbewussten Gyn selber bekommen hast VOR der Einlage) nachlesen,wieviel Hormon das Implanon täglcih abgeben SOLL :
Absorption
Nach dem Einsetzen von Implanon wird Etonogestrel rasch absorbiert. Ovulationshemmende Plasmakonzentrationen werden innerhalb 1 Tages erreicht. Die absolute Bioverfügbarkeit von Etonogestrel beträgt ca. 95%. Die maximalen Plasmaspiegel (zwischen 472 und 1270 pg/ml) werden innerhalb von 1 bis 13 Tagen erreicht.

Die Wirkstofffreisetzung aus dem Implantat sinkt mit der Zeit und beträgt während den Wochen 5–6 ungefähr 60–70 µg Etonogestrel pro Tag und sinkt bis Ende des ersten Jahres auf rund 35–45 µg, bis Ende des zweiten Jahres auf rund 30–40 µg und bis Ende des dritten Jahres auf rund 25–30 µg Etonogestrel pro Tag ab.

Aus diesem Grund nehmen die Plasmakonzentrationen während der ersten paar Monate schnell ab. Am Ende des ersten Jahres wird eine durchschnittliche Konzentration von rund 200 pg/ml (150–261 pg/ml) gemessen, die bis Ende des dritten Jahres langsam auf 156 pg/ml (111–202 pg/ml) absinkt. Die Plasmaspiegel von Etonogestrel sind gewichtsabhängig. Die gefundene Variabilität kann somit teilweise auf Unterschiede im Körpergewicht zurückgeführt werden.
Diese Schwankungsbreite von Jahr zu Jahr und die Variabilität generell sorgen dafür,dass du wie ich sagte auch zuviel kriegen kannst und wie sie unten schreiben, liegt die Variabilität nur TEILWEISE am Körpergewicht ;-)

Im Vergleich dazu haben wir die Mirena :
Die Freisetzung von Levonorgestrel beginnt sofort nach dem Einsetzen von Mirena. Die mittlere Freisetzungsrate von Levonorgestrel liegt bei 20 µg/24 Std. im ersten Jahr und beträgt ca. 10 µg/24 Std. nach 5 Jahren. Die durchschnittliche Freisetzungsrate von Levonorgestrel während einer Einlagezeit von Mirena von 5 Jahren beträgt 14 µg/24 Std.
Man sieht, die Mirena ist viel niedriger dosiert als das Implanon - ABER, laut britischen Forschern gibt sogar die Mirena täglich die DOPPELTE Menge einer Pille mit demselben Wirkstoff an den Körper ab.

Es ist somit beides sehr,sehr hoch dosiert und bevor man jemandem erzählt, man würde mit was ach so niedrig dosiertem verhüten, sollte man sich dann doch informieren.


Der Vorgänger vom Implanon wurde übrigens auch lange groß beworben und wie man in dem verlinkten Artikel lesen kann,wurden auch hier die negativen Wirkungen unter den Tisch gekehrt (http://www.bioskop-forum.de/bioskop-the ... plant.html) . Im Übrigen hatte Norplant (wo viele Frauen über dauerhafte Unfruchtbarkeit danach klagten) dasselbe Hormon wie die Mirena, was zeigen dürfte, dass Wirkstoffe egal ob sie schlecht sind oder nicht weiterhin vermarktet werden ;-)
Interessantes zu Nebenwirkungen und Folgeerkrankungen dank Pille und Co : http://www.hormonspirale-forum.de/viewt ... =23&t=4147
www.risiko-hormonspirale.de

Benutzeravatar
keks161
Mitglied
Beiträge: 6
Registriert: 27.04.2012, 13:56

Re: Unentschlossen-welche Verhütung die geeigneteste?

Beitragvon keks161 » 28.04.2012, 15:21

Du hast bestimmt recht! Aber nicht alle Frauen haben alle Nebenwirkungen! Ich habe die Packungsbeilage natürlich gelesen!
Wenn ich in ein Flugzeug steige könnte es abstürzen, entführt werden... (deswegen fragen manche Airlines auch nach einen Emergency Contact -weil das Risiko da ist!). Fliegen bietet aber statistisch gesehen ein geringes Risiko zu sterben als Autofahren. Und trotzdem fliege ich und trotzdem fahre ich Auto.
Das Implanon, die Pille etc. haben auch Risiken.. aber nicht alle haben Nebenwirkungen. Mir geht es besser damit als mit Pille. Und das trifft nur auf mich persönlich zu. In 2 jahren weiß keiner wie es aussehen wird.
Du brauchst mich nicht überzeugen wie schädlich das Ding ist.
10 Jahre Valette

Seit 27.03.2012 Implanon und super happy!!!!

Benutzeravatar
pampelune
Aktives Mitglied
Beiträge: 33
Registriert: 16.12.2010, 11:42

Re: Unentschlossen-welche Verhütung die geeigneteste?

Beitragvon pampelune » 28.04.2012, 20:17

Du hast bestimmt recht! Aber nicht alle Frauen haben alle Nebenwirkungen! Ich habe die Packungsbeilage natürlich gelesen!
Wenn ich in ein Flugzeug steige könnte es abstürzen, entführt werden... (deswegen fragen manche Airlines auch nach einen Emergency Contact -weil das Risiko da ist!). Fliegen bietet aber statistisch gesehen ein geringes Risiko zu sterben als Autofahren. Und trotzdem fliege ich und trotzdem fahre ich Auto.
Das Implanon, die Pille etc. haben auch Risiken.. aber nicht alle haben Nebenwirkungen. Mir geht es besser damit als mit Pille. Und das trifft nur auf mich persönlich zu. In 2 jahren weiß keiner wie es aussehen wird.
Du brauchst mich nicht überzeugen wie schädlich das Ding ist.

Überzeugen will dich auch keiner du hast selbst die Verantwortung für deinen Körper.
Nur hinterher ist es immer so das dann gejammert wird und man sich vielleicht sagt wie wir ehemaligen Mirenaträgerinnen, hätten wir bloß nicht !!!!
Jahrgang 1962, von März 2007 bis August 2011 Mirena, in einer Beziehung, 2 Kinder

Benutzeravatar
Mondi
Moderatorin
Beiträge: 1039
Registriert: 07.04.2005, 22:09

Re: Unentschlossen-welche Verhütung die geeigneteste?

Beitragvon Mondi » 29.04.2012, 13:10

Was du hier vergisst keks...manchmal MUSS man in ein Flugzeug steigen...aber niemand muss ein Implanon nehmen,weil man auch anderweitig sicher verhüten kann ;-) Und das mit den Nebenwirkungen da hast du natürlich Recht...aaaaallerdings wenn du die verlinkten Studien gelesen hättest, wüsstest du, dass du vll keine Nebenwirkungen haben musst (zumindest keine,die du mitm Implanon in Verbindung bringst), aber die Folgewirkungen sollten JEDER zukünftigen Anwenderin bekannt gemacht werden, da die Gyns darüber nicht aufklären. Und wenn du dir selber soviele Gedanken dazu gemacht und dich so genau informiert hast,ist das ja schön...aber die wenigsten machen das und wie pampelune schreibt, NACHHER ist das Gejammer groß!! Und nicht jede Frau hat das Geld oder die Möglichkeit sich nachher dann gut behandeln zu lassen (ich hab in die Pillen-Hautkrankheit auch schon ein kleines Vermögen investiert ;-) )
Interessantes zu Nebenwirkungen und Folgeerkrankungen dank Pille und Co : http://www.hormonspirale-forum.de/viewt ... =23&t=4147
www.risiko-hormonspirale.de

Benutzeravatar
Mondi
Moderatorin
Beiträge: 1039
Registriert: 07.04.2005, 22:09

Re: Unentschlossen-welche Verhütung die geeigneteste?

Beitragvon Mondi » 30.04.2012, 20:39

Ich möchte hier auch die absolut geniale Rede einer Forenteilnehmerin nochmal posten : http://www.cbgnetwork.org/4388.html

Gleiches gilt auch für die anderen hormonellen Verhütungsmittel ;-) insbesondere auch fürs Implanon - da man hier auch auf die Kooperation vom GYn hoffen muss und hier nichtmal eine Aufklärungspflicht besteht...(der die Gyns ja eh nicht nachkommen).
Interessantes zu Nebenwirkungen und Folgeerkrankungen dank Pille und Co : http://www.hormonspirale-forum.de/viewt ... =23&t=4147
www.risiko-hormonspirale.de

Benutzeravatar
Lunabelle
Aktives Mitglied
Beiträge: 87
Registriert: 20.03.2008, 23:19
Wohnort: Bayern

Re: Unentschlossen-welche Verhütung die geeigneteste?

Beitragvon Lunabelle » 30.04.2012, 21:27

Hallo Keks161,

bei einem Tierversuch mit "Göttinger Minischweinen" (damals Schering) wurde den Tieren der Wirkstoff (Levonorgestrel/Gestagen) in den Muskel gespritzt und die Tiere nach nur wenigen Wochen Versuchszeit getötet und obduziert. Bei einem Teil der Schweine wogen die Eierstöcke nur noch halb so viel, wie bei Tieren, die kein Gestagen gespritzt wurden.

Ein Implantat ist im Prinzip NICHTS anderes!

Willst du dieses Risiko eingehen.....
Jeder entscheidet für sich selber!

LG Lunabelle
"Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher." - Bertolt Brecht
Aegroti salus suprema lex. .- Das Wohl des Patienten ist höchstes Gesetz.

Benutzeravatar
RonjaR
Mitglied
Beiträge: 9
Registriert: 09.07.2011, 21:25
Wohnort: Bayern

Re: Unentschlossen-welche Verhütung die geeigneteste?

Beitragvon RonjaR » 30.04.2012, 22:16

Hallo Lunabelle,
dass ist ja mal interessant.
Wer weiß, ob unsere Eierstöcke durch die Mirena bzw. das Levonorgestrel auch geschädigt wurden und dadurch die ganzen NW wie Progesteronmangel entstanden sind.
Wie kann man das feststellen?

Benutzeravatar
Mondi
Moderatorin
Beiträge: 1039
Registriert: 07.04.2005, 22:09

Re: Unentschlossen-welche Verhütung die geeigneteste?

Beitragvon Mondi » 01.05.2012, 06:49

Ich würd sagen Ultraschall oder ?
Interessantes zu Nebenwirkungen und Folgeerkrankungen dank Pille und Co : http://www.hormonspirale-forum.de/viewt ... =23&t=4147
www.risiko-hormonspirale.de

Benutzeravatar
Fusselbär
Mitglied
Beiträge: 16
Registriert: 26.03.2012, 15:23

Re: Unentschlossen-welche Verhütung die geeigneteste?

Beitragvon Fusselbär » 13.05.2012, 20:48

Hm, Ultraschall muss nicht- wenn bestimmte Vorraussetzungen erfüllt sind sieht man das da aber auch.
Da sind die Schäden aber nicht nur leicht.

Bei der normalen Untersuchung wäre zumindest ein entdecken möglich, aber das bleibt auch nur beim "möglich".
Ärzte halt...

So, ich habe nun heute meinen letzten Nuva Ring entfernt (Packung ist jetzt zu ende). Da ich umgezogen bin und erstmal in ner WE Beziehung stecke brauch ich das ganze Zeug nicht, kann mein Herr mal was dazu tun.
In meiner Nähe (Jetzt) gibt es Ärzte die sowohl Gynefix als auch Goldlilly legen. Sollte ja kein Problem sein da einen guten zu finden.
Brauch nur nach positiven oder negativen Erfahrungsberichten zu schauen.

Letzte Woche hab ich mir mal meinen Blutdruck gemessen und war geschockt. War übel hoch (135 zu 69), der war vorher immer zu niedrig (unter 110 und 60). Die entscheidung abzusetzen war nicht schlecht und ich glaube es kann nur besser werden... :shock:

Benutzeravatar
Mondi
Moderatorin
Beiträge: 1039
Registriert: 07.04.2005, 22:09

Re: Unentschlossen-welche Verhütung die geeigneteste?

Beitragvon Mondi » 13.05.2012, 22:33

Du kannst mal im NFP-Forum gucken, in der Abteilung "Verhütung" , da gibts sowohl Fäden von Goldlily-Trägerinnen,als auch von Gynefix.
Bin aber generell deiner Meinung,die Kerle können auch mal verhüten ;-) schließlich haben BEIDE Spaß-nur unsere Gesundheit wird diesem Spaß geopfert..
Interessantes zu Nebenwirkungen und Folgeerkrankungen dank Pille und Co : http://www.hormonspirale-forum.de/viewt ... =23&t=4147
www.risiko-hormonspirale.de

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste