Entschädigung gefordert

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dieBeate
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Re: Entschädigung gefordert

Beitragvon dieBeate » 23.04.2017, 10:32

Hallo, Kytka, auch in Deutschland gibt es eine Sammelstelle für die Nebenwirkungen von Arzneimitteln, hier: http://www.bfarm.de/DE/BfArM/Org/Leitung/_node.html. Meldungen zur Mirena gibt es heute (Stand 23.04.2017) anscheinend 3806, siehe hier http://nebenwirkung.bfarm.de/apex/f?p=1 ... qiJQK-3hJg. Ist das Institut in Österreich auch staatlich, wie heißt es? Bei mir ist es auch so, dass ich an schlechten Tagen mit mir selbst beschäftigt bin, ich habe durchaus auch versucht, mich mit allem abzufinden. Kraft habe ich auch keine mehr, zumindest denke ich das heute. Daher habe ich hier ins Forum meine Gedanken reingeschrieben, sozusagen "um den Stab weiterzugeben" an Frauen, die mehr Energie haben als ich momentan. Vielleicht ist ja was Verwertbares dabei. Alles Gute dir und vielen Dank für deine Antwort Beate

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lekado
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Re: Entschädigung gefordert

Beitragvon lekado » 23.04.2017, 11:09

Hallo Beate,
ich würde das in die Hand nehmen, allerdings brauche ich etwas Zeit zum Überlegen, wie ich das am besten anstelle. Ich denke, ich werde einen offenen Brief formulieren und hier einstellen. Wer sich anhängen möchte, kann seinen Namen und ggf. seine Fallgeschichte freigeben. Ich würde auf jeden Fall darüber informieren, wo ich den Brief überall hinschicke.
Kanst Du mir ggf. ein paar Hintergrundinfos geben, Beate? Z.B. wie unter der Mirena der Progesteron- und Mineralstoffmangel entsteht, der ja eigentlich der Auslöser für die Beschwerden ist. Wenn ich mich da aus dem Fenster lehne, möchte ich fundierte Erkenntnisse haben, die auch nachweisbar sind. Also wären Quellentexte ganz hilfreich. Da weisst Du als Fachfrau sicher Bescheid, oder?
Es wäre sicher auch gut, wenn wir so einen Brief mit mehreren Absendern versehen, das dürfte mehr Gehalt haben, als wenn einer alleine so etwas schreibt, das klingt zu sehr nach Einzelschicksal. Ich denke so sinngemäss "Wie drei Verfasserinnen stehen stellvertretend für mehrere Tausend Frauen, die sich im Internetforum zusamengetan haben..." oder so ähnlich. Wärst Du bereit, Deinen Namen darunter zu setzen, liebe Beate?
Du vielleicht auch, liebe Kytka?
Liebe Gruesse an Euch, Leonie

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dieBeate
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Re: Entschädigung gefordert

Beitragvon dieBeate » 23.04.2017, 11:23

Hallo, Leonie, es freut mich sehr, dass du das machen willst!!! Die medizinischen Quellentexte und biochemische Fakten... nicht so leicht zu beantworten, bin auch nicht im Thema, aber ich kenne diese Info-Zusammenstellung: http://www.risiko-hormonspirale.de/stud ... tikel.html. Wir sind hier ja keine Ärztinnen, sondern Laien, daher denke ich, dass in einem offenen Brief ein Verweis auf diese Quelle reicht. Eine wissenschaftliche Bewertung sollte Experten überlassen werden, aber sinnvoll ist es, mal in die Öffentlichkeit zu bringen, wieviel Frauen bzw. Familien betroffen sind und wie sehr die Lebenssituation von Frauen und ihren Familien durch die Hormonspirale kaputt gemacht wurde. Ja, ich wäre bereit, meinen Namen drunter zu setzen. Liebe Grüße an dich, einen schönen Sonntag noch Beate

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Silke323
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Re: Entschädigung gefordert

Beitragvon Silke323 » 23.04.2017, 14:23

Liebe Beate,

nachdem Mia und ich das Interview mit FRIDA-Online gemacht hatten und auf "Quarks und Co" ein Bericht über Nebenwirkungen von Medikamenten (auch die Pille, aber kein Wort von der Spirale) lief, habe ich den WDR angeschrieben. Ich fragte nach, ob man wegen der Nebenwirkungen der Spirale auch mal was senden könnte. Das ist jetzt 2 Wochen her, bisher warte ich vergebens auf eine Antwort. Wenn wir was erreichen wollen, müssen wir es denke ich mit den Alternativen Medien versuchen, die Großen wollen oder können vielleicht auch nicht. Die werden wohl immer mal wieder einen Maulkorb kriegen.

LG - Silke

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lekado
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Re: Entschädigung gefordert

Beitragvon lekado » 23.04.2017, 15:30

Ich denke da speziell an die Frauenzeitschriften!

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Mia69
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Re: Entschädigung gefordert

Beitragvon Mia69 » 23.04.2017, 16:27

Hallo ihr Lieben. Leider weiss ich erst jetzt, da ich mich intensiv mit meiner Heilpraktiker Ausbildung und Mitochondrien Medizin auseinandersetze das JEDE Tablette Nebenwirkungen hat. Auch wir wollten due eierlegende Wollmilchsau. Die gibt es nicht. Mit jedem Medikament und ich meine wirklich jedes kauft man die nöchste Krankheit. Dann müssten alle Medikamente vom Markt genommen werden. Da ich nie Probleme hatte und immer glaubte alles vertragen zu können hab ich auch nur die Vorteile gesehen. Wenn man aber nie krank war denkt man immer, es trifft schon nicht mich sondern nur die anderen. Wenn wir auch nicht alle Nebenwirkungen wussten, war aber wohl den meisten bekannt das eine hormonelle Verhüting das Krebsrisiko erhöht. Offensichtlich ist Krebs wohl nicht abschreckend genug denn auch ich hab mich für Mirena entschieden. Jedes Medikament frisst Micronöhrstoffe aus dem Körper. Daher bekommen Leute mit Bluthochdruck und Diabetes auch eher Demenz und Herzerkrankungen und zu hohes Cholesterin was dann wieder die nächsten Krankheit führt. Zudem kommt noch hinzu, das sich in den letzten 25 Jahren unsere Ernährung dramatisch verändert hat. Obst und Gemüse hat teilweise bis zu 95 % weniger Mineralstoffe und Vitamine. Und die HS hat den Resr aufgefressen. Die Belastung am Arbeitsplatz hat zugenommen. Frauen müssen heute für die Rente arbeiten gehen und haben noch Kinder Haushalt usw. Da nimmt man doch schon schneller eine Schmerztablette statt sich mal abzulegen.
Ich will jetzt nicht sagen das die Pharmakonzerne und die Ärzte keine Schuld trifft aber wir wollen alle keine Verantwortung übernehmen. Wenn wir uns heute ein Auto kaufen oder einen Fernseher fahren wir durch die Gegend lassen und beraten lesen Testberichte usw. Auch ich war so blöd. Fpr Schuhe renne ich in 10 Läden. Die HS hab ich in 10 Minuten gekauft.
Hier ist eher die Politik gefragt und eine Reform unseres Gesundheitssystems.
Trotzdem würde ich mich anschliessen. Meine Geschichte erzählen um anderen Frauen die Augen zu öffnen. Ich unterstütze dich gerne. LG Mis
48 Jahre, keine Kinder, Mirena 5/2009-7/2016

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lekado
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Re: Entschädigung gefordert

Beitragvon lekado » 23.04.2017, 19:46

Liebe Mia,
da gebe ich Dir vollkommen recht! Auch ich war viel zu sorglos und habe völlig blauäugig darauf vertraut, dass mir schon nix passiert. Das ärgert mich am meisten, ich gehöre nämlich eigentlich zu der Fraktion, die fast nie Medikamente nimmt, selbst Kopfschmerztabletten nur im Notfall. Sonst bin ich ein absoluter Verfechter von Hausmittelchen. Aber 8 Jahre Mirena und vorher viele Jahre Pille... Gaaanz toll!!!

Ich frag mich jetzt auch, wie blöd man sein kann. Ich will auch keinem Arzt den schwarzen Peter zuschieben, was ich aber echt kritisiere, ist die mangelnde Aufklärung. Das liegt wirklich in der Verantwortung des Arztes und ist meiner Meinung nach ein Fehler im System! Wenn Du in der Apotheke Nasentropfen kaufst, wirst Du jedes Mal darauf hingewiesen, dass Du sie nicht länger als 3 Tage nehmen sollst, bei jeder Rezepteinlösung fragt Dich der Apotheker, ob die Anwendung bekannt ist. Aber der Arzt darf Dir die Mirena einfach so einsetzen. Hä?!? Angeblich sind Ärzte ja verpflichtet, die Packungsbeilage der Mirena rauszurücken, aber wer kontrolliert das denn bitteschön? Ich als Patient vertraue doch auf den Arzt (okay, mittlerweile nicht mehr...) und gehe davon aus, dass der mich korrekt berät. Ich weiss ja garnicht, worüber der mich eigentlich aufklären müsste. Woher auch?
Tschuldigung, ich musste mal etwas Frust ablassen. Ich denke, viele von Euch können das nachvollziehen!
LG

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Re: Entschädigung gefordert

Beitragvon cmikesch » 24.04.2017, 08:27

Hallo, ich wäre auch mit dabei. Leider kann ich bei der Organisation nicht mithelfen. Die Mirena hat mir so zugesetzt, dass ich solche Probleme mit der Muskulatur habe und deshalb meine Arme fast nicht mehr bewegen kann und auf das Laufen sehr schwierig ist. Ich kann leider auch nicht beweisen, dass die Mirena der Auslöser war . Aber ich würde zur Unterstützung gerne mit meinem Namen und meiner Geschichte beitragen. Mittlerweile bin ich seit über zwei Jahren zu Hause, weil ich einfach keine Kraft mehr habe. Ich wünsche mir einfach nur Gerechtigkeit und ich hätte gerne ein wenig von den Millionen die Bayern mit unserer Gesundheit verdient hat . Einfach um mein schwieriges Leben etwas angenehmer gestalten zu können. Ich fühle mich einfach nur verarscht. Vor allem von meiner Frauenärztin, sie hat den Zusammenhang immer abgestritten . Ich habe ja auch noch mal einen Brief geschrieben .,auch auf diesen hat sie nie
reagiert. Ich fühle mich einfach hilflos, allein gelassen. Aber wenn wir zusammenhalten vielleicht schaffen wir etwas gemeinsam.
Liebe Grüße
cmikesch

Jahrgang 64, 3 Kinder, 8 Jahre Mirena (Nov. 2004 - Mai 2012), immer noch massive Beschwerden mit der Muskulatur

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dieBeate
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Re: Entschädigung gefordert

Beitragvon dieBeate » 25.04.2017, 08:34

Hallo, ich mache mir auch Selbstvorwürfe wegen des Reinfallens auf die Mirena...Aber eigentlich muss das System so sein, dass auch "die etwas naiveren Frauen" sichere Arzneimittel erhalten. Mein Eindruck ist, dass auch die GynäkologInnen nicht wissen, wie gravierend die Nebenwirkungen der Hormonspirale sind. Das liegt natürlich auch daran, welche Infos sie von den Pharmavertretern erhalten. Leonie, du kannst mich auch gern per PN kontaktieren, vielleicht können wir auch emails tauschen. Ich bin so froh, dass du das mit dem offenen Brief übernehmen willst. Liebe Grüße Beate

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Re: Entschädigung gefordert

Beitragvon lekado » 25.04.2017, 09:54

Hallo Beate,
ich melde mich auf jeden Fall bei Dir, sobald ich etwas Luft habe. Bin gerade auf der Arbeit ziemlich eingespannt und ausserdem hat mich das Drei-Monats-Tief voll in seinen Klauen :(! Schlafstörungen, Muskelschmerzen, Atemnot, Herzstolpern, es ist zum Heulen. In zwei Wochen habe ich einen Termin bei einer Gyn, die mit bioidentischen Hormonen arbeitet. Ich hoffe, sie macht einen Hormontest, ist bestimmt der Progesteronmangel.
Ich setze mich aber an den Brief, sobald es geht.
Liebe Grüsse

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