Implanon

Alles rund um Pflaster, Ring und Verhütungsstäbchen.

Benutzeravatar
Sumaya
Mitglied
Beiträge: 4
Registriert: 04.09.2008, 16:50

Implanon

Beitragvon Sumaya » 04.09.2008, 18:06

Hallo allerseits,

ich würde gerne meine Erfahrungen mit dem Implanon mit euch teilen, vielleicht überlegt es sich ja dann eine potentielle Implanonträgerin es sich doch nciht einsetzen zu lassen.

Ich hatte das erste drei Jahre und letztes Jahr habe ich mir ein neues einlegen lassen. Seitdem leide ich extrem unter den Nebenwirkungen, wie Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen (war sogar schon beim Psychotherapeuten), richtig dicke eitrige Pickel, total unregelmäßige und dann extrem starke Blutungen, ich bin ständig gereizt usw., extrem aggressiv und ungeduldig (worunter dann besonders meine Kinder leiden, wegen jeder Kleinigkeit schrie ich rum, ich kam mir so richtig asozial vor, obwohl ich sonst ein total ruhiges Wesen hatte). Dazu sagt meine FÄ nur, dass das ja wohl Stressbedingt sei (ich studiere) und eher keine NW des Implanon.

Mittlerweile denke ich auch, dass ich durch das Implanon zugenommen habe, da ich nach meinen Schwangerschaften direkt abgenommen hatte und dann ,ohne dass sich meine Ernährung oder Lebensweise verändert hätte, habe ich im Laufe der letzten 4 Jahre gut 15 Kilo zugenommen, eigentlich bin ich direkt am Anfang aufgegangen wie ein Hefekuchen. Und mein Bauch wurde immer dicker und dicker, alle dachten ich sei schwanger. Und ich habe es auch nicht merh wegbekommen.

Ich fühle mich wie in den Wechseljahren, mit sehr straken Hitzewallungen, die in Aggressionen enden, Kurzatmigkeit, Panik- und Angstattacken, es war als sei meine Brust, mein Inneres total zugescnürt.

Dazu kamen dann noch die ständig schmerzenden und prall gefüllten und schweren Brüste, fast um 3 Körbchengrößen gewachsen (ich kann gar nicht mehr am Schreibtisch arbeiten, ohne sie auf der Platte abzustützen). Damit verbunden dann Nacken- und Rückenprobleme, bis hin zu einem Hörsturz.

Auch meine Füße und Hände waren manchmal so stark angeschwollen, dass ich z.B. keine Ringe mehr trage, weil ich sie abends nicht mehr abnehmen kann und sie dann extrem schmerzen. Ich hatte auch ständig schmerzende Vaginalentzündungen und war auch sonst sehr, sehr oft krank und erkältet. Manchmal konnte ich den Tag nur mit mehreren Dosen Iboprofen überstehen.

Ach ja, ist zwar peinlich, aber ich habe einen total unangenehmen Körpergeruch bekommen. Sogar wenn ich frisch geduscht habe, konnte ich mich nach einer Stunde nicht mehr riechen.

Und noch was komisches (vielleicht sagt eine was dazu?): Ich habe so komische rote, manchmal schuppende Flecken am Hals, im Dekoltee und unter der Brust bekommen, die wurden immer größer und größer und jucken teilweise tierisch. Ich hab mich nie getraut es meiner FÄ zu zeigen.

Jetzt fragt sich wohl jede, warum ich so blöd war und mir das Implanon nie habe rausmachen lassen und mir sogar noch ein 2. habe einsetzen lassen. Naja, ich habe die ganzen Sachen nie mit dem I. in Verbindung gebracht und meine FÄ hat immer alles als lächerlich abgetan.

Ich hab ja immer gedacht, das Übergewicht, die Stimmungschwankungen und alle körperlichen Beschwerden , wären Folge meines stressigen BA-Studiums und wegen der Kinder. Ich dachte, wenn ich fertig bin und weniger Stress habe, regeln sich diese ganzen Erscheinungen. Jetzt studiere ich den Master (nur noch in Teilzeit, also kaum Arbeit und fast null Stress), aber mir geht es noch genauso schlecht und abnehmen schaffe ich einfach nicht.

Dann bin ich auf die Erfahrungsberichte von Implanonträgerinnen und auch auf dieses Forum gestoßen und konnte es kaum glauben, dass dies alles NW des Implanons sein können. Ich dachte ja schon ich wäre verrückt, ich wollte schon meinen Mann verlassen (seid 10 Jahren glücklich verheiratet), weil ich ihm an der Misere in meinem Leben die Schuld gab.

Auf jeden Fall: Es ist jetzt draußen!!!!!!!
Seit zwei Tagen, und seitdem hatte ich keine! Hitzewallungen mehr, keine Aggressionen, keine Stimmungsschwankungen, der üble Körpergeruch ist weg und die Brüste schmerzen nicht mehr und sind nicht mehr so prall. Jetzt hoffe ich nur, dass auch meine Hautprobleme verschwinden (vielleicht sollte ich mal zum Hautarzt gehen) und vor allem auch dass mein Gewicht runtergeht und dass meine Brüste wieder kleiner werden.


P.S.: Meine FÄ meinte, dass ich aber dann nach der Entfernung am besten direkt am selben Tag den Nuvoring einsetzen soll, da ich sonst bestimmt ganz schnell schwanger werde.

Benutzeravatar
Mondi
Moderatorin
Beiträge: 1039
Registriert: 07.04.2005, 22:09

Beitragvon Mondi » 05.09.2008, 01:08

Hu...
Meine FÄ meinte, dass ich aber dann nach der Entfernung am besten direkt am selben Tag den Nuvoring einsetzen soll, da ich sonst bestimmt ganz schnell schwanger werde
damit ködern sie einen gerne zurück zur hormonellen Verhütung..denn das ist ja das allerschlimmste,was einem passieren kann,dass man schwanger wird..aber jahrelang Nebenwirkungen zu haben und etwas zu benutzen,was in 150 Prozesse im Körper eingreift und sonstige "nette Nebeneffekte" hat (siehe hier: http://www.hormonspirale-forum.de/viewtopic.php?t=4147 )
ist ja völlig harmlos dagegen :roll: ..und man kann ja auch nicht anders verhüten als hormonell :twisted: :twisted: Achtung,alles ironisch gemeint...
Gut für dich,dass du noch selber draufgekommen bist,was die hormonelle Verhütung deinem Körper so alles antut..viele nehmen den Müll ihr Leben lang und denken es wäre alles ok-die Zeit kann man dann nicht mehr zurückdrehen und vor allem tritt sehr häufig ne Art Blindheit ein..man sieht nicht,was von dem Müll kommt und was nicht und die Ärzte nehmen einen ja eh nicht ernst....

Benutzeravatar
Sumaya
Mitglied
Beiträge: 4
Registriert: 04.09.2008, 16:50

Beitragvon Sumaya » 05.09.2008, 09:26

Kann man eigentlich seinen Körper beim Entgiften unterstützen?

Benutzeravatar
Mondi
Moderatorin
Beiträge: 1039
Registriert: 07.04.2005, 22:09

Beitragvon Mondi » 05.09.2008, 10:21

Auf alle Fälle..wenn du entgiftest,kommt der Hormonmüll,der sich noch in deinem Fettgewebe befindet schneller raus.

Benutzeravatar
Sumaya
Mitglied
Beiträge: 4
Registriert: 04.09.2008, 16:50

Beitragvon Sumaya » 06.09.2008, 10:49

Vielleicht könntest du mir ein paar Tipps zum Entgiften geben, mit googeln findet man ja alles mögliche, wo man nicht weiß, ob es wirklich gut ist.

Benutzeravatar
Marla2
Aktives Mitglied
Beiträge: 33
Registriert: 03.03.2006, 12:18
Wohnort: Hessen

Beitragvon Marla2 » 06.09.2008, 15:37

Das mit dem nicht atmen können, dass kenne ich nur zu gut, dass hab ich sogar jetzt noch phasenweise und dann will ich atmen und ich merke es reicht noch nicht, aber ich komme nicht höher, wie ein Stopp, und dann kann man nur loslassen, aber man merkt, man hat nicht genügend sauerstoff bekommen.
Damit war ich auch beim Hausarzt und soll ich mal erzählen was der gesagt hat.....
"Sie atmen falsch Fr. XXX" und dann noch "Diese Art Atmung habe ich bisher nur bei FRAUEN gesehen"
Ist das nicht faszinierend :evil:

lg marla

Benutzeravatar
Mondi
Moderatorin
Beiträge: 1039
Registriert: 07.04.2005, 22:09

Beitragvon Mondi » 07.09.2008, 14:46

Wenn man Hormone entgiften möchte,bzw. chemisch hergestellte Hormone,würde ich dringend zur Begleitung durch einen Heilpraktiker raten...der wird dann wohl sagen,dass die Leber entgiften sehr wichtig wäre (da gibts von verschiedenen Herstellern Kuren) und auch Goldrutepräparate (Tee schmeckt besser als die Tropfen) sind gut zum Entgiften von "Umweltgiften"

Benutzeravatar
Sumaya
Mitglied
Beiträge: 4
Registriert: 04.09.2008, 16:50

Beitragvon Sumaya » 07.09.2008, 17:40

Hallo,

ja, ist ja schon komisch, dass man an allem immer selber schuld ist, weil man xy falsch macht, aber falsch atmen? :shock: So blöd kann Frau doch net sein :arrow:

@Mondi: Ich werde da morgen mal die Krankenkasse anrufen, ob die eventuell die Kosten für so eine Behandlung übernehmen. Aber ich befürchte, dass die eine Behandlung durch einen Heilpraktiker nicht übernehmen werde, oder?

Benutzeravatar
Mondi
Moderatorin
Beiträge: 1039
Registriert: 07.04.2005, 22:09

Beitragvon Mondi » 08.09.2008, 06:46

Also ich hab die Äußerung von Marla so verstanden,dass sie meint,dass die meisten Frauen falsch atmen,weil sie hormonell verhüten.

Ich glaub auch eher nicht,dass die Krankenkasse das bezahlt..aber es wäre halt sicherer für dich.

Benutzeravatar
Marla2
Aktives Mitglied
Beiträge: 33
Registriert: 03.03.2006, 12:18
Wohnort: Hessen

Beitragvon Marla2 » 08.09.2008, 19:17

Jaaaa, wollt eigentlich beides ausdrücken, zum einen dieser Quatsch mit dem falsch atmen und zum anderen seh ich da n zusammenhang, wenn das tatsächlich nur Frauen haben.

lg marla

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast