Mirena und ihre Auswirkung auf die Psyche

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Michael
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Re: Mirena und ihre Auswirkung auf die Psyche

Beitragvon Michael » 04.02.2015, 22:19

Hallo liebe Frauen,
vielleicht ist es bekloppt was ich als Ehemann veranstalte , aber ich liebe meine Frau.
Heute habe ich 20 verschiedene Frauenärzte in Deutschland angerufen und um einen Gesprächstermin gebeten.
Erste Frage von mir war : welche Spirale empfehlen Sie?
Antwort : Mirena , keine Nebenwirkungen.
Dann hab ich um einen Gesprächstermin gebeten da meine Frau Nebenwirkungen hat.
Antwort: Geht nicht Ihre Frau ist bei uns keine Patientin und 7 davon sagten das es nicht möglich sei sowas abzurechnen.
ich sagte : wieso sie können mir doch eine Privatrechnung für eine Beratung stellen?
Antwort: Nein, das geht nicht und es wurde aufgelegt.

Ehrlich: gibt es überhaupt eine reale Chance für betroffene für eine Ehrliche Antwort?
Meine Ehe und Familie geht kaputt und ich kann nur zusehen?

LG Michael

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daskleineb
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Re: Mirena und ihre Auswirkung auf die Psyche

Beitragvon daskleineb » 04.02.2015, 23:16

Hallo Michael,

nein, Du bist ganz und gar nicht bekloppt: Ich finde es wirklich toll was Du gemacht hast bzw machst.
Ich glaube aber das Du von einem Frauenarzt keine ehrliche Antwort zum Thema Mirena bekommen wirst.

Die meisten Frauenärzte legen die Mirena selber und werden wohl unter keinen Umständen eingestehen das die Mirena gravierende Nebenwirkungen hat.
Alternativ kann man sich auch an die Beratungsstelle von Pro Familia wenden die unabhängig zum Thema Verhütung berät.
Die sind objektiver als die Frauenärzte und haben keinen finanziellen Vorteil was die Mirena betrifft.
Das wäre sicherlich eine Anlaufstelle für Dich und Deine Frau.

Zu den psychischen Veränderungen möchte ich erwähnen das wir Frauen es selber gar nicht merken das wir uns verändern.
Und die meisten Aussenstehenden denken einfach das wir Frauen nur Stress, einen schlechten Tag oder ähnliches haben.
Ich habe diese Veränderungen damals selbst an mir auch nicht bemerkt und ich denke mal das es Deiner Frau ähnlich ergeht.

Kennst Du die Bekanntmachungen aus 2009 zum Thema
psychiatrische Erkrankungen als unerwünschte Arzneimittelwirkung von Mirena.

http://www.akdae.de/Arzneimittelsicherh ... 90501.html

Vielleicht druckst Du das mal aus für Deine Frau.

Ansonsten möchte ich Dir hier noch einmal sagen das ich Dein Engagement als Ehemann wirklich gut finde.

Liebe Grüße

Britta
Leben allein genügt nicht, sagte der kleine Schmetterling,Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume
muss man auch haben.
Hans Christian Andersen

Fruchtbarkeit ist keine Krankheit, die medikamentös behandelt werden muss

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exilhanseatin
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Re: Mirena und ihre Auswirkung auf die Psyche

Beitragvon exilhanseatin » 08.02.2015, 19:13

Hey Michael,

wie wäre es, wenn Du am 27. Mai 2015 zur Hauptversammlung von Bayer nach Köln kommst. Da kannst Du Deine Fragen direkt an den Vorstandsvorsitzenden von Bayer, Herrn Dekkers, richten, und zwar vor großem Publikum! Vielleicht interessiert es ihn ja mehr, wenn mal ein Mann für uns spricht...

LG
42 Jahre, 3 Kinder, Mirena von Oktober 2010 bis Juli 2011

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Michael
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Re: Mirena und ihre Auswirkung auf die Psyche

Beitragvon Michael » 02.03.2015, 16:58

Hallo ihr lieben.....

echt super , alles geht immer mehr die Bach hinunter.
Mittlerweile ist es ein echtes Problem zu diskutieren. Selbst einfache Dinge wie : was oder wie wird gekocht.
Streit!
Immer wenn es gegen ihre Einstellung oder Meinung geht fängt das Chaos an.
Seit August 2014 getrennt, Tochter bei meiner Frau.
Ich erkenne meine Frau nicht mehr. Aussagen wie: du hast einen Agressiven Unterton, Du willst mir Schaden.
Ich erkenne diese Frau nicht mehr, was ist jetzt los?
Die ganze Woche kommen wir klar am Telefon oder per Whats app. Am Wochenende ist meine Tochter bei mir und sie hat wohl wieder Kontakt mit ihrem besten Freund (macht Psychologisches Coaching, Lebensberatung..... das ganze Nebenberuflich und bietet auch Hypnose an).
Liege ich so falsch wenn ich vermute das hier wohl eine Beeinflussung vorliegt?
So kenne ich meine Frau nicht. Es hat mich viel Mühe gekostet sie davon etwas zu Überzeugen das ich ihr nichts schlechtes möchte aber über einige Dinge reden möchte und auch Antworten brauche, z.B. wie stehst Du zu mir, wie stehe ich zu dir, wie stellst du dir vor das es weitergehen soll.
Wie soll ich das alles packen? Ich liebe sie von ganzem Herzen aber ich finde keinen Weg.
Wenn es so weiter geht bin ich weg und das im wahrsten Sinne des Wortes......... ich überlege in die Karibik zu ziehen.
Halte das nicht mehr aus zu sehen wie sie sich verändert und alles kaputt geht und ich dabei nur zusehen kann.
Am Freitag will sie mit mir reden, hab jetzt schon Bedenken das alles wieder aus dem Ruder läuft.
Was geht in ihr vor? Warum hat sie sich so verändert? Warum sieht sie nur schlechtes in mir?
Beeinflussung? Oder will er was von Ihr und nutzt seine Psychologischen Kenntnisse zu manipulieren? Ich weiß es nicht!
Ich weiß nur mein ganzes Leben ist aus den Fugen und ich komme immer weniger damit klar.
LG Michael

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spatzilein
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Re: Mirena und ihre Auswirkung auf die Psyche

Beitragvon spatzilein » 14.06.2015, 21:32

Hallo Michael,
ich selber habe mir die Mirena vor ca. 9 Monaten nach der Geburt unseres Sohnes legen lassen und war zu Beginn auch sehr zufrieden. Irgendwann habe ich aber selber gemerkt, dass ich mich komisch verhalte. Mein ganzes Leben war auf einmal anders...ich fand meinen Partner nicht mehr attraktiv, wurde auch bei zärtlichen Liebkosungen nicht mehr erregt. Es tat sich gar nichts. Daher wurde ich gereizt, weil der Sex nicht mehr klappen wollte. Es kam gar nicht mehr zum Sex, fühlte mich nicht mehr begehrt und ich wurde gereizter...
Auf einmal hat mich alles genervt. WIRKLICH ALLES. Das Schmatzen, das Niesen, das Schnarchen, sein Geruch, seinen Charakter...einfach ALLES. Ich habe gedacht, dass ein Kind und der eintretende Alltag, der beim Zusammenleben irgendwann aufkommt, die Beziehung einfach verändert und ich nur noch ausbrechen wollte. Ich wollte auch die Trennung und habe meinen Freund im Grunde ähnlich gequält wie dich.
Ich wusste/weis nicht mehr ob ich ihn liebe, wollte mich auch nicht anfassen lassen. Dennoch habe ich heimlich die kleinen Aufmerksamkeiten (wie das Kopf streicheln beim Schlafen...du kennst das ja schon :-( ) genossen. Ich kann die innere Verfassung gar nicht recht beschreiben. Man fühlt sich ob alles gleichgültig ist.
Aufgrund von anderen Berichten im Internet habe ich mir die Spirale vor fast 2 Wochen entfernen lassen, in der Hoffnung, dass sich bald alles wieder normalisiert, also folglich leide ich momentan noch unter den Folgen...
Ich schreibe dir nur weil ich gerade schon wieder mit dem Trennungsgedanken gespielt habe und dann deinen Bericht fand. Als ich deine Geschichte las, wollte ich glatt mit dir weinen. Genau sowas würde mir doch auch passieren, wenn ich mich jetzt nicht zusammenreiße! Zum einen möchte ich dir danken, dass du deine Erfahrungen teilst und somit anderen die Chance bietest. Dein Beitrag ist vor Allem deswegen so wichtig, weil du als Mann deine Empfindungen niederschreibst. Zum einen können wir Frauen, die leidend sind, das nie von dieser Seite betrachten. Manche nehmen nicht einmal wahr, dass Mann mitleidet. Ich danke dir von Herzen das du so ein mutiger und scheinbar sehr liebevoller Mann bist und hier deine Erfahrungen preisgibst. Ich habe das Gefühl, dass die wenigsten Männer sich so intensiv mit der Spirale auseinandersetzen und auch eine Community um Ratschlag bitten wie du es tust.
Insofern du noch nicht in die Karibik ausgewandert bist, kann ich dir ja sagen, wie mein Freund es manchmal schafft mich zu einem Gespräch (das dann auch meist gut verläuft) zu bewegen:

Es darf keine Hektik oder Druck bestehen/entstehen
Es sollte spontan entstehen und wenn möglich nicht geplant sein
Es darf kein Zwang bestehen, nicht auf Antworten bestehen
Verständnis zeigen /Nimm deine Frau Ernst


Ich muss sagen, dass er solche wichtigen Gespräche über unsere Beziehung dann immer so nebenbei angefangen hat, wenn wir gemeinsam irgendetwas erledigt haben. Dachboden räumen zB. Man war gleichzeitig beschäftigt und musste nicht mal zwangsläufig Augenkontakt halten, was einem eine gewisse Flucht erlaubt hat, ohne das man wirklich wegging.
Ich weiß, dass es schon traurig ist, nur so ein Gespräch miteinander führen zu können. wenigstens hat sich nach den 2 Wochen in "Freiheit" schon einiges verbessert. Im Nachhinein tut mir auch vieles sehr Leid und ich wünschte ich könnte alles revidieren.

In der Hoffnung, dass in Zukunft alles besser wird, verbleibe ich mit freundlichen Grüße,

spatzilein

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abc123
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Re: Mirena und ihre Auswirkung auf die Psyche

Beitragvon abc123 » 30.11.2016, 13:55

Hallo spatzilein

Ich würde gerne mal wissen wie dir heute geht. Immer noch zweifeln an der Partnerschaft???
wie ich sehe ist müssten jetzt 1,5 Jahren Rum sein. Noch irgendwelche Nachwirkungen?

Mfg abc123

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