Bin ich ein weiteres "Opfer" von Mirena?!

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Kunfu82
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Bin ich ein weiteres "Opfer" von Mirena?!

Beitragvon Kunfu82 » 20.02.2019, 09:45

Guten Morgen zusammen,

ich verfolge seit einigen Wochen dieses Forum, um für mich zu klären, ob ich mit meiner Vermutung richtig liege, dass auch ich durch die Mirena meine Problemchen habe. Problemchen deswegen, weil ich sehr viel Erschreckendes hier lese und im Vergleich dazu bin ich noch "gut" dran. Aber trotzdem ist es ein Zustand, der mich immer mehr beeinträchtig und ich möchte einfach euren Rat...

Hier eine kurze Zusammenfassung zu meiner Person:
Ich bin 36 Jahre alt und eine Mama von 2 Jungs (7 und 4 Jahre). Nach der Geburt unseres 2. Sohnes hab ich mich nach der Beratung durch meinen Frauenarzt für die Mirena entschieden. Ich hatte sie gute 3 Jahre drin. Ich war super zufrieden. Mir ging es gut und ich fand sie Verhütungsmethode total super.

Im letzten Sommer kamen so langsam, schleichend die ersten Anzeichen, die ich nicht zuordnen könnte. Ich hatte plötzlich ständig diese Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Stimmungsschwankungen (hab manchmal völlig überzogen herumgebölgt), ständig müde und antriebslos und Herzrasen. Zuerst dachte ich daran, dass die Hitzewallungen und Schweißausbrüche an dem extrem heißen Sommer liegen. Dann kam es aber immer häufiger dazu und auch bei recht trüben und nicht so heißem Wetter. Ich hatte in den letzten Jahren immer wieder jährlich ein Blutbild machen lassen, einfach vorsorgemäßig. Da waren die Werte immer in Ordnung.

Mein erster Gedanke war, dass ich mit fast 36 Jahren verfrühte Wechseljahre bekomme. Meine Mutter war leider mit Ende 30 soweit. Dann bin ich im Netz auf die Suche gegangen und recherchiert. Zufällig bin ich auf einen Artikel gestoßen, in dem diese Symptome mit der Mirena in Verbindung gebracht wurden. Da ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen :smile_surprised:.

Ich dachte mir.... wieso tue ich mir das an?!?!? Jahrelang und wer weiß, was noch auf mich zukommt, wenn ich das Ding weiter in mir lasse. Daraufhin habe ich einen Termin bei meinem Frauenarzt gemacht. Ich hatte den Entschluss gefasst, die Spirale ziehen zu lassen.

Gesagt, getan!!!

Dann war ich also bei meinem Frauenarzt (mittlerweile gab es einen Wechseln in der Praxis, also nicht der FA, der mir die HS gesetzt hatte) und habe ihm geschildert, warum ich die HS raus haben möchte.
Wie ihr euch vorstellen könnt, war er der festen Überzeugung, dass es nicht an der HS liegen kann. Ihr kennt ja die üblichen Argumentationen, es läge eher daran, dass nach drei Jahren das Hormondepot der HS aufgebraucht sein könnte und daher die Symptome kommen BLA BLA BLA :smile_thinking:

Ich dachte mir nur.... wieso zum Teufel stehen diese Symptome (und noch schlimmere) dann als häufige Nebenwirkung im Beipackzettel :smile_angry:
Ich hatte auch keine Lust mit den darüber zudiskutieren, er würde ja eh bei seinem Standpunkt bleiben und habe nur gesagt, ich will das Ding raus haben, auch wenn ich Geld in den Sand gesetzt haben sollte. Wenn meine Symptome durch so einen kleinen Eingriff weg sein sollten, wäre ich schön blöd es nicht auszuprobieren.

Nun bin ich seit Oktober letzten Jahres HS-frei. Ich muss schon sagen, dass die Hitzewallungen und Schweißausbrüche sofort weg waren. Stimmungsschwankungen sind auch reduzierter.

Nun kommen wir zum eigentlichen Punkt, wieso ich hier im Forum um Rat frage...Was mir nun noch Sorge bereitet sind die Kopfschmerzen die ich vorher nicht hatte. Das kenne ich bei mir wirklich gar nicht. Sind manchmal richtig krass und mittlerweile sehr häufig. Schwindelgefühl kommt auch immer mehr hinzu. Was auch noch extremer geworden ist, ist die Müdigkeit. Ich erkenne mich selbst gar nicht mehr wieder. Ich könnte abends um 20 Uhr schon schlafen. Eigentlich fühle ich mich den ganzen Tag müde, selbst wenn ich genug Schlaf bekomme (was nicht immer der Fall ist, durch die Kinder). Einen Druck hinter den Augen verspüre ich auch ganz arg.

Ich bin kein Brillenträger und um eine evtl hinzugekommene Sehschwäche auszuschließen, war ich gestern beim Augenarzt. Da ist alles in Ordnung. Habe wohl zu trockene Augen und habe Tropfen bekommen. Aber das alleine kann es doch nicht sein...

Jetzt möchte ich bald mal ein Blutbild machen lassen und den Hormonhaushalt checken lassen. Welche Werte genau sind wichtig beim Blutbild? Was soll ich meinem Hausarzt sagen? Macht der Hausarzt auch den Check den Hormonhaushaltes?
Ich mag eigentlich ungern zum Frauenarzt deswegen. Kann mir schon vorstellen womit der mir kommt. Wenn es nicht anders geht, würd dich dahin. Aber finde es schon blöd, dass ich mich überhaupt dabei unwohl fühle da nach zu fragen.

Sorry, dass ist jetzt echt lang geworden. Ich hoffe ihr macht euch trotzdem die Mühe dies alles zu lesen und hoffe ihr könnt mir helfen und Tipps geben.

Liebe Grüße
Funda

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Susanne1978
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Re: Bin ich ein weiteres "Opfer" von Mirena?!

Beitragvon Susanne1978 » 20.02.2019, 11:34

Hallo Funda, ich bin seit Mai 2018 Mirena frei und habe auch noch zu tun.

Was mir geholfen hat, war erstmal mit Magnesium anzufangen. Dann Vitamin B Komplex... viele haben die Hilfe einer Heilpraktikerin gesucht. Mit der bin ich am Anfang weiter gekommen. Hast du einen Zyklus?

Guck mal weiter unter Östrogendominanz, Progesteronmangel, Histaminintoleranz..

Die anderen werden sich bestimmt auch noch melden.

Aber erstmal toll, dass du das Ding los bist. Und ja, es dauert bis der Körper funktioniert.
LG Susanne :smile_flower:

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Kunfu82
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Re: Bin ich ein weiteres "Opfer" von Mirena?!

Beitragvon Kunfu82 » 20.02.2019, 13:51

Hallo Susanne,

vielen Dank für deine Antwort.

Ich finde es unglaublich, dass man so lange damit zu kämpfen hat. Da denkt man, man macht das Richtige, und dann DAS!

Ja seit Dezember pendelt sich so langsam mein Zyklus ein zum Glück. Und das sogar regelmäsig wieder. Dass das so schnell wieder klappt hätte ich tatsächlich nicht erwartet. Da bin ich auch beruhigt.

Das mit dem Heilpraktiker habe ich auch schon überlegt.

Danke für die Tipps. Werde mich diesbzgl. auch nochmal schlau machen.

LG
Funda

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Susanne1978
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Re: Bin ich ein weiteres "Opfer" von Mirena?!

Beitragvon Susanne1978 » 20.02.2019, 15:07

LG Susanne :smile_flower:

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Kunfu82
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Re: Bin ich ein weiteres "Opfer" von Mirena?!

Beitragvon Kunfu82 » 20.02.2019, 15:45

Habe ich rein zufällig vorhin gegooglet. Wollte mich heute Abend noch ein bisschen mehr einlesen. Aber danke für den Tipp.

Muss mich jetzt auch mal in meinem Umkreis nach einer Heilpraktikerin umschauen, die sich vll auf solche Dinge spezialisiert hat.

LG Funda

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Silke323
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Re: Bin ich ein weiteres "Opfer" von Mirena?!

Beitragvon Silke323 » 20.02.2019, 19:27

Liebe Funda,

auf der Suche nach einem geeigneten Heilpraktiker hilft Dir vielleicht auch dieser Link:
https://hormonselbsthilfe.de/fachkraftfinden/

Meine Heilpraktikerin ist dort auch gelistet und sie hat mir wirklich gut geholfen.

Viele Grüße
Silke

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Kunfu82
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Re: Bin ich ein weiteres "Opfer" von Mirena?!

Beitragvon Kunfu82 » 20.02.2019, 19:35

Hallo Silke,
das ist sehr hilfreich vielen lieben Dank. Ich finde es nämlich echt schwer, jemand geeigneten zu finden ohne Referenzen usw.
Da bin ich mal gespannt.

LG Funda

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Annikan
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Re: Bin ich ein weiteres "Opfer" von Mirena?!

Beitragvon Annikan » 25.02.2019, 15:20

Hallo Funda, herzlichen Glückwunsch zu deinem Entschluß. Solltest du dich in deiner FApraxis nicht mehr wohl fühlen, dann wechsele. Ich muß das auch tun, weil ich mich nicht mehr gut betreut fühle, irgendwie kommt es mir vor, daß ich ohne Mirena eine Patientin 2. Klasse bin!
Du kannst beim Hausarzt deine Werte bestimmen lassen, nur wichtig sind die Blutwerte in der Zelle. Auch gelten für einen Schulmediziner Werte an der oberen oder unteren Grenze noch als i.O.! Von Nahrungsergänzungsmitteln halten die auch nicht viel, da mußt du schon einen richtig guten Arzt erwischt haben. Magnesium, Kalium, Vitamin D und B - Vitamine zu bestimmen sind wichtig und mit Magnesiumcitrat aufzufüllen würde ich schon beginnen! Mit den Hormonbestimmung würde ich noch bis Mai oder Juni warten, die sind noch nicht raus und dann hast du auch noch ordentlich Entzugserscheinungen. L.G.
1.Mirena 2004 - 2009, 2.Mirena 2009 - 2014, 3.Mirena - Dezember 2014 - April 2016

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Claudi7213
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Re: Bin ich ein weiteres "Opfer" von Mirena?!

Beitragvon Claudi7213 » 26.02.2019, 21:57

Hallo ich bin neu im Forum und habe eine Frage. Ich bin 46 Jahre alt und habe 3 Kinder. Im August wurde mir nach 7 Jahren die Mirena gezogen . Seit dem hatte ich keine Blutung mehr und quäle mich mit sehr heftigen Hitzewallungen mit Schlafstörungen . Laut Frauenarzt bin ich aber noch nicht oder erst am Anfang der Wechseljahre da noch Eierstock Hormon da ist wenn auch weniger . Hat jemand einen Rat für mich ? Habe jetzt mit Femoston begonnen da die Hittewallungen unerträglich sind . Danke im Vorraus

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Mia69
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Re: Bin ich ein weiteres "Opfer" von Mirena?!

Beitragvon Mia69 » 28.02.2019, 07:01

Hallo. Das hat auch mit msngelnder Ebergieproduktion und Progesteronmangel zu tun. Such dir einen Mitochondrien Mediziener der die Zellen untersucht. Du wirst evtl. Auch eine Progesteron Creme bekommen. Wenn du Informationen möchtest suche hier im Forum unter Mitochondrienmedizin. Von allein wird das nicht mehr weg gehen. LG Mia
50 Jahre, keine Kinder, Mirena 5/2009-7/2016

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