Östrogen oder Progesteronmangel durch Mirena?

Hier kannst Du Dich mit Anwenderinnen austauschen.

Benutzeravatar
Enya90
Aktives Mitglied
Beiträge: 22
Registriert: 05.07.2015, 13:04

Östrogen oder Progesteronmangel durch Mirena?

Beitragvon Enya90 » 05.07.2015, 13:53


Hallo,
lezte Woche wurde meine Mirena entfernt. Sie lag 7 Jahre, ich hab sie bekommen, weil ich vorher einen stark verkürzten Zyklus, 21 Tage , hatte. Meine Regel ist nach 6 Monaten ausgeblieben und kam bis zuletzt nicht wieder.

Die ersten 5 Jahre hatte ich keine Probleme. Dann fing es an mit nächtlichem Schwitzen, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen. Zwischendrin war es wieder etwas besser. Seit zwei Monaten geht es mir ganz dreckig. Ich schlafe kaum noch, habe teilweise Panikattacken, weiß kaum wie ich durch den Tag kommen soll. Ich sollte jetzt eine neue Mirena bekommen und bin in Zuge dessen auf diese Seite gestoßen und habe beschlossen, erst mal die Mirena zu entfernen. Vom Alter her, fast 44, können die Bescherden natürlich auch auf Wechseljahre hindeuten. Meine Frauenärztin war keine Hilfe, hormonstatus hat sie verweigert. Das sei nur punktuell und würde gar nix aussagen. Ich solle einfach beobachten.

Meine Frage, die sich mir im Moment stellt: Wird durch Mirena Östrogen Oder Progesteronmangel hervorgerufen? Gelesen habe ich beides und die Symptome sind ja auch ähnlich. Bin etwas ratlos, in welche Richtung ich weiter recherchieren soll.....

Benutzeravatar
Wolke7
Aktives Mitglied
Beiträge: 407
Registriert: 20.07.2012, 12:16

Re: Östrogen oder Progesteronmangel durch Mirena?

Beitragvon Wolke7 » 05.07.2015, 17:58

hallo enya,

bei mir hat die mirena sowohl einen östrogen- als auch einen progesteronmangel verursacht - entweder du lässt einen hormonstatus im blut machen - notfalls auf eigene kosten - oder du machst einen sog. speicheltest z.b. bei ganzimmun,allerdings brauchst du für die auswertung einen guten therapeuten oder hp, suche dir am besten vorab so jemand.

was mir gut hilft ist viel magnesium...... mirena frisst die vitamin und mineralspeicher leer. ich habe einen starken magnesiummmangel u.a. dadurch bekommen...... versuche es doch einfach mal mit magnesium, vll. verschwindet das ein oder andere.falsch machen kannst du damt nichts.

und dann lass dir die wichtigsten werte bestimmen wie vit d, vit b6 und vit b 12, eisen, magnesium....

alles gute für dich.

lg wolke7

Benutzeravatar
Kooper
Aktives Mitglied
Beiträge: 310
Registriert: 03.11.2013, 13:27

Re: Östrogen oder Progesteronmangel durch Mirena?

Beitragvon Kooper » 05.07.2015, 19:19

Liebe Enya,

knappe Antwort: ja !

Durch Mirena kann Östrogen- und Progesteronmangel hervorgerufen werden. Ich hatte nach dem Ziehen postmenopausale Werte (d. h. NACH den Wechseljahren) mit gerade mal 43.

Die FÄ messen nicht gern die Hormone, weil das 1. aufs Budget geht und sie 2. genau wissen, dass die Werte nach Zufuhr von künstlichen Hormonen, besonders Mirena, oft katastrophal sind.

Facharzt für die Hormone wäre ein Endokrinologe - dort werden die Hormone auf Kassenkosten gemessen. Viele entwickeln unter der Mirena auch eine Schilddrüsenunterfunktion, diese Werte (TSH, FT3, FT4) kann der Endo ebenso messen wie das Stresshormon Cortisol.

Vielleicht hast Du in Deiner Nähe eine entsprechende Möglichkeit ?

Und wenn der Doc sich erst mal bereit erklärt, diese Untersuchungen vorzunehmen, könnte er ja eventuell auch gleich B12 + B6 und Vitamin D "mal eben :wink: " mit messen... (manches ist normalerweise kostenpflichtig - kommt auf den Arzt und seine Laune an).

Magnesium ist ein guter Tipp, auch B12 (Hydroxo- oder Methylcobalamin) hilft vielen.

Zudem viel Trinken (Wasser, Kräutertee), Leberwickel (Handtuch mit warmem Wasser oder Schafgarbentee auf den Leberbereich legen, Wärmflasche obendrauf, Handtuch um den Körper wickeln, ruhen), eventuell Öl ziehen, Hormon Yoga...

Viele haben nach Mirena auch einen Vitamin-D-Mangel, aber die Verträglichkeit ist sehr unterschiedlich (ich vertrage es zum Glück sehr gut, habe aber auch erst ein gutes Jahr nach dem Ziehen damit begonnen und nehme es hochdosiert) - dies aber m. E. immer in Verbindung mit Vitamin K2.

Ich habe auch eine Darmsanierung gemacht und ein gutes Stück weiter gebracht hat mich die Ausleitung der Hormone mit Hormatrix N Levonorgestrel.

Unter "Linksammlung" findest Du komprimiert von Lunabelle zusammengetragene Informationen zu "Vitamin- und Mineralstoffsammlung".

Ansonsten: wir wissen, wie dreckig es einem mit Mirena und kurz nach dem Ziehen geht. Das ist vielleicht nur ein kleiner Trost, dass Du nicht allein bist. Es bleibt nur: Strecke machen. In der Regel wird es jeden Tag ein kleines bisschen besser - vielleicht hilft Dir Tagebuchschreiben ? Die (kleinen) Erfolgserlebnisse motivieren ungemein, weil man weiß, dass man auf dem richtigen Weg ist.

Und noch was zum Abschluss: Ich weiß, dass man mit Mirena sehr dünnhäutig wird. Das ist für Ärzte & HPs ein gefundenes Fressen. "Nebenwirkungen gibt es nicht... wirkt nur lokal... gehen Sie zum Psychiater... alles Einbildung..." - wenn es irgendwie geht, schalte beim Doc die Staubsaugerohren an. Ein Ohr rein, das andere raus. Ich habe in den letzten Jahren (zumeist ohne vernünftige vorherige Untersuchung) so viel Mist gehört, dass mein Vertrauen in die Halbteufel in weiß (und auch die HPs) quasi nicht mehr vorhanden ist. Die wollen nur Geld machen, die Menschen und deren Gesundheit sind ihnen scheißegal.

Hierzu ein kleines Gedicht von Eugen Roth:
Was bringt den Doktor um sein Brot?
a) die Gesundheit, b) der Tod.
Drum hält der Arzt, auf daß er lebe,
Uns zwischen beiden in der Schwebe.

Ich wünsche Dir für Deine Genesung alles Gute !
LG Kooper
Kooper, Baujahr 1970, in Partnerschaft, keine Kinder
1. Mirena 2003 - 2009, 2. Mirena 2009 - 2013


Was bringt den Doktor um sein Brot ?
a) die Gesundheit b) der Tod.
Drum hält der Arzt, auf daß ER lebe,
Uns zwischen beiden in der Schwebe.
Eugen Roth

Benutzeravatar
Enya90
Aktives Mitglied
Beiträge: 22
Registriert: 05.07.2015, 13:04

Re: Östrogen oder Progesteronmangel durch Mirena?

Beitragvon Enya90 » 06.07.2015, 09:54

Hallo,
vielen Dank für die Tipps. Ich nehme bereits seit ein paar Tagen Vitamin B12 und Vitamin D und habe mir jetzt noch Magnesium besorgt. Ich habe im Internet eine Privat-Praxis (Arzt) gefunden, die sich auf Hormone (Stichwort Östrogendominaz) spezialisiert hat. Vielleicht werde ich das Geld mal investieren und dort hin gehen....beim Endokrinologen muss man ja Monate auf einen Termin warten als Kassenpatient :evil: .

Mir ging es einen Tag nach Ziehen der Spirale relativ gut (im Vergleich zu den beiden Monaten zuvor), an den folgenden Tagen ging es aber leider wieder bergab. Das war wahrscheinlich die Freude, dass ich das Ding endlich los bin. Aber wie ich gelesen haben, muss man viel Geduld mitbringen, bis sich etwas bessert.

LG enya

Benutzeravatar
Wolke7
Aktives Mitglied
Beiträge: 407
Registriert: 20.07.2012, 12:16

Re: Östrogen oder Progesteronmangel durch Mirena?

Beitragvon Wolke7 » 06.07.2015, 15:19

hallo,

ich würde erstmal beim ha nachfragen, die machen das doch auch, zumindest die vitamine und mineralien, schilddrüse, leberwerte..... hormomstatus macht auch der fa, zahle es notfalls selbst. bei einem privatarzt mußt du nicht nur die blutwerte zahlen sondern alles. und das kann sehr teuer werden.
und noch eins: mach dich nicht verrückt.

lg wolke7

Benutzeravatar
Tulpenfreundin71
Mitglied
Beiträge: 12
Registriert: 09.03.2015, 17:31

Re: Östrogen oder Progesteronmangel durch Mirena?

Beitragvon Tulpenfreundin71 » 07.07.2015, 16:29

Hallo an Euch alle,

das ist genau das was bei mir passiert ist...bin 44 und habe Östrogen und Progesteronmangel wie nach den Wechseljahren.Es wurde sofort nach dem Ziehen ein Hormonstatus gemacht.Auch Vitamin B12 und D sind so gut wie verschwunden(das musste ich selbst bezahlen)Nun nehme ich schon ein vierteljahr Östrogengel,Progestankapseln und B12 Spritzen sowie D als Tablette.Viele Wechseljahresbeschwerden wurden dadurch beseitigt(Schlafstörung,Hitzewallung,Depri)aber eine Unruhe ist immer mal wieder da und somatische Beschwerden(Magen-Darm).Warte nocch immer auf meine Kur,das wird wohl erst zum Herbst etwas :| Habe seit 2 Monaten einen starken Haarausfall...wie ist das bei dir?Wirst du auch eine Hormonersatztherapie machen?Meine Gyn meinte bei so nem starken Mangel helfen Naturmittelchen nicht...Ende des monats ist das Ziehen bald ein halbes Jahr her,ich hoffe das sich die Psyche auch mal wieder "fängt".Ansonsten halte durch und fühle dich nicht alleine,das hier im Forum hat mir sehr geholfen

Benutzeravatar
exilhanseatin
Aktives Mitglied
Beiträge: 140
Registriert: 10.07.2011, 04:33

Re: Östrogen oder Progesteronmangel durch Mirena?

Beitragvon exilhanseatin » 07.07.2015, 17:27

Nimmst Du Magnesium zum Vitamin D, Tulpenfreundin? Das mit der Unruhe hört sich nach Magnesiummangel an...
42 Jahre, 3 Kinder, Mirena von Oktober 2010 bis Juli 2011

Benutzeravatar
Enya90
Aktives Mitglied
Beiträge: 22
Registriert: 05.07.2015, 13:04

Re: Östrogen oder Progesteronmangel durch Mirena?

Beitragvon Enya90 » 07.07.2015, 21:16

Hallo Tulpenfreundin,

Du hattest ja Glück einen Hormonstatus zu bekommen. ich hänge ja leider in der Luft. Vitamine und Mineralien nehme ich mal auf gut Glück, werde ich jetzt beim Hausarzt probieren, dass er einen Status macht. Ansonsten muss ich abwarten oder den Hormonstatuts privat machen lassen. solange meine Gynäkologen nicht weiß, wie sich meine Regel verhält will sie nix machen. Da werden ja dann locker noch 2 Monate ins Land gehen.....Östrogen darf ich wegen Migräne nicht bekommen, da wäre ich auch zögerlich die zu nehmen.

Bin meine Mirena ja jetzt seit einer Woche los und es geht schon etwas besser, ich hoffe, die Tendenz geht weiter nach oben...
Für Dich weiterhin gute Besserung!

Benutzeravatar
Tulpenfreundin71
Mitglied
Beiträge: 12
Registriert: 09.03.2015, 17:31

Re: Östrogen oder Progesteronmangel durch Mirena?

Beitragvon Tulpenfreundin71 » 08.07.2015, 09:42

Hallo nochmal,

das die Hormone gecheckt wurden kam sofort von der Ärztin.Aber als ich zum Ziehen zu ihr kam sah ich auch aus wie ein Gespenst...
Ich war krank geschrieben wegen Depression und Panik und sass bei ihr mit zitternden Beinen.Sie vermutete sofort einen Östrogenmangel.Nein ,Magnesium habe ich nicht genommen die ganze Zeit.Erst als ich vor 10 Tagen immer so ein Augenlidzucken hatte hab ich mir ein Präparat aus der Apotheke geholt.Das nehme ich aber nur alle 2 Tage,da ich irgendwie das Gefühl habe ich bekomme davon Durchfall.Das Zucken hat sich auch wieder beruhigt.
Ich kann das immer nicht verstehen warum die Ärzte keine Bluttest machen wollen...daran kann man doch am besten einen Mangel erkennen.

liebe Grüsse

Benutzeravatar
Wolke7
Aktives Mitglied
Beiträge: 407
Registriert: 20.07.2012, 12:16

Re: Östrogen oder Progesteronmangel durch Mirena?

Beitragvon Wolke7 » 08.07.2015, 10:06

hallo enya,

ich würde da gar nicht groß rummachen und mir einen anderen arzt suchen, eine 2. meinung einholen ist immer gut. und ein ha macht normalerweise ein großes blutbild über die kasse, sag ihm einfach dir geht es nicht so gut. tja, warum wohl nicht, die bluttests gehen über das budget, so wenig wie möglich. vit.d z.b. muss man generell selbst zahlen.
nimm nichts ohne zu wissen was dir fehlt.

lg wolke7

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste