Östrogendominanz

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Susanne1978
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Östrogendominanz

Beitragvon Susanne1978 » 07.08.2018, 22:05

Hallo Zusammen, mir wurde nun eine Östrogendominanz bestätigt. Ich werde das jetzt mit meiner HP in Angriff nehmen. Ich habe aber eine Frage bezgl. meines ADs. Ich nehme seit fast 20 Jahren ADs. Immer wenn ich dachte es ginge mir gut, habe ich sie abgesetzt, was immer böse endete. Und ich bin jetzt der Meinung, dass das mit den Ängsten anfing, als ich die Pille nahm. Also als die Hormone kamen. Aber nun kurze Rede ohne Sinn. Wenn meine Hormone im Gleichgewicht sind, meine Speicher aufgefüllt, gibt es dann die Möglichkeit ohne AD zu leben? Oder hat sich mein Körper schon so sehr daran gewöhnt?

Übrigens habe ich drei Monate die Mirena nicht mehr und mein Zyklus ist super. Ich bekomme brav meine Regel.

Lg Susi
LG Susanne :smile_flower:

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lekado
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Re: Östrogendominanz

Beitragvon lekado » 08.08.2018, 06:37

Liebe Susanne,
ich habe wg. Mirena auch Depressionen und Panikattacken gehabt und musste deswegen AD's nehmen. Davon ging es mir aber noch mieser. Ich fühlte mich zugenebelt, habe 20 kg zugenommen und schlief schlecht. Also habe ich die AD abgesetzt, das hat aber ein Jahr gedauert.
Ich rate Dir, ganz, ganz kleinschrittig vorzugehen. Die Runterdosierung, die mir mein Arzt vorgegeben hat, war viel zu schnell und ich hatte immer Rückfälle. Ich habe mich dann in diversen Foren schlau gemacht und dann monatlich ein Zehntel der Ursprungsdosis abgesetzt. Wenn Rückschläge kommen, kannst Du auf die letzte Dosis gehen, die Du gut vertragen hast und setzt kleinschrittiger ab. Lass Dir Zeit, bei mir hat das ganz gut geklappt. Die letzte Dosis abzusetzen war am schwierigsten und ich hatte ein paar Wochen Entzugserscheimungen, aber auch das hörte irgendwann auf. Seit Jahresanfang bin ich frei von AD's und habe seitdem 20 kg abgenommen. Allerdings mache ich zeitgleich eine Mikronährstofftherapie. Das hilft mir.
Wusstest Du übrigens, dass in Studien belegt wurde, dass bei allen Leuten, die an einer Depression leiden, Nährstoffmängel vorliegen? In den USA gelten Depressionen als Stoffwechselerkrankung und nicht als psychische Störung. Insofern hast Du gute Chancen, dass es auch ohne AD's geht, wenn Du Deine Mineralstoffe auffüllst. Ich drück Dir die Daumen. Schreib mich gerne an, wenn Du noch Infos brauchst. LG Leonie

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Sonia
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Re: Östrogendominanz

Beitragvon Sonia » 08.08.2018, 07:00

.." dass in Studien belegt wurde, dass bei allen Leuten, die an einer Depression leiden, Nährstoffmängel vorliegen? In den USA gelten Depressionen als Stoffwechselerkrankung und nicht als psychische Störung. Insofern hast Du gute Chancen, dass es auch ohne AD's geht, wenn Du Deine Mineralstoffe auffüllst."

..genau so lerne ich es gerade in meinem Studium! Ja, die meisten haben Mg und Vit B-Mangel...aber hey, das interessiert doch unsere Ärzte nicht! Die gucken lieber wie sie ADs verschreiben und ihre Ruhe haben. Meine Mama bekam vor Jahren ADs und nahm 18 kg zu... und nicht nur das. Traurig aber man muss selber sein Arzt sein.

LG S
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Kooper
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Re: Östrogendominanz

Beitragvon Kooper » 08.08.2018, 12:21

Liebe Susi,

ich bin leider ein kleines Sensibelchen und hatte von den AD ebenfalls einen Haufen Nebenwirkungen.

Laut den Ärzten in der Klinik machen AD nicht abhängig und man nimmt davon auch nicht zu :smile_rofl: . Mein renitenter Körper hat leider anders reagiert...

Ich war damals echt leichtsinnig und habe die AD (90 mg Cymbalta) abrupt abgesetzt. Das war die Hölle und ich kann jedem nur abraten, es so zu machen!
Um überhaupt irgendwie klarzukommen, bin ich mit einer niedrigeren Dosierung wieder eingestiegen.

Nachdem ich wieder halbwegs "funktionsfähig" war, habe Ich die Kapseln geöffnet, es waren kleine Kügelchen darin, die habe ich abgezählt und immer weiter runterdosiert. So habe ich es letztlich geschafft, es hat aber eine Weile gedauert. Sporadisch traten in den ca. 1,5 Jahren danach noch nach Nachwirkungen auf, aber das war gut auszuhalten und wurde auch immer weniger. Seit Jahren bin ich komplett frei davon und unglaublich froh, keine Medikamente mehr zu nehmen!

Ich sehe in jedem Fall auch bei Dir die Möglichkeit, ohne AD leben zu können! Das Auffüllen von Vitaminen und Minderalien (wie schon genannt) und das Beseitigen der Östrogendominanz werden Dir ganz sicher dabei helfen, und ganz nebenbei bietet dies die Chance, das ein oder andere "Zipperlein" gleich mit loszuwerden.


LG Kooper
Kooper, Baujahr 1970, in Partnerschaft, keine Kinder
1. Mirena 2003 - 2009, 2. Mirena 2009 - 2013


Was bringt den Doktor um sein Brot ?
a) die Gesundheit b) der Tod.
Drum hält der Arzt, auf daß ER lebe,
Uns zwischen beiden in der Schwebe.
Eugen Roth

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Susanne1978
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Re: Östrogendominanz

Beitragvon Susanne1978 » 09.08.2018, 17:45

Lieben Dank erstmal für die Antworten. Letztendlich werde ich erstmal alle Baustellen aufarbeiten die mit der Mirena zusammen hängen. Dann, wenn ich stabil bin, gucke ich mir das mit dem AD an. Eins nach dem anderen....

Kooper, also ehrlich! Du bist der Knaller. Du kannst doch nicht von Null auf Hundert gehen...
Aber letztendlich stimmt es mich schon zuversichtlich, dass du es geschafft hast. Mein AD kommt aus der gleichen "Familie"....

Wenn ich das alles so lese und mich informiere, bin ich einfach wütend /traurig. Meine Mama erkrankte schwer an Bluthochdruck. Jeden Tag gefühlt eine neue Pille, eine neue Anwendung/Untersuchung. Bis sie dann eine neue Herzklappe brauchte. Und das hat sie nicht geschafft. Ich frage mich jetzt, ob mit einer "anderen" Therapie sie den Bluthochdruck in den Griff bekommen hätte und so vielleicht die Herzklappe nicht benötigt hätte?! (Meine Gedanken zum Abend)

LG Susanne
LG Susanne :smile_flower:

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Mia69
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Re: Östrogendominanz

Beitragvon Mia69 » 10.08.2018, 12:28

Hallo Susanne!
Nur bei 20 % ist die Ursache von Bluthochdruck bekannt. Der Rest - weiss die Schulmedizin nicht. Oftmals ist es ein massiver Kaliummangel in der Zelle.
War bei meiner Mutter auch so. Dank Mitochondrien Medizin konnten die Medikamente ausgeschlichen werden. Bei meinem Mann war das ebenfalls so.
Blutdruck 210/160. Kalium und Vitamin D Mangel. Heute wieder normal. Nach so vielen Jahren ist es schwer von ADs loszukommen. Versuche es doch
diese langsam auszuschleichen. Denn ADs rauben auch Micronährstoffe aus den Zellen und somit wird auch dieses Problem wieder grösser. LG MIa
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lekado
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Re: Östrogendominanz

Beitragvon lekado » 10.08.2018, 21:24

Liebe Susanne,
der Tipp von Kooper ist gut, dass Du das AD ausschleichst, indem Du nach und nach immer mehr Kügelchen entfernst. Falls Du ein AD in Pillenform nimmst (hatte ich), kannst Du die gut mit einer Rasuerklinge zerteilen. Du kannst sie auch alternativ mit Wasser auflösen und mit einer Einwegspritze aufziehen, dabei nach und nach immer mehr weglassen. Ich finde auch sinnvoll, sich erst zu stabilisieren, bis man das angeht. Die Monate danach waren hart, erst Entzugserscheinungen (welcher Vollpfosten hat eigentlich in die Welt gesetzt, dass AD's nicht abhängig machen?!?!?), dann die Gewichtsabnahme mit der dazugehörigen Entgiftung. Mir ging es mehrere Wochen total dreckig mit Schwindel, Kopfschmerzen und Übelkeit, aber ich wollte unbedingt weg von dem Zeug. Heute geht's mir psychisch super ohne die AD's (das Körperliche kommt hoffentlich auch noch). Also halt durch und nimm Dir Zeit, Du schaffst das bestimmt. Und wie immer der Rat, erst alle Nährstoffe vom Fachmann auffüllen lassen, aber das machst Du ja schon.
Liebe Grüße, Leonie

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Susanne1978
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Re: Östrogendominanz

Beitragvon Susanne1978 » 11.08.2018, 12:30

Hallo ihr Lieben. Danke für die Info. Also, erstmal möchte ich mich mit den Nährstoffen "vollpumpen" und dann wirklich ganz, ganz langsam anfangen. Wann das ist, weiss ich nicht. Meine letzten zwei Jahren waren so hoch und runter, so dass ich erstmal wirklich eine lange Zeit haben möchte ohne irgendwelche "Entzüge". Zumal ich bzw. mein Körper ja noch mit dem Abbau des levonorgestrels beschäftigt ist. Für mich war /ist es einfach nur wichtig zu wissen, dass meine Ängste und depressiven Einbrüche nichts mit mir oder meinem Kopf zu tun haben, sondern tatsächlich hormonell ihren Ursprung haben. Lieber Gruß Susi
LG Susanne :smile_flower:

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Kooper
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Re: Östrogendominanz

Beitragvon Kooper » 11.08.2018, 15:25

Liebe Susi,

ich denke, dass die meisten (therapieresistenten) Ängste, Depressionen und Einbrüche nichts mit dem Kopf der betroffenen Person zu tun haben, sondern mit Nährstoffmängeln und hormonellen Dysbalancen. Im Nachhinein kann ich für mich ganz klar sagen, dass bei mir vieles mit der Pille anfing (z. B. ein Hang zu den falschen Männern (die mit einem extrem hohen A...lochfaktor)). Meinen jetzigen Partner habe ich ohne Pille kennengelernt, das ist überhaupt kein Vergleich, ein ganz anderer Mensch...

Ich kann Dich sooooooooo gut verstehen
Meine letzten zwei Jahren waren so hoch und runter, so dass ich erstmal wirklich eine lange Zeit haben möchte ohne irgendwelche "Entzüge". Zumal ich bzw. mein Körper ja noch mit dem Abbau des levonorgestrels beschäftigt ist.
Frau will einfach mal ihre Ruhe haben und nicht dauernd mit irgendwelchen Baustellen beschäftigt sein! Ich würde ganz genauso machen: erst das Levonorgestrel loswerden, die Vitalstoffe auffüllen, die hormonelle Dysbalance beseitigen. Dann hoffentlich mal zum Durchatmen kommen. Und dann laaaaaaaangsam ans AD ran - selbst wenn hier erst mal nur niedrigere Dosierungen erzielt werden könnten, wäre das ja schon ein weiterer persönlicher Erfolg!

Ich habe damals mehrere AD ausprobiert: erst Insidon, dann Cymbalta, beides eines ganze Weile. Ich habe es später noch mit Venlafaxin (sofortige Begleiterscheinung: noch extremere S..zidgedanken) und Trimineurin probiert, aber gegen beides haben sich mein Körper und meine Psyche so sehr gewehrt, dass es nur sehr kurze Episoden waren. Andere Angstlösende Medis hat mir (heute würde ich sagen: zum Glück) kein Arzt verschrieben wegen meiner damaligen Abhängigkeitsproblematik (z. B. Nikotin).
also ehrlich! Du bist der Knaller. Du kannst doch nicht von Null auf Hundert gehen...
Damals habe ich so manche Verzweiflungstat begangen, weil ich mir einfach nicht mehr zu helfen wusste :smile_tmi:
(Dafür kann ich aber jetzt aus eigener Erfahrung sagen, wie man es NICHT machen sollte :smile_evilgrin: )

(welcher Vollpfosten hat eigentlich in die Welt gesetzt, dass AD's nicht abhängig machen?!?!?
Ich denke, ein ähnlich gewinnorientier Depp wie der, der die HS als "lokal wirkend" an die Frau bringt. Mich würde echt mal interessieren, ob diese Herrschaften ihren Mist auch an eigene Familienangehörige verteilen!

Ich finde dieses Forum übrigens immer wieder einen echten Schatz!
So kann ich zum Beispiel von mir sagen, dass es mir körperlich viel besser geht als früher! Der durch die Mirena verlorene Geschmacks- und Geruchssinn sind sofort wiedergekommen, Magen und Verdauungsprobleme habe ich so gut wie gar nicht mehr, die Spannungskopfweh sind weg, die Rückenschmerzen auch viel besser. Durch wiederholtes Buchinger-Fasten (auf eigene Verantwortung) habe ich viele der durch Mirena angehäuften Kilos verloren.
Meine Psyche hat sich leider bislang nicht im selben Maß erholt. Allerdings weiß ja niemand, inwieweit das mit dem bei mir mehrfach diagnostizierten Hashimoto und der Nebennierenschwäche zusammenhängt. Auch habe ich kein körpereigenes Progesteron und nur sehr wenig Östrogen (Mirena hat mich in die Postmenopause versetzt - Zyklus kam bislang nicht wieder).
Derartiges Hormonchaos wirkt sich auch auf die Psyche aus, Zitat meiner HP: "Chronisch krank macht seelisch müde"-

Ich finde, das macht Mut!
Bei dem einen erholt sich der Körper schneller, bei dem anderen die Psyche.
Das heißt: was nicht ist, kann noch werden!

In diesem Sinne: auf weitere Genesung!

LG Kooper
Kooper, Baujahr 1970, in Partnerschaft, keine Kinder
1. Mirena 2003 - 2009, 2. Mirena 2009 - 2013


Was bringt den Doktor um sein Brot ?
a) die Gesundheit b) der Tod.
Drum hält der Arzt, auf daß ER lebe,
Uns zwischen beiden in der Schwebe.
Eugen Roth

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Susanne1978
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Re: Östrogendominanz

Beitragvon Susanne1978 » 16.08.2018, 09:07

Die liebe, alte Unruhe hat mich im Griff. Ich befinde mich in der ersten Zyklusphase. Und mich quält seitdem Wochenende die Unruhe. Typische Symptome wie Herzklopfen, schwitzen, leichter Schlaf, kaum Hunger, Gedankenkreisen ect.
Hängt das mit der Dominanz zusammen, oder baut mein Körper Levonogestrel ab? Es ist gerade nicht sehr einfach.

Gestern hatten ich Termin bei der HP, ich soll nachdem ES mit Progesteron D4 schmieren, dann weiter meine Vitalstoffe ect. nehmen. Ich lenke mich schon viel ab, aber so richtig glücklich und entspannt ist was anderes.

Hat jmd. irgendwelche Tips? Habe schon an Lasea Kaspeln gedacht.... Wegen meinem AD mag ich nicht an Dysto Loges ran....

LG Susanne
LG Susanne :smile_flower:

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