Meine schreckliche Zeit mit Mirena!

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stuwemik
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Meine schreckliche Zeit mit Mirena!

Beitragvon stuwemik » 11.12.2008, 20:25

Hi, Ich bin ja schon eine Weile hier im Forum unterwegs. Jetzt wollte ich euch auch meine ganze Geschichte mit Mirena erzählen.

Ich bin 28 Jahre alt und lebe seit Januar diesen Jahres mit meinem Lebensgefährten zusammen. Auch im Januar ist unsere Tochter geboren. Ich habe einen wundervollen Freund und war sehr glücklich mit meiner neuen Lebenssituation, auch wenn ein Baby anstrengend ist und mein Freund schon drei Kinder hat, die jedes zweite We bei uns sind.

Ich war schon immer ein sensibler Mensch der viel gegrübelt hat. Aber ich habe gerne viel zu tun. Ich reiße eigentlich den Streß sozusagen an mich und mache liebend gern alles für andere.
Im Juni 08 habe ich mir dann die Mirena setzen lassen. Da ich früher bei der Pille schon so Anflüge von Übelkeit und Stimmungsschwankungen hatte und diese zweimal abgesetzt habe, entschied ich mich für die Hormonspirale da ja „lokal“ und „wenig Hormone“. Jetzt bereue ich zutiefst mir nicht genügend Gedanken gemacht zu haben und mich nicht richtig informiert zu haben.
Zunächst war ich sehr zufrieden trotz langer Schmierblutungen.

Alles fing schleichend an. Meine Tochter schlief bereits durch. Ich hatte also genügend Schlaf, trotzdem war ich immer müde. Schon morgens nach dem Austehen. Anfangs habe ich drüber gelacht. Es sollte schlimmer werden.

Ich bekam gelegentlich Durchfall und Übelkeit. Oft komisch im Magen. Das war für mich untypisch, ich hatte vorher nie Probleme mit dem Magen. Auch die Appetitlosigkeit kam schleichend. Mir war es immer mehr egal was auf den Tisch kam. Es schmeckte eh nicht.
Ab Mitte Oktober kam es dann Schlag auf Schlag. Wir sind alle drei krank geworden, normaler Schnupfen, Halsschmerzen.
Danach ging es los mit Herzrattern, Schweißausbrüche, Übelkeit, Druck auf den Ohren und ganz bösen Schwindel. Ich musste mich immer wieder hinlegen. Ich dachte ich hätte die Erkältung nicht richtig auskuriert. Ab zum HA. Der sagte es sind Gleichgewichtsstörungen durch Streß, ich solle überlegen privat was zu ändern und verschrieb mir arlevert gegen Schwindel. Ich begann an mir zu zweifeln (andere schaffen ein Baby auch locker) und weinte viel.
Es wurde schlimmer konnte kaum noch allein laufen. Meine Mutter holte mich und die Kleine zu sich. Mein Freund musste ja schließlich arbeiten und tat eh schon sein Bestes.
Bei meiner Mutter kam ich garnicht mehr hoch und aß kaum noch was. Zudem Kribbeln in Händen und Füßen. Sie rief den Notarzt, ich kam in die HNO Klinik. Der Arzt dort stellte ausser Verspannungen im Nacken nichts fest, verwies mich zum Orthopäden und verschrieb mir Tabletten zur Muskelentspannung, die mich noch müder machten. Ich stand komplett neben mir. Hatte auch schon kein Bock mehr auf meine Tochter bzw konnte mich nicht mehr richtig kümmern. Das hat mich noch fertiger gemacht. Orthopäde war alles in Ordnung, verschrieb mir Krankengymnastik. Wieder zum Ha Blutentnahme + Antibiotika wegen Halsentzündung. Mittlerweile litt ich unter Wahnsinniger Angst und Panikattacken. Hatte Herzrasen und das Gefühl ich bekomme nicht richtig Luft. Und immer wieder diese Gedanken schlimmer Krankheiten zu haben.
Wenn mein Freund zur Arbeit gegangen ist ist mir speiübel geworden. Blutergebnisse in Ordnung. Mein Arzt bestätigt meinen Verdacht auf Depressionen. Ich war am Boden zerstört. Baby wieder krank mit Fieber. Wünschte mir schon einfach nur eingeliefert zu werden. Und überlegt meinen Freund zu verlassen damit ich ihm nicht weiterhin zur Last falle.
Ab zum Neurologen/Psychiater. Der verschrieb mir Antidepressiva und eine Therapie. Mein Schicksal schien besiegelt. Ich war noch nie so kraftlos. Mittlerweile auch Haarausfall und Panikattacken Nachts. Körperteile schliefen ein ohne Grund, Kloß im Hals Gribbeln im Kopf und Gesicht. Sogar Taubheit der Zungenspitze..Und dieser Schwindel rund um die Uhr..... HALLO???...Ich bin verrückt geworden.
Dann rief mich eine Freundin an und äußerte ihren Verdacht mit der Spirale. Ich sagte noch : „nein das wär das letzte woran ich denken würde.“ Fing aber trotzdem an zu googeln. Als ich diese Seite entdeckt habe war ich fassungslos. Das konnte doch nicht war sein. Die gleichen Sachen die ich auch hatte.
Gleich am Montag danach schleppte ich mich mit Hilfe meines Freundes zum FA und ließ sie ziehen. Er sagte die Syntome kommen nicht von der Spirale. War mir egal.

Ein paar Stunden später war mir als könnte ich besser gucken. Als wenn mir jemand die Augen geöffnet hat und ein Tunnelblick war weg.
Jetzt ist sie drei Wochen draußen. Die erste Woche war noch schlimm. Aber es wurde von Tag zu Tag besser.
Jetzt ist die Übelkeit fast weg. Ich hatte keine schlimme Panikattacke mehr. Der Schwindel ist nur noch ab und zu merken wenn ich zuviel auf einmal mache oder Abends kaputt bin. Ich fühl mich wieder wohler allein zu Hause . Schaffe wieder ein bißchen mehr im Haushalt und kann wieder mit meiner Tochter spielen.
Ich bin noch lange nicht die Alte. Aber es geht aufwärts auch, wenn ich manchmal keine Geduld habe.
Nächste Woche habe ich einen Termin bei einer Heilpraktikerin. Die bestätigte mir schon am Telefon, dass das von der Mirena kommt.

Unfassbar was uns die Pharma damit antut. Auch wenn es viele vertragen. Manche von uns haben für immer damit zu kämpfen. Ich danke von ganzem Herzen meinem Freund, der mir immer wieder sagte; alles wird gut.
Und sich bis zum Bluthochdruck total aufgeopfert hat. Meine Mum und meinem Stiefvater, die mich zweimal zu sich geholt haben (je 80 km).
Meiner "Schwiegermutter" die immer mal wieder auf meine Kleine aufgepasst hat.

Nie wieder Hormone!!!!!!

lg
16 Monate alte Tochter*
Mirena gesetzt Juni08*
Mirena gezogen November08*

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