6 Jahre später...meine unglaubliche Erfahrung

Schreibe uns hier Deine Erfahrungen mit der Hormonspirale.

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Diana
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Registriert: 21.03.2005, 23:07

6 Jahre später...meine unglaubliche Erfahrung

Beitragvon Diana » 03.11.2011, 13:39

Hallo liebe Leute,

als erstes solltet Ihr euch die Mühe machen und meinen allerersten Forumsbeitrag vom März 2005 lesen. Diejenigen die dazu keine Lust haben, kurz zusammengefasst:
-2002 Kupferspirale raus, aufgrund starker Blutungen bekam ich die Empfehlung für die Mirena, die auch gleich eingestzt wurde
-nach 2,5 langen Jahren, mit den gleichen Sympthomen wie Ihr alle, bin ich hier aufs Forum gestossen, und hab auch gleich das erste Mal hier gepostet
-im April 2005 hab ich mir die Mirena nicht ganz problemlos entfernen lassen. Außerdem wurde mir dabei gleich wieder,auf meinen Wunsch,eine normale Kupferspirale eingesetzt.

Was danach geschah:

Anfangs war ich ziemlich euphorisch. Mir war klar das sich nicht alles von heut auf morgen bessert. Meine Blutungen liessen auf sich warten und alles andere wurde auch nicht besser.
Im Gegenteil: ich wurde immer depressiver, launischer...die ganzen Nebenwirkungen haben sich keine Spur gebessert.
Nach ca einem halben Jahr beschloß ich einen anderen FA aufzusuchen. Dieser hörte sich meine Sorgen an, und erzählte mir das ich ja dann in den Wechseljahren bin. Damals war ich 35!!!
Er hatte mir für meinen beschissenen Zustand ein paar Tabletten mitgegeben, das wars.
Die Dinger habe ich nie genommen, denn als ich die Nebenwirkungen laß, stellte ich fest das ich das eh schon alles hatte: Depressionen, Haarausfall, starker Haarwuchs am Körper, Kopfschmerzen.....
Jahr um Jahr verging, ich hatte noch ca 4 weitere FA's besucht, die mir alle mitteilten das es die Wechseljahre sind oder ich mir irgendetwas einbildete.
Zwischenzeitlich hatte meine Schilddrüse noch versagt ( ich hatte früher eine Überfunktion), die hat schlichtweg ihre Funktion eingestellt. Meine Blutungen waren immer noch nicht da.
Inzwischen war es dann das Jahr 2008. Immer wieder mal ein Blick in euer Forum, vielleicht gibt es ja jemanden dem es genauso ging wie mir. Aber "leider" nein. Also hab ich angefangen zu resignieren.
Keine Blutung, nach wie vor sämtliche Nebenwirkungen mit allem drum und dran. Ganz zu schweigen von meiner Psyche.

Im Jahr 2009 habe ich mich dann nochmals aufgerafft einen neuen FA zu suchen. Dieses Mal wars ne Frau. Sie empfahl mir eine Pille zu nehmen. Diane 35. Ein absoluter Hammer unter den Pillen.
Gut, einen Versuch war es wert. Nach ein paar Wochen, war es dann soweit.
Ich hatte im Oktober 09 meine erste Blutung nach fast 7 Jahren ohne. Aber...
...es wurde immer schlimmer und hörte nicht mehr auf. Ich habe noch nie so stark geblutet. Trotz den größten Tampons und 2 dicken Binden, war es mir nicht möglich länger als 2 Stunden aus dem Haus zu gehen.
Kurz und gut. ich habe fast 9 Monate wie eine abgestochen Sau(sorry) geblutet.
Wieder Wechsel des FA's. Diesmal bin ich zur Tochter meines alten Fa, der inzwischen in Rente ist, der der mir damals die beschissene Mirena gesetzt hat.
Als sie mich untersuchte, stellte sie fest, das in meiner Gebärmutter eine dicke Zyste saß. Die war vor 9 Monaten noch nicht da. Also bekam ich einen Termin zur Ausschabung. Dann würden die Blutungen auch besser. Die Pille sollte ich absetzten, sowas würde man nicht mal einem Pferd verschreiben.
Gesagt, getan. Termin zur Ausschabung Juli 2010. Meine erste OP, meine erste Vollnarkose.
Als ich aus der Narkose aufwachte, wurde mir mitgeteilt das die Zyste nicht entfernt werden konnte, da sie zu groß war, und die Gefahr bestand die Gebärmutterwand zu verletzen.
Aber, jetzt KOMMT es, sie hätten dabei wenigstens die Hormonspirale rausgemacht, die sie in der Gebärmutter gefunden hätten!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Mich traf der Schlag. Ich habe mir doch die Mirena vor 5 Jahren entfernen lassen. Tja, von wegen. Der Arzt hat sie einfach drin gelassen. Boah, was hab ich die letzten Jahre mitgemacht.An meinem Verstand gezweifelt, meine Ehe ruiniert, mein Leben inzwischen ignoriert...
kurz und gut. ich musste letztes Jahr ende Oktober meine Gebärmutter im Krankenhaus lassen. Totaloperation. Zyste halt. Aber endlich hatte ich den Beweis das ich doch nicht so blöd bin, wie ich inzwischen schon selbst glaubte.
Mein Zustand wird langsam aber sich etwas besser. Mit einigen Dingen hab ich noch schwer zu kämpfen, aber das bekomm ich auch noch hin.
Eine Zyste im Hals hat man auch noch entdeckt, aber die hält glücklicherweise noch still.Alles andere wird sich, ich hoffe doch, im laufe der Jahre bessern. Auf die paar Jahre kommts jetzt auch nimmer an( vorsicht Ironie)...

Danke fürs zuhören

Liebe Grüße Diana
35,1 Kind, 2,5 Jahre Mirena, seit 13.04.2005 ohne, jetzt wieder Kupferspirale

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