Mein Weg aus der Hormonfalle (und weg von Mirena)

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Phoenix
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Mein Weg aus der Hormonfalle (und weg von Mirena)

Beitragvon Phoenix » 18.01.2009, 12:27

Mein Weg aus der Hormonfalle

Unser Frauenarzt/-ärztin hat uns ja bereits mehrmals im Leben versichert, dass die Pille/3-Monats Spritze/Hormonstäbchen oder Hormonspirale das sauberste, bequemste und sicherste Verhütungsmittel ist. Total unbedenklich, niedrig dosiert so dass der Körper gar keine Beeinflussung spürt. Bei der Hormonspirale sogar nur die Wirkung in der Gebärmutter, gar nicht über die Blutbahn. Das aller tollste mit der Spirale, man hat gar keine Menstruation mehr damit. (einfach klasse)

So hat man mir das auch erzählt von meiner ersten Einnahme der Pille mit 15 Jahren bis hin zur Hormonspirale die ich erstmals im Jahr 2000 gelegt bekam. Heute bin ich 41 Jahre alt und ich kam vor einem Jahr durch Zufall zu einer Ernährungsberaterin die mir dringenst riet, mich von der Mirena zu trennen. Sie brauchte ca. 3 Monate Überzeugungsarbeit in diesem Jahr, bevor ich mir die Hormonspirale entfernen ließ, die ich dann bereits im 7. Jahr trug. Neben extremer Gewichtszunahme in dieser Zeit von fast 20 kg hatte ich eine Reihe von folgenden Symptomen;

plötzlich bleierne Müdigkeit, Akne, Lustlosigkeit (am Leben und in der Libido), Konzentrationsstörungen, keine Energie, Herzrasen, Panikattacken, Schwindel, Kopfschmerzen/Migräne, Beinschmerzen/Krämpfe, Kribbeln im Gesicht , Pigmentflecken im Gesicht,weiße Augenränder (Vertiligo), Magen-Darm-Störungen: wie ständiges Sodbrennen, Durchfall/Verstopfung. Stoffwechsel Störungen, Leberfunktionsstörungen, u.v.m.(der katalog ist lang)

Am schlimmsten war, dass ich zum Schluss nicht mehr in der Lage war meine Arbeit vernünftig zu verrichten. Weil jede Anforderung mich einfach überforderte. Ich war in einem ständigen Burn-Out Zustand. Zuhause konnte ich noch nicht mal unsere Wohnung staubsaugen ohne in Schweißausbrüchen zu enden und erstmal anschließend 2 Stunden Pause zu machen. Hinzu kamen Aggressivität und cholerische Ausbrüche allem und jedem gegenüber. Meine Emotionen und Empfindungen waren wie tot. Ich kam mir nur noch vor wie eine Hülle ohne Lebensfreude. Das spiegelte sich auch stark z.B. auf Fotos wieder. Ich sah verhärmt aus. Kein Glanz in den Augen, stumpfes Haar das mir zudem auch noch extrem ausfiel. Trockene Haut und man sah mir in jeder Faser meines Körpers an, dass es mir richtig schlecht ging.

Ich hatte keine Menstruation mehr direkt von Anfang an als ich die Mirena (Hormonspirale) gelegt bekam. Also 7 Jahre ohne Menstruation! Was das genau heißt, kann man sich schwer vorstellen wenn man sich damit nicht intensiver beschäftigt. Auf jeden Fall wird das feine empfindliche Hormonspiel im Körper unterbunden. Man befindet sich im Zustand einer permanenten Schwangerschaft.

In diesen 7 Jahren rannte ich von einem Arzt zum Anderen, angefangen von meinem Frauenarzt bis hin zu allen möglichen Spezialisten. Ich bekam Schilddrüsen Hormone zusätzlich zur Mirena, die mir zum Schluss echt den Rest gaben. Mein Hausarzt schrieb mich öfter wegen Erschöpfungszuständen und „Wechseljahrsbeschwerden“! (N95.1) krank. Das war die einfachste Erklärung für die Ärzte; mich mit 39/40 Jahren den Wechseljahren zuzuschreiben. Ich hingegen war völlig verzweifelt und wollte am Ende so ein Leben nicht mehr weiterführen. Einzig mein Mann gab mir noch einen Rest Mut und Kraft. Freunde und Bekannte hingegen zogen sich langsam zurück.

Als ich zur Ernährungsberaterin kam, natürlich wegen meinen 20 Kilos zuviel, arbeitete sie systematisch die akutesten Symptome ab, das waren meine Magen/Darm Störungen und nach und nach stießen wir dann zur Spirale durch. Im Sommer 2008 hab ich sie mir ziehen lassen.

Auch das ging nicht so ganz einfach. In 2006 war ja die erste Spirale abgelaufen und so musste ich mir die zweite setzen lassen. Als ich Anfang 2008 zu meinem Frauenarzt ging und ich ihm die Symptome nochmals schilderte und einen Zusammenhang mit der Spirale sah, lachte dieser mich regelrecht aus. Putzte meine „Phantasie und Falschvorstellungen“ der Pharmaindustrie herunter und meinte nur, es sei ja mein Geld, dass ich verpulvere. Aber er könne meine Denkweise ja nicht beeinflussen. Alternativ wollte er mir sofort im Anschluss eine Kupferspirale T legen mit den Worten, dass ich mich dann aber auf recht schmerzhafte Menstruationen vorbereiten könne, und das sei eine ganz schöne Sauerei weil die Regel dann recht stark sei. Wieder und wieder redete er mir die Mirena und die Pille und Co schön.

Irgendwann kam ich zur Überzeugung mein Frauenarzt ist für mich und meine Belange nicht mehr kompatibel. Kurzerhand wechselte ich nach 10 Jahren zu einem neuen Frauenarzt ohne Empfehlung und auf gut Glück und einer Portion Intuition und wurde bei ihm vorstellig. Ich schilderte ihm mein „Leid“, meine Annahme und meinen Wunsch. Er sagte zwar, er könne einem Zusammenhang so nicht zustimmen, meinte aber es sei sicher nicht auszuschließen. Gewissheit erlangen wir nur, indem wir sie entfernen. 2 Wochen später stand der Termin und das Teil war raus. Der neue Frauenarzt war sehr gewissenhaft, wollte mich zu Kontrollterminen immer sehen, fragte nach meinem Befinden und Änderungen, schrieb alles auf usw. Er war auch nicht bereit mir sofort was Neues zu geben und war bedacht darauf, dass mein Körper sich erstmal „erholt“. Und das tat er. Ich fühlte mich unterstützt und bestätigt das Richtige zu tun.

In Zusammenarbeit und sorgfältiger Nachsorge durch und mit meiner Ernährungsberaterin, Ihren Ratschlägen und Empfehlungen von Nahrungsergänzungen, Zusätzen, Tees und Nahrungsmitteln, ging es mir sehr schnell wieder besser. Ich bekam schnell meine Menstruation, die anfangs sehr schmerzhaft war. Es hatten sich viele Verwachsungen, Verklebungen der Eierstöcke und Bakterien in alten Ablagerungen der Gebärmutter angesammelt, was ja nie `raus konnte. Das alles wurde nun ausgeschwemmt. Das war eine sehr unschöne Phase, begleitet mit starken Blutungen, Krämpfen und Geruch. Mit jedem Mal ging es mir aber besser. Mein Strahlen, mein Glanz kam zurück. Ich fühle mich lebendig, habe Lust am Leben und der Liebe. Meine Haut ist toll meine Haare werden dicker, die Magen-Darm Störungen sind so gut wie weg, mein Stoffwechsel arbeitet wieder usw.

Es fühlt sich an, als wenn ich aus einem dunklen, tristen Tunnel, zurück an Licht und Sonne gefunden habe! Ich bin wieder da!!

Wie ich heute verhüte? Mit Gold! Ich habe die Goldlily Exclusiv!

Die Goldlily ist eine Gold –Kupfer Spirale mit einem hohen Goldanteil. Der Kupferdraht ist mit Golddraht umwickelt und kann somit wesentlich länger liegen als eine reine Kupferspirale. Durch seinen Goldanteil wird der Metalldraht auch nach längerer Zeit nicht brüchig und kann je nach Typ bis zu zehn Jahre in der Gebärmutter verbleiben.
Kostenpunkt zwischen 200-270 €uro.

Der weitere große Vorteil; es lösen sich in kleinsten Mengen Goldionen, die in situ bakterizide und fungizide Wirkung ausüben. Dadurch lässt sich erklären, dass bei der Nutzung der Gold-Kupfer-Spirale kaum Entzündungskrankheiten vorkommen. Ebenso ist die Verträglichkeit gegenüber herkömmlichen Kupferspiralen, die meistens stärkere Monatsblutungen auslösen, bedeutend höher.
Ich für meinen Teil kann nur bestätigen, dass die Verträglichkeit phantastisch ist. Ich habe keine Krämpfe oder Beschwerden und erlebe nur positive Auswirkungen.

Warum also Hormone?

Die Goldlily ist eine echte Alternative und ebenso sicher. Der doppelte Verhütungsschutz der Gold-Kupfer-Spirale macht sie zu einer der zuverlässigsten Spiralen. Die Gold-Kupfer-Spirale hat einen Pearl Index von 0,5-1,0 und zählt daher zu den sichersten hormonfreien Methoden der Empfängnisverhütung. Die Medizinstudie sowie weitere Informationen sind unter www.goldlily.de nachzulesen. Nach 1- 2 Jahren sind sogar die Kosten amortisiert.

Nicht jeder Arzt ist bereit sie einzusetzen, dass hat diverse Gründe. Z.B. aus Unkenntnis, zu wenigen Informationen usw.
Allerdings kann ich einen Arzt in Köln empfehlen der sie, in seiner Praxis, auch das allererste Mal einsetzte nämlich an mir, weil ich drauf bestanden habe. Da ich diese unbedingt und keine andere wollte;

Anmerkung hierzu:
Weil mein Arzt die Spirale nicht kannte, war auch er zunächst nicht bereit und willens, sie sofort einzusetzen. Aber er war bereit und hat sich die Mühe gemacht sich darüber zu informieren. Das hat er getan. Das dauerte ca. 2 Wochen. Als er alle Informationen zusammen hatte, bekam ich meinen Legetermin. Es war ihm auch anschließend wichtig, dass ich zur Kontrolle komme und fragt mich wie ich mich damit fühle usw. Ein sehr fürsorglicher Arzt!

Liebe Leserinnen, nehmt die Symptome die Euer Körper Euch zeigt ernst. Hormone sind keine Dauermedikation. Das ist meine persönliche Meinung. Bei mir haben sie Gefühle und Psyche verändert. Schleichend und unbemerkt. Erst jetzt nachdem ich sie nicht mehr nehme, fällt mir rückwirkend mein Verhalten und Befinden auf, seitdem ich das erste Mal die Schwangerschaftshormone nahm. Sie machten mich krank. Unser Körper wehrt sich so sehr mit all seinen möglichen Symptomen. Die die ich aufgelistet habe sind nur ein Auszug davon.

Hört auf Euren Körper und ändert etwas. Ich habe ihn sozusagen 26 Jahre lang zugedröhnt mit Hormonen, aber mein Körper hat sich innerhalb nur EINEM JAHR regeneriert. So was Dankbares sollten wir wesentlich mehr schätzen!

Lasst das nie mehr mit Euch machen.

Viele Grüße und Gute Besserung
Phoenix

PS. An alle Kölnerinnen, ich kann meine Ernährungsberaterin nur empfehlen! Sie ist studierte Biologin und kennt sich in den Zusammenhängen unserer Körperchemie usw exzellent aus. Ohne Sie hätte ich die Entgiftung und Normalisierung meiner hormonellen und normalen Körperfunktionen nie so schnell wieder hinbekommen. Bei Interesse gebe ich gerne ihre Kontaktdaten sowie die Kontaktdaten des Kölner Arztes per PN weiter.
Die Sitzungen der Ernährungsberaterin sind erschwinglich und alle mal wert. Ich bin froh das ich sie gefunden habe….Ich bin ein neuer Mensch!

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